Regen machte Samstag-Spiele in Klagenfurt unmöglich

  • Österreichs Beachvolleyballer setzen Klagenfurt in den Sand.
    foto: apa

    Österreichs Beachvolleyballer setzen Klagenfurt in den Sand.

Österreich-Pleite in Klagenfurt -Nur Huber/Seidl erst in Zwischenrunde out - Schlechtestes Abschneiden seit 2000

Klagenfurt - Bis 13.00 Uhr haben die Veranstalter am Samstag zugewartet und auf Wetterbesserung gehofft, aber alles Warten war vergebens: Der Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt musste wegen starken Regens zumindest auf dem Center Court pausieren, die Damen-Halbfinali sowie das -Finale mussten auf Sonntag verschoben werden. Erstmals werden am Sonntag (ab 8.45 Uhr) damit die Damen- und Herren-Entscheidung ausgetragen.

Der Center Court war zugedeckt worden, Hochbetrieb herrschte am Samstag bestenfalls im VIP-Bereich. "Es hat uns heuer erstmals erwischt. Wir werden morgen sechs Spiele haben", sagte Veranstalter Hannes Jagerhofer. Auf den Sidecourts bei der Universität konnten die Achtelfinale der Männer bei strömendem Regen stattfinden.

Am Vormittag hatte das Gelände am Wörthersee wegen Unwettergefahr sogar geräumt werden müssen. Für Sonntag soll aber zumindest teilweise wieder die Sonne scheinen.

Österreicher am Wochenende nicht mehr vertreten

Österreichs Beach-Volleyballer haben davor ihrer Erfolgsgeschichte in Klagenfurt kein weiteres Kapitel hinzugefügt. Das Heimturnier endete mit einer historischen Pleite. Erstmals seit dem Jahr 2000 klassierte sich kein Team unter den besten 16. Bei den Herren hielten einzig Alexander Huber und Robin Seidl die Fahnen hoch. Die Lokalmatadore scheiterten am Freitag erst in der Zwischenrunde an den Letten Martins Plavins/Janis Smedins.

Damit ist Österreich wie im Vorjahr am Finalwochenende des Grand Slams nicht mehr vertreten. Damals hatten zumindest die Damen Doris und Stefanie Schwaiger das Achtelfinale erreicht. Diesmal scheiterten die Niederösterreicherinnen bereits in der Zwischenrunde. Noch schlimmer kam es für Österreichs zweites Olympia-Duo Clemens Doppler und Alexander Horst. Die Routiniers schieden ohne Satzgewinn in der Gruppenphase aus.

Huber/Seidl scheitern später

So lag es wieder einmal an ihren Trainingskollegen Huber/Seidl, den Center Court zum Beben zu bringen. Zum Abschluss der Gruppenphase besiegten die Kärntner wie im Vorjahr die Mitfavoriten Reinder Nummerdor/Richard Schuil, diesmal sogar mit 2:0 (19,19). Die Niederländer waren 2008, 2009 und 2010 Europameister. "Leider haben wir in der Früh ein bisschen zu viel Pulver verschossen", meinte Huber. "Es war unser Traum, am Samstag noch dabei zu sein."

Gegen die Letten fanden die neuen Publikumslieblinge lange nicht ins Spiel, verloren 0:2 (-13,-20). Eine Aufholjagd im zweiten Satz riss die Fans zwar von den Sitzen, kam aber zu spät. Die Vorentscheidung brachte eine Netzberührung von Huber bei 18:18. "Das war nur der Fingernagel. Aber es zeigt, wie knapp wir dran waren", erklärte der 26-Jährige mit den Sprungfedern in den Beinen.

Seidl dagegen gilt mit seinen 22 Jahren bereits als einer der besseren Blockspieler der Tour. "Die Freude überwiegt bei mir", versicherte der Youngster. "Es ist super, zu sehen, dass wir auf diesem Niveau mitspielen können." Die Leistungen von Klagenfurt gelte es nun auch bei anderen Turnieren zu bestätigen. "Wir können fast jeden schlagen", meinte Seidl. "Wir hoffen aber, dass wir auch ein bisschen mehr Konstanz hineinbringen."

Doppler/Horst unter Niveau

Doppler/Horst fehlt sie ebenso. Nach einigen guten Turnieren und der Olympia-Qualifikation lief im ersten gemeinsamen Jahr ausgerechnet in Klagenfurt alles schief. Zum Abschluss setzte es am Freitag ein 0:2 (-17,-16) gegen die Brasilianer Pedro/Marcio Araujo. "Das ist auf keinen Fall das, was wir können", betonte Horst.

Vor allem Doppler war mit seiner Leistung alles andere als zufrieden. "Die Leute haben sich extrem viel erwartet, weil wir zum ersten Mal gemeinsam hier gespielt haben", erklärte der 31-Jährige. "Aber du bist keine Maschine. Der normal positive Klagenfurt-Druck hat sich auf mich negativ ausgewirkt."

Auch die Außenseiter Daniel Müllner und Jörg Wutzl verloren alle drei Gruppenspiele, damit landeten die besten ÖVV-Teams jeweils auf Rang 17. So schlecht haben die Österreicher beim Grand Slam seit zwölf Jahren nicht mehr abgeschnitten, damals gab es in Klagenfurt aber noch kein Damen-Turnier. (APA, 20.7.2012)

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