Apps für sternenklare Nächte und Astronomie-Laien

  • Für diejenigen, die mehr als den Namen des Sterns wissen wollen, eignet sich "Mobile Observatory" hervorragend
    screenshot: google play

    Für diejenigen, die mehr als den Namen des Sterns wissen wollen, eignet sich "Mobile Observatory" hervorragend

  • "Sky View" überzeugt mit schönem Interface und Vermittlung von Basiswissen
    screenshot: derstandard.at

    "Sky View" überzeugt mit schönem Interface und Vermittlung von Basiswissen

Mit den Hilfswerkzeugen am Smartphone macht Sterneschauen noch mehr Spaß

Besonders im Sommer verbringen viele ab und an einen Abend oder eine Nacht im Freien und freuen sich über einen klaren Sternenhimmel. Den Mond findet man schnell und den großen und kleinen Wagen schaffen die meisten auch noch zu erspähen, doch viele andere Himmelskörper sind nicht so bkeannt. Der WebStandard zeigt heute zwei Apps, mit denen man Satelliten, Sterne und Planeten identifizieren kann. Diese Anwendungen machen nicht nur Spaß, sondern bieten auch die Möglichkeit, etwas über Himmelskörper zu lernen, weshalb sich diese Apps in iTunes als auch in Google Play in der Kategorie "Education" befinden. Zwei davon sind besonders empfehlenswert. Dass diese Apps nicht zu 100 Prozent genau sind, ist angesichts der in den Smartphones eingebauten Gyroskope nicht verwunderlich. Als Laie und Hobby-Astronom wird man allerdings nicht enttäuscht, die Apps erfüllen ihren Zweck sehr gut.

iOS: Sternbilder und Bahnen mit Sky View sehen

Die App kostet 1,59 Euro und ist im Vergleich zu ähnlichen Apps relativ günstig. Wie alle Anwendungen, die Himmelskörper anzeigen, ist auch "Sky View" eine Augmented Reality App, die mit der Kamera arbeitet. Am besten funktioniert die App, indem man sie anhand eines bekannten Himmelskörpers kalibriert. Tagsüber eignet sich die Sonne dafür am besten und abends ist der Mond ein guter Kandidat.


Screenshot: derStandard.at

In der Mitte des Screens erscheint ein kleiner Kreis. Sobald man mit dem Kreis über einen Himmelskörper fährt, erscheit das dazugehörige Sternenbild. Bei Planeten wird die Bahn angezeigt, in der sich der Planet weiterbewegen wird. Tippt man die Planeten und Sterne an, bekommt man den Namen des Körpers angezeigt. Auch Satelliten werden angezeigt. Durch die schöne Darstellung der Sternenbilder macht diese App sehr viel Spaß und wird so schnell nicht langweilig. Die gute Umsetzung und das schöne Interface rechtfertigen den Preis.

Android: Das mobile Observatorium

Nummer eins ist diese App nicht, denn in Google Play hat "Star Chart" die Nase vorn. "Mobile Observatory" ist dennoch eine exzellente Android-App für alle, die nachts mal gerne gen Himmel blicken. Mit 3,99 Euro kostet sie zwar mehr als Sky View für iOS, ist aber auch etwas umfangreicher. Die App arbeitet ebenfalls mit Augmented Reality, hat aber noch einige zusätzliche Funktionen. So gibt es in der App einen Kalender, der aktuelle astronomische Ereignisse anzeigt. Dieser ist auf den Smartphone-Kalender exportierbar.


Screenshot: Google Play

Was die App sehr interessant macht, sind die detaillierten Beschreibungen zu den Himmelskörpern. Ein Katalog mit angeblich über 9000 Sternen lässt keine Wünsche übrigen, wenn es um genaue Informationen geht. Asteroiden, Kometen und sogar die Anzahl der Sonnenflecken können angezeigt werden. Die App ist sehr umfangreich und geht fast über die Interessen eines Laien hinaus. Wer sich aber in das Thema vertiefen möchte, liegt mit der App ganz sicher richtig.

Vorschau

Nächste Woche beschäftigt sich der WebStandard in den Apps der Woche mit Lern-Apps für Kinder im Vorschulalter. Wer Ideen und Vorschläge für Apps rund um interaktive Märchenbücher, Zahlenspiele und Lesehilfen hat, kann einen Tweet an Iwona Wisniewskas Twitter-Account @iwona_w senden.

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