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Eine Baufirma zwang ihr Mitarbeiter die Messgeräte mit Blei abzudecken.
Tokio - Bei den Aufräumarbeiten im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima haben japanischen Medienberichten zufolge mehrere Arbeiter ihre Strahlenmessgeräte manipuliert, um länger in der Anlage bleiben zu können. Ein leitender Angestellter der Baufirma Build-Up habe bereits im Dezember rund zehn Arbeiter dazu aufgefordert, die Geräte in Bereichen mit hoher Strahlung mit einer Schutzhülle aus Blei abzudecken, berichteten die Zeitung "Asahi Shimbun" und andere Medien am Samstag. So sollten sie eine niedrigere Strahlung vortäuschen, um ihre Arbeit in der Atomruine fortsetzen zu können.
Der Bauleiter sagte den Angestellten, dass auch er sein Strahlenmessgerät abgedeckt habe, und riet ihnen ebenfalls dazu, wie mehrere Arbeiter der Zeitung sagten. Ansonsten würden sie schnell den zulässigen Grenzwert von 50 Millisievert pro Jahr erreichen und ihren Job verlieren. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben eine Tonbandaufzeichnung des Gesprächs vor. Einige Arbeiter weigerten sich demnach, die Abdeckung zu benutzen, und kündigten.
Wie die Nachrichtenagentur Kyodo News berichtete, war die Baufirma nach dem Atomunglück im März 2011 von der Betreibergesellschaft Tepco angeheuert worden, um Rohre in einer Wasseraufbereitungsanlage zu isolieren. Das japanische Gesundheitsministerium geht den Vorwürfen nach, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press und mehrere Zeitungen berichteten. Für eine Stellungnahme waren das Ministerium und die betroffene Baufirma zunächst nicht zu erreichen. (APA, 21.7.2012)
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Der Titel ist ja sowas von irreführend. Das klingt ja so als wenn die Arbeiter (gierig wie sie sind) Ihre Geräte manupuliert haben damit Sie länger arbeiten DÜRFEN.
Wer schreibt sowas?
Die Bauleiter haben Ihre Mitarbeiter dazu gezwungen. Das ist die Wahrheit und ein absoluter Skandal.
wenn ihr 50msv kassiert, dürft ihr für den rest des jahres nicht mehr arbeiten. da wir solche leute nicht gebrauchen können, werdet ihr gefeuert.
denkt an eure rechnungen zuhause...
da drüben liegen bleiabdeckungen für die dosimeter
Die gesetzliche Lage ist so, dass man im strahlungsgefährdeten Bereich nicht weiterarbeiten darf, wenn die Gesamtdosis von 50mSv erreicht wird. Das wird jedem Arbeiter zu Beginn gesagt. Jeder Arbeiter fasst bei jeder Schicht sein Dosimeter aus und dieses wird nach beendigung der Schicht ausgelesen. Die 50mSv Maximum sind Gesetz - empfinden sie es als Drohung wenn man jemanden darauf hinweist? Natürlich finde ich es nicht in Ordnung wenn der Vorarbeiter seine eigene Methode, länger als eigentlich erlaubt arbeiten zu DÜRFEN (ich nehme an es gab finanzielle Anreize zu dieser Arbeit?) weiterempfiehlt. Aber ich kann es schwer als Drohung empfinden wenn er auf den gesetzlichen Grenzwert hinweist.
im Sinne des Systems handeln sie vernünftig.
Die Arbeiter selbst leben uU unter massivem finanziellem Druck (ein "kluger" Arbeiter hätte den Polier entw. durch "Verhandlungen" oder Erpressung gezwungen mehr Kohle locker zu machen); der Polier vl durch kleine finanzielle Zuckerl oder einfach indoktrinierte Gefolgstreue zu diesem selbstschädigenden Schritt motiviert.
Und die Konzernspitze kommt noch mit der Not-Deckungskeule "für die Japaner, für die Menschheit" zu mehr Profit - bekommt den Ruf beste & zuverlässige Arbeit in "brenzligen Situationen" zu leisten. Wenn das ganze aufgeht: perfekt!
Wenn nicht: Not-Deckungskeule: Wir taten es, weil es nötig war, zum Wohle der Ja... s.o.
Fakt ist der gesetzliche Grenzwert von max. 50mSv, an den sich die Arbeiter zu halten haben. Genauso, wie die jeweilige Höchstgeschwindigkeit, an die sich LKW-Fahrer und Taxifahrer zu halten haben und die sie nicht überschreiten dürfen. Manche tun es "aus Profitgier" doch. (Und manche tun es aus Spaß an der Freude).
50mSv einmalig erlaubt
250mSv wurde unmittelbar nach der Katastrophe für einige Zeit als Grenzwert festgelegt (Notfall)
500mSv: Vorübergehende Veränderungen im Blutbild sind nachweisbar, wenn diese Dosis in kurzer Zeit (wenigen Wochen) erreicht wurde.
Einige Sv: Jetzt wird es wirklich gefärlich!
Natürlich ist es verboten, was die getan haben um länger arbeiten zu dürfen, aber es war nicht unmittelbar lebensgefährlich!
Wie kann man mit derart manipulierten Messgeräten (in eine Bleihülle packen) überhaupt nocht feststellen, ob die tatsächlich wirksam gewordene Strahlenbelastung unbenklich, gesundheits- oder gar lebensgefährlich ist? Die von solch manipulierten Messgeräten angezeigten Werten sollten doch keine Aussagekraft mehr haben.
bei derartig ungültig gemachten messungen müssen sie die messung völlig ignorieren und medizinische untersuchungen machen. wenn dabei nix festgestellt wird, heißt das unter umständen nur, das sie <=500mSv abbekommen haben. man muss dann wohl oder übel von den 500mSv ausgehen und darf diese arbeiter überhaupt nie mehr mit strahlung belasten (medizinisches röntgen vielleicht ausgenommen).
was sie tun solange der Profit stimmt. Jeder der schon mal im Grosskonzern gearbeitet hat kennt diese Typen zur Genüge. Das ist aber in Mitteleuropa genau wie in Spanien! Wenn das erste französische oder tschechische AKW hochgeht wissen wir mehr!
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