Parken und Picken: Zur Ökologie des Abzockens

Kommentar der anderen | Wolfgang Müller-Funk, 20. Juli 2012, 18:47

Grüne Verkehrspolitik zwischen radikaldemokratischer Rethorik und josephinistischer Praxis: Anmerkungen eines interregionalen Stadtbenützers zum vorgeblichen Nutzen der Parkraumbewirtschaftung

Das Wiener Parkpickerl, wiewohl ein lokales Phänomen, hinterlässt seine Klebespuren mittlerweile längst auf den Titelseiten des nationalen Boulevards und in den Bundesparteizentralen. Zu Recht, handelt es sich dabei doch um ein politisches Lehrstück erster Güte, das zwei ebenso praxis- wie volksnahe Themen der österreichischen Innenpolitik betrifft: Bürgerbeteiligung ("direkte Demokratie") und ökologische Stadtplanung.

Vorweg gesagt, mutet es nachgerade grotesk an, wenn ausgerechnet die Grünen in Wien wie übrigens auch in Graz plötzlich versuchen, das Instrument der Volksbefragung zu neutralisieren oder generell infrage zu stellen. Denn eine Abstimmung nach einer Verordnung von oben (der Plan von Häupl-Vassilakou) hat mit Partizipation ungefähr so viel zu tun wie ein Wahlplakat mit politischer Aufklärung. Wie das Beispiel in Graz zeigt, finden die Grünen Bürgerbefragungen offenbar nur dann gut, wenn sie absehbar positiv für sie ausgehen. Bezeichnend auch das altbekannte Argument, dass derlei Plebiszite nur eine "Flucht aus der politischen Verantwortung" darstellen würden: Skeptiker der "direkten Demokratie" haben das schon seit jeher, ganz ohne Anlassfall, behauptet.

Dass die Grünen ungeachtet ihrer radikaldemokratischen Rhetorik einen spätjosephinistischen Hang zur autoritären Verordnung des vorgeblich Guten haben, lässt sich an der Causa "Parkpickerl" deutlich ablesen: Es stimmt schon, dass dieses feinsinnige Instrument zur Finanzierung des passabel verwalteten, aber viel zu teuren Wiener Stadtstaates nicht von grünen Politikern ersonnen worden ist. Aber die Idee, in Sachen Parkpickerl die Daumenschraube anzuziehen, trägt eine grüne Hand- bzw. Unterschrift. Die verniedlichende Koseformel täuscht nebenbei bemerkt darüber hinweg, dass es sich beim "Pickerl" um eine durchaus saftige Abgabe für die Wiener und um Gebühren-Wucher für die Bewohner des niederösterreichischen Umlandes handelt, die ja nicht aus Jux und Tollerei nach Wien einpendeln.

De facto werden dadurch viele Pendler genötigt, den Hauptwohnsitz nach Wien zu verlegen. Dieser Ethnozentrismus im Kleinen - Wiener Autos gut, die von draußen böse - stürzt die ohnehin von Abwanderung bedrohten Gemeinden etwa im Burgenland oder im Weinviertel zusätzlich in die Armut, weil jeder verlorengegangene Hauptwohnsitz die Einnahmen dort schmerzlich mindert. Die gleiche Politik, die tagtäglich die Notwendigkeit von Mobilität in Worthülsen fasst, versucht sie zugleich einzuschränken: Wer in Wien arbeitet, soll gefälligst in Wien wohnen.

Das "Parkpickerl" ist, machiavellistisch betrachtet, eine dreiste, aber kongeniale Methode des Abzockens. Kann man denn, so suggeriert die politische Rhetorik, etwas dagegen einwenden, wenn diese Parkraumgebühren einer guten Sache dienen? - Man kann. Denn nicht alles, was eine gute Sache für den Stadtsäckel sein mag, ist auch schon gut für die Ökologie der Stadt: Die Parkraumgebühr wäre ja vielleicht noch hinzunehmen, wenn das dafür einkassierte Geld tatsächlich für einen ökologisch nachhaltigen Umbau des Verkehrs im Großraum Wien und des niederösterreichischen Umlandes verwendet würde. Aber das ist mitnichten der Fall. Bis heute gibt es kein gemeinsames Verkehrskonzept der beiden Bundesländer, die es den Menschen, wie zum Beispiel in München, einem durchaus vergleichbaren Großraum, gestattet, mit einem Verkehrssystem, das U- und S-Bahn nahtlos miteinander verzahnt, zu erschwinglichen Preisen bis spät am Abend bis zu sechzig Kilometer in alle Himmelsrichtungen ein und aus zu pendeln. Von mehreren Stationen in der Innenstadt bis in den Raum Augsburg oder Landshut. Auch die intelligente Nutzung des Schienenverkehrs in vielen Schweizer Regionen lässt sich als Alternative zum Wiener Pickerl ins Treffen führen.

In Wien ist die von ihren Baukosten her sündteure U-Bahn, die pedantisch an der Wieder Stadtgrenze endet, mit der S-Bahn nicht wirklich integriert. Um 22 Uhr kann man vom Praterstern oder von Wien-Mitte aus höchstens noch nach Tulln oder Krems, vielleicht auch noch nach Mödling fahren. Und von der Südbahn aus nach Bratislava hin und zurück für 14 Euro inkl. Tram und Bus. Jahrzehntelang hat man in Wien überdies die U-Bahn an den Bahnhöfen der ÖBB vorbei gebaut, der U-Bahn-freie Franz-Josefs-Bahnhof und die Linienführung der U1, am bisherigen Südbahnhof und zukünftigen Hauptbahnhof vorbei, sind nur die bekanntesten und absurdesten Beispiele für diesen Hirnriss.

Statt also die bösen Autobesitzer, vor allem die niederösterreichischen oder burgenländischen, zu bestrafen, müsste eine gemeinsame Verkehrspolitik das bessere Verkehrsmittel Bahn stark und kostengünstig machen, zum Beispiel durch die Schaffung von ausreichendem Parkraum in den Außenbezirken und an den S-Bahn-Stationen. Statt des teuren U-Bahn-Baus, der nicht selten Hand in Hand mit dem Verschwinden der für Autofahrer lästigen Tram einhergeht, wäre also die Nutzung der Schienen-Infrastruktur der ÖBB für ein dichtes S-Bahn-Netz mit einem attraktiven Zeittakt ein probates Mittel zur Verkehrsberuhigung und zur Verringerung der Feinstaubbelastung. Wenn also eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht, ist eine Einschränkung des Autoverkehrs durchaus legitim - wie fein wären etwa eine tendenziell autofreie Innenstadt oder verkehrsberuhigte zentrale Räume in den inneren Stadtbezirken ...

Während die Wiener Stadtregierung insbesondere die Nicht-Wiener-Autofahrer bestraft, werden sie zugleich durch Pendler-Pauschalen für die Benützung des Pkws belohnt. Weniger absurd wäre es, das Geld für diese großzügigen Zuwendungen in den Ausbau des regionalen Schienenverkehrs zu investieren. Ich weiß nicht, wie lange die Menschen noch auf eine wirklich großzügige gemeinsame Verkehrspolitik in der Ostregion warten und welch listige Taktiken des Durchwurstelns sie erproben müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Nicht in Wien, wohl aber in Niederösterreich stehen immerhin Landtagswahlen an. Womöglich handelt es sich ja bei dieser Frage um ein Thema, das die Wählerschaft interessieren könnte ...

Es bedarf jedenfalls keines kulturwissenschaftlichen Einführungsseminars zum Thema Raumordnung, um zu erkennen, dass die Wiener und ein Gutteil der Niederösterreicher in einem gemeinsamen realen und symbolischen Areal leben. Der Augenschein genügt. (Wolfgang Müller-Funk, DER STANDARD, 21./22.7.2012)

Wolfgang Müller-Funk, Kulturphilosoph und Essayist, lebt in Drosendorf und Wien.

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Parkkosten, U-Bahn

BEzüglich der Kosten des Parkens sollte daran gedacht wrden, dass mer als 50% der W. Familien kein Auto betreiben und diesen daer gut 50% des öffentlichen Raumes gvehören. Warum sollen diese den ihnen gehörenden Anteil des öffentlichen Raumes kostenlos oder zu Spottpreisen jenen überöassen, die den öffentlichen Raum über Gebühr durch Abstellen der Autos nutzen? Auch tragen die Autofahrer keinesweges alle durch sie verursachten Kosten, wie z.B. die Frühpensionierungen von Unfall- und Verkehrslärmopfer oder die Wertminderung von Immobilien durch den Verkehrslärm.
U-Bahn bis Auhof oder Baden. Grundsätzlich ja, aber nur wen NÖ die Bau- und Betriebskosten, der f. Wien unnötigen Verlängerungen zahlt. Doch davon ist ja keine Rede.

im übrigen trifft die parkpickerlausweitung ja nicht nur die niederösterreicher, sondern vor allem auch die wiener!

wenn ein autobesitzer beispielsweise im 3. bezirk wohnt (parkpickerlpflicht schon seit weißichwielange) und der fährt zur arbeit in den 14. bezirk, muß er künftig zusätzlich zu seinem wohnbezirksparkpickerl kurzparkscheine im 14. ausfüllen (und die sind ja auch bekanntlich teurer geworden).

ich z.b. hab ein parkpickerl in meinem wohnbezirk, das auto steht die ganze woche, weil ich in der stadt zumeist mit öffis unterwegs bin (per jahreskarte).
wenn ich dann innerhalb der stadtgrenzen einmal jemanden oder etwas befördern will/muß, brauch ich erst wieder einen kurzparkschein.

mobilität samt zugehöriger infrastruktur ist echt teuer, wenn man parkpickerl, autobahnvignette, öffi-jahreskarte plus kurzparkscheine zusammenrechnet.

Parken kann nicht kostenlos sein.

Besser wäre eigentlich zwei Parkzonen in ganz Wien einzuführen. Innerhalb des Gürtels, außerhalb des Gürtels. Innerhalb ist es teurer, und außerhalb günstiger.
Das Ziel eines Parkpickerl sollte eigentlich sein, dass die Leute sich Garageplätze anmieten, und so die Autos weg von Straßenparkplätzen kommen. Den so geschaffenen Raum kann man für Radwege, für öffentliche Grünanlagen (auch Hundefreie Rasenflächen, die zum Verweilen einladen), und natürlich Kurzparkplätze vor Geschäften nutzen.

Zusätzlich sollte ein Anrainerparkpickerl auch im Bezirk der Arbeitsstelle gelten, sofern man Hauptwohnsitz in Wien hat.

Beim Thema Parkpickerl endet offensichtlich auch für für WMF die intellektuelle Redlichkeit.

"hirnriss"

man sollte halt doch ahnung haben wovon man redet bevor man großspurige ergüsse fabriziert:

- eine "sündhaft teure ubahn" außerhalb der stadtgrenze ist absoluter "hirnriss", da ein hochrangiges städtisches verkehrsmittel kein regionalzug ist!
- warum die U4 zum FJB verlegen wenn man in spittelau ohnehin anschluss zur bahn hat?
- die U1 fährt den künftigen hbf an, wer gegenteiliges behauptet begebe sich zur baustelle!

- warum sollten landstriche nur wegen dem parkpickerl entvölkert werden?
auch südburgenländer können öffentliche verkehrsmittel nutzen (ja, die gibt es! fragen sie die billa-kassierin ihres vertrauens)

- die befragung in graz war deswegen nicht im sinne der grünen weil diese vor der abstimmung mehr fakten am tisch wollten!

Die U1 liegt ca. 400m neben dem Hauptbahnhof. Und die neue U2 wird auch daneben nur in die andere Richtung daneben geplant

d.h. zwischen U2 und U1 kann man dann fast 1 km laufen.

Das nennt sich nicht Anschluss, sondern Verfehlung.

luftlinie ist die distanz von bahnsteigende zu bahnsteigende knapp 200m.

natürlich, unterirdisch wird der weg länger, und die anbindung könnte besser sein, aber bei anderen wiener bahnhöfen ist die anbindung ähnlich - erst recht bei international vergleichbaren bahnhöfen - und kein mensch würde behaupten diese bfs. hätten keinen ubahn-anschluss.

und die U2 ist sowieso ein thema für sich.
eine anbindung des hbfs wäre ein ebensolcher "hirnriss", denn sie fährt ja ohnehin wieder nur zum karlsplatz oder zum praterstern - und da fährt ohnehin schneller die U1 hin.

und das gebiet st marx-rennweg deckt ohnehin die sbahn ab.

... eine edmundistisch-sackbauersche replik ...

meinerseits besagt, dass der edle gscherte entweder
- dort hackln soll, wo er wohnt ...
- dort wohnen soll, wo er hacklt ...
- oder vielleicht auf das privileg, seinen dreckskübl abzustellen, wo es ihm gerade passt, verzichten mag ...

mir geht es nämlich, als wiener, der in wien wohnt, furchtbar auf den geist, wenn man sich nicht einmal mehr rühren kann vor lauter "8 stunden am tag den facebook-account pflegern", die morgens ihre aura (wohlgemerkt allein in ihrem automobil sitzend) in die bundeshauptstdt wälzen, und dann wieder ab ins weichbild selbiger bundeshauptstadt abzufahren, dort ihre steuern zahlen, ihre kindlein im grünen aufwachsen lassen, die gute luft geniessen und erwin pröll huldigen.

und das ist kein exkulpationismus!

das trifft den nagel auf den kopf!

...und gerade der edmund sackbauer hätte in dieser frage mit seiner etwas vugären aber eindringlichen sprache die blödheiten der stadtregierung ganz gut karrikiert!

des weiteren ...

... sei jenen biedermeierlichen bundeshauptstädtern, die meinen furor gegnen drosendorfer kulturessayisten teilen, gesagt, dass ihr fahrzeug nicht zur bewegung ihrer sterblichen hülle vom gemeindebezirk A in den gemeindebezirk B (weils in der u-bahn stinkt o. ä.) notwendig ist, sondern dass
a.) ein auto unverzichtlich ist, wenn man in entlegene gebiete gelangen muss
b) selbiges gute dienste beim transport schwerer waren leistet

und dass bei entfall von a.) und b.) man vielleicht doch seine pappn halten sollte und sich schämen möge!

Super auf den Punkt gebracht!
Danke!

Genau das ist es! es gibt sogar im 17. Bezirk Bereiche auf auf die dieses zutrifft!!!

Spitzenkommentar.

volksabstimmung gut und schön

aber wenn schon das Volk spricht, dann bitte nur jene Teile, in deren Bezirken das Parkpickerl neu eingeführt wird. Dass jemand aus einem Bezirk in den er einpendelt (z.B. vom 23 in den 14ten) kein Interesse daran hat, dass im 14ten ein Parkpickerl kommt liegt auf der Hand, wiewohl die betroffenen Bewohner z.B. Rund um den Bhf. Hütteldorf, sicherlich schätzen würden wenn dort nicht von Mo-Fr die PLs und WUs am gleichen Parkplatz stünden. Man muss sich das nur einmal durchrechnen, weniger als 100 Euro Miete für 10qm öffentlichen Raumes pro Jahr. Was ich von Leuten halte, die im Grünen wohnen wollen und glauben ein freier Parkplatz in der Grossstadt sei ein Menschenrecht, das möchte ich hier nicht in schriftlicher Form einbringen.

weiters

sollte man die Mietpreise in NÖ und Wien vergleichen, für den Unterschied sollten sich die 15euro/Woche im P&R Parkhaus locker ausgehen... alleine die Pendlerpauschale reicht hierfür beinahe. Die meisten Leute dich ich kenne die mit dem Auto zur Arbeit kommen, machen dies einzig und allein aus Bequemlichkeit (und manche weil sie die Öffis "hassen"). Die ewige Ausrede, dass kaum Öffis fahren ist selbsterfüllend, da es keine Nachfrage gibt (weil Auto zu billig) gibt es kein Angebot.

Wiener Autos gut, die von draußen böse ?

mit dem grünInnen vorstoss dürfen nun nichtmal wiener autos in wien parken, ausser im eigenen bezirk ..

die pendler werden ohnehin grosszügig mit der pendlerpauschale gefördert, die sie gerne darauf verwenden dürfen ihr auto in einem öffi-nahen parkhaus im zentrum oder am stadtrand abzustellen.

eventuell bedarf es eines einführungsseminars in intellektueller redlichkeit, in dem man lernt, dass der franz-josephs-bhf knapp 3 gehminuten von der u4 entfernt ist bzw. dass spittelau oder heiligenstadt direkt an die ubahn angebunden sind. oder dass der ballungsraum nach süden hin bis wr.neustadt sehr gut angebunden ist, auch nach 22:00. nach krems sind's übrigens auch über 70km. vielleicht auch, dass für die anbindung des "gemeinsamen realen und symbolischen areals" der onkel aus radlbrunn auch ins börserl greifen muss.

herr müller-funk mag zwar eine gewisse autorität in seinem fach genießen, aber die nonchalance, mit der hier in leicht überprüfbare fakten verdreht werden, ist eine intellektuelle bankrotterklärung.

Kampfposter

der SPÖ Alsergrund - auch schon erwacht?
[Vielsagender Nick...]

Wünsche weiterhin viel Spaß mit ständig steigenden Steuern und Abgaben einer mehr und mehr monströsen Verwaltungsstruktur!
-
Wenn als nächstes nach dem Parkpickerl das Bettpickerl kommt, finden wir dafür sicher auch überzeugende Argumente, ja - ??
*

den nick habe ich seit knapp 10 jahren, von der spö erwarte ich mir seit jahren nichts mehr, vom 9. trennen mich ca. 25 gehminuten (durch eine gasse, in der wochentags nicht wenige tu, md, ko etc. stehen). das bettpickerl gibt's schon, das nennt sich miete, und die wird auch nicht weniger.

wenn Sie mir garantieren können, dass eine bundesweite verwaltungsreform kommt, wenn im 17. weiterhin wie bisher geparkt werden darf, revidiere ich aber gerne meine meinung zum pickerl.

In meiner Gasse und meinem Land

würde die Verwaltungsreform wesentlich rascher kommen, wenn nur ein Bruchteil der Parteienwerbung für dieses immens wichtige Thema aufgewandt würde.

Stattdessen versucht die Politik ständig, ihre Wähler durch Umverteilungsmaßnahmen zu korrumpieren - wo es doch unser eigenes Geld ist, das hier notorisch für Lenkungsmaßnahmen mißbraucht wird!
Daß ununterbrochen irgendetwas verteuert wird, um die Herde in eine andere Richtung zu treiben, ist grober staatspolitischer Unfug!
Man sollte vielmehr *eine* Steuer für *ein* funktionierendes Budget einheben, und dem Bürger maximale Freiheit gewährleisten...

Im übrigen will ich in meiner Gasse unbedingt von WUs, TUs und allen Ausländern des Planeten völlig kontroll- und gebührenfrei besucht werden!

*

kulturbürger und kleinbürger

beim auto wird der kulturbürger zum kleinbürger. das muss man im blick halten, wenn man sich über die politischen möglichkeiten gedanken macht, eine nachhaltige verkehrspolitik durchzusetzen. um von einer besitzindividualistischem moblitätskulltur - "mein auto gehört zu mir, wie der parkplatz vor der tür" - wegzukommen, wird es erforderlich sein, gegen die kleinbürger, auch mit kultiviertem hintergrund, in einen offenen disput einzutreten. gute argumente hierfür gibt es genügend. sie leuchten auch dem kleinbürgerlichsten hirn ein, wenn es nur lange genug damit konfrontiert wird. tatsächlich sind "parkpickeldebatten" im zeitalter von klimawandel und peak oil massiv ethnozentrisch: die männliche weisse mittelschicht kämpf um ihre privilegien!

selten habe ich im standard so einen blödsinn gelesen...

wie wärs mit etwas ganz simplen?
für parkplätze werden die REALEN kosten berechnet...diese sind übrigens deutlich höher als alle parkpickerl usw.

und wer trägt ihrer geschätzten meinung nach die realen kosten? hr. häupl/fr. vassi persönlich oder die nach wien pendelnden niederösterreicher - oder doch die wiener?

Stimmt nicht!

"Um 22 Uhr kann man vom Praterstern oder von Wien-Mitte aus höchstens noch nach Tulln oder Krems, vielleicht auch noch nach Mödling fahren. "
Fahrplan vom Praterstern - Auszug (wegen Zeichenlimit):
- 22:15 - Wr.Neustadt (hält u.a. in Mödling, Baden, ... ) - R 2371
- 22:20 Wolkersdorf S-Bahn
- 22:29 - Gänserndorf - S-Bahn
- 22:41 - Bernhardstal über Gänserndorf - R 2372
- 22:45 - Wr.Neustadt (hält in Baden) REX 1975
- 22:48 - S-Bahn nach Wr. Neustadt
- 22:59 - Gänserndorf - S-Bahn
- 23:20 -Wolkersdorf S-Bahn
- 23:29 - Gänserndorf - S-Bahn
- 23:45 - Peyerbach - R 2377
- 23:48 - Wr. Neustadt - S-Bahn
- 23:59 - Gänserndorf - S-Bahn
- 00:48 - Wr. Neustadt - S-Bahn
- 02:20 - Wolkersdorf S-Bahn

Parkplatz nur für Wiener...

...Parkbank sitzen nur für Weiße...wohin entwickelt sich der Mundl nur?

mfg

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