Nasdaq erhöht Entschädigungsangebot nach Facebook-IPO-Pannen

62 Millionen Dollar für Finanzfirmen - Bargeld statt nur Handelsrabatte

Der Börsenbetreiber Nasdaq OMX hat nach den Pannen beim Marktdebüt von Facebook im Mai sein Entschädigungsangebot nach heftiger Kritik aufgestockt. Man biete den betroffenen Finanzfirmen nun 62 Millionen Dollar (50,8 Mio. Euro), 22 Millionen Dollar mehr als bisher, teilte die Nasdaq am Freitag mit. Zudem sollen an Entschädigungen in bar ausgezahlt werden. Bisher hatte die Nasdaq vor allem Handelsrabatte angeboten.

Mega-Flop aus Sicht der Anleger

Die Finanzfirmen, die den Facebook-Börsegang begleiteten, haben mutmaßlich rund 200 Millionen Dollar eingebüßt. Die Nasdaq-Systeme hatten aufgrund technischer Probleme die hohe Order- und Stornierungs-Zahlen nicht bewältigen konnten. Der Facebook-Börsengang war der größte eines Technologiekonzerns aller Zeiten. Aus Sicht der Anleger hat er sich aber als Mega-Flop erwiesen. Die Aktien waren zu 38 Dollar ausgegeben worden und viele Experten hatten für die Zeit danach kräftige Zuwächse vorhergesagt. Tatsächlich ging es aber bergab. Aktuell notieren die Papiere bei knapp 29 Dollar. (APA, 21.7.2012)

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