Ausländer werden bei Verstößen gegen Ramadan ausgewiesen

20. Juli 2012, 21:37
152 Postings

Auch Nicht-Muslime müssen sich in Öffentlichkeit an Regeln halten

Riad - Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten "die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen", ordnete das saudi-arabische Innenministerium am Freitag zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an. Verstöße könnten mit der Kündigung von Arbeitsverträgen oder der Ausweisung aus dem Land geahndet werden, erklärte das Ministerium, das selbst von "radikalen Maßnahmen" sprach.

"Unternehmen, Gesellschaften und Einzelpersonen" wurden offiziell aufgefordert, ihre Angestellten über die Richtlinien zu informieren. Saudi-Arabien zählt 27 Millionen Einwohner, acht Millionen davon sind Ausländer. In dem ölreichen Land wird eine strenge Auslegung des Islam angewendet.

Während des Ramadans dürfen die Gläubigen von morgens bis abends weder essen trinken, rauchen noch sexuelle Beziehungen haben. Der Ramadan gilt im Islam als heilig, weil der Überlieferung zufolge in diesem Monat dem Propheten Mohammed der Koran offenbart wurde. (APA, 20.7.2012)

Share if you care.