Felssturz auf Burg Hochosterwitz: Fünf teils Schwerverletzte

  • Das Unglück ereignete sich zwischen Tor drei und vier.
    foto: apa/öamtc

    Das Unglück ereignete sich zwischen Tor drei und vier.

Zehnjähriger Oberösterreicher schwer am Kopf verletzt - Starke Regenfälle als Ursache - Fußweg auf Burg gesperrt

Klagenfurt - Bei einem Felssturz sind am Samstag auf der Burg Hochosterwitz (Bezirk St. Veit) in Kärnten fünf Personen - teilweise schwer - verletzt worden. Ein Felsstück mit einem Durchmesser von etwa 70 Zentimetern löste sich wegen der starken Regenfälle und fiel aus rund 20 Metern in eine Gruppe, die ein Mittelalterfest besuchte. Ein zehn Jahre alter Bub aus Oberösterreich wurde im Gesicht getroffen, er musste an Ort und Stelle intubiert werden und wurde vom Rettungshubschrauber C11 ins Klinikum Klagenfurt geflogen.

Ein 27 Jahre alter Oberösterreicher wurde ebenfalls schwer verletzt und vom Rettungshubschrauber RK1 ins Klinikum geflogen. Der 34 Jahre alte Vater des Buben erlitt leichte Verletzungen und wurde so wie die Großmutter des Zehnjährigen - die einen Kollaps erlitt - von der Rettung nach Klagenfurt gebracht. Mit leichten Verletzungen kam auch eine 32 Jahre alte Schaustellerin davon, die ins Krankenhaus St. Veit an der Glan gebracht wurde.

Hochosterwitz steht auf einem mächtigen, etwa 150 Meter hohen Kalkfelsen. Der Fußweg auf die Burg führt durch 14 Toranlagen, das Unglück ereignete sich zwischen Tor drei und vier. Der Fels werde zweimal im Jahr von der Bergwacht kontrolliert und abgeklopft, erklärte Burgherr Karl Kevenhüller-Metsch am Samstag. Der Felssturz dürfte von den starken Regenfällen der vergangenen Stunden ausgelöst worden sein, so Kevenhüller-Metsch. Der Fußweg auf die Burg wurde sofort gesperrt. Hochosterwitz ist vorerst nur via Lift erreichbar.

Burg Hochosterwitz war am Samstag wegen der Mittelalterveranstaltung sehr stark frequentiert. "Zum Glück sind die Retter sehr schnell vor Ort gewesen", sagte der Burgherr. Er kündigte eine sofortige Überprüfung des Felsen durch Bergwacht und Landesgeologen an.  (APA, 21.7.2012)

Share if you care