Radfahrer wollen mit Helmkameras Unfälle vermeiden

  • Nicht nur Unfälle, sondern auch normale Fahrten sollen zur Erinnerung aufgenommen werden.
    screenshot: derstandard.at

    Nicht nur Unfälle, sondern auch normale Fahrten sollen zur Erinnerung aufgenommen werden.

Ermittlungen zu Fahrerflucht und fahrlässigen Aktionen im Verkehr werden erleichtert

Ein Radfahrer in New York hat sich eine Helmkamera installiert, um gegebenenfalls Beweise bei Unfällen vorlegen zu können. Evan Wilder, so die New York Times, hat schon ein Mal nach einem Unfall durch das Video ein Nummernschild an die Polizei weiterreichen können.

Unfälle mit Fahrerflucht

Der Fahrer eines Pickups hat Fahrerflucht begangen und ließ Wilder auf der Straße liegend zurück. Doch der 33-Jährige hat vorgesorgt: Eine Einfache Kamera auf seinem Helm hält seine Fahrten fest. Der Fahrer konnte dadurch ausgeforscht werden. Für die zuständigen Behörden sei dies von unschätzbarem Wert. Ermittlungen bei Unfällen würden so erleichtert werden, vor allem, wenn Fahrerflucht im Spiel ist. Einige dieser Videos mit spektakulären Unfällen werden auf YouTube gestellt und rege diskutiert.

Verhinderung von Unfällen

Anwälte glauben, dass der Gebrauch dieser Geräte bei Radfahrern massiv ansteigen wird. Einige meinen sogar, dass dies Unfälle verhindern könnte, denn auch Radfahrer müssen sich auf diese Art und Weise mehr zusammennehmen beim Fahren, denn ihre Aktionen und Reaktionen werden aufgenommen. Der Olympische Radfahrer Bob Mionske meint sogar gegenüber der New York Times, dass Autofahrer dadurch zwei Mal nachdenken werden, wie sie sich gegenüber Radfahrern verhalten werden.

Jährliche Umsatzverdoppelungen

Neben Eigeninstallationen gibt es bereits einen großen Markt für Helmkameras. Zielgruppe sind neben Radfahrern Skifahrer und Surfer. GoPro und Contour sind zwei Marken, die sich in diesem Bereich bereits etabliert haben und sprechen von jährlichen Umsatzverdoppelungen. Neben Unfällen sollen aber so auch abenteuerliche Ausflüge festgehalten werden. (iw, derStandard.at, 21.7.2012)

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