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Der im Klimaschutzgesetz verankerte "Nationale Klimaschutzbeirat" macht auch vor Österreichs heiligen Kühen nicht halt, zumindest mit dem Rechenstift. Da der Verkehr ungebremst zunimmt - und damit auch die Treibhausgase, ließ der Beirat berechnen, mit welchen Maßnahmen der Verkehr eingedämmt werden könnte.
Fazit der unter Verschluss gehaltenen Studie von Wirtschaftsforschungsinstitut, Wegener Center und Umweltbundesamt: Eine Erhöhung der Mineralölsteuer (MöSt) samt Einführung einer fahrleistungsabhängigen Maut für Personenkraftwagen würde zwar viel bringen - aber immer noch nicht genug, um die Zielwerte beim Treibhausgas CO2 (Kohlendioxid) zu erreichen.
Außerdem bewerten Experten solche Belastungen des autofahrenden Steuerzahlers als politisch äußerst heikel. Eine Erhöhung der MöSt um fünf Cent je Liter sowie eine Straßenmaut für Pkws - in der Studie wurden da zehn Cent je Kilometer angenommen - kämen in etwa einer Verdoppelung zu jetzigen Kosten gleich. "Ohne nennenswerte Rücknahme der Verkehrsleistung in Österreich wird es nicht gehen", sagt der Grazer Ökonom Stefan Schleicher.
Die Zahlen: 2010, dem Jahr mit den letzten verfügbaren Daten, betrugen die Verkehrsemissionen 22,5 Mio. Tonnen. Nach dem Kioto-Klimaschutzprotokoll waren aber nur 18,9 Mio. Tonnen CO2 im jährlichen Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 zulässig. Und ab nächstem Jahr wird Österreich im Rahmen der EU verpflichtet, diese Treibhausgasemissionen nochmals runterzuschrauben, und zwar um 16 Prozent gegenüber dem Wert von 2005.
Diese Ziele sind und bleiben in weiter Ferne. Laut Studie ist durch MöSt-Erhöhung in Kombination mit anderen verkehrsberuhigenden Maßnahmen (durchgerechnet wurden auch strenge Tempolimits auf 110 km/h) mit Einsparungen von rund drei Millionen Tonnen an Treibhausgasen im Jahr zu rechnen. Das ist nicht wenig, aber: "Das geht sich nie und nimmer aus", sagt Gerhard Heiligenbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.
Anpassungen notwendig
Überhaupt zeigt sich immer mehr, dass es für Österreich schwierig wird, auf den voll angefahrenen Klimaschutzzug zu springen. "Wir haben in der Vergangenheit zu wenig gemacht", gibt sogar Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) zu. In Zukunft werde es deshalb wichtig, auf die Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren. Laut der Klimatologin Helga Kromp-Kolb sind solche Klimawandel-Anpassungsstrategien für Österreich deshalb so wichtig, weil im Alpenraum und im trockenen Osten vermehrt mit Extremwetterereignissen zu rechnen ist.
Ein Expertengremium erarbeitet im Auftrag des Umweltministeriums derzeit, in welchen Bereichen es besonderen Anpassungsbedarf gibt. Der Bericht soll im Herbst an den Ministerrat gehen.
Klar ist, dass im Fremdenverkehr hohe Veränderungen anstehen. Alpinexperte Martin Gratz meint, dass der "Rohstoff Schnee" weniger wird, was den Wintertourismus in Bedrängnis bringt. Von mehr Beschneiungsanlagen hält er nichts; ebenso wenig davon, dass Skipisten immer weiter den Berg hinauf verlagert werden: "Es gibt Grenzen bei der Anpassung." Auch das Abdecken von Gletschern mit Netzen, damit sie weniger schnell abschmelzen, bezeichnet er als "Aktionismus". (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, 21./22.7.2012)
Zurückverweisung an den Ausschuss
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und die eingesparten Strafgelder in Förderung von Elektroautos stecken.Auf der ganzen Welt gibts es schon Förderungen für den Kauf von Elektroautos(von japan,China,Usa,GB,..bis Dänemark) nur in Deutschland und Österreich nicht ...die deutsche Automobillobby schlägt zu,weil sie die technologie ja gerade verschlafen.....
140km ist da halt nicht ganz die Hälfte der Strecke... und dann muss man noch dazu sagen, dass die E-Autos im Winter eine noch viel geringere Reichweite haben.
Als Zweitauto sind sie eventuell super. Als "Hauptauto" oder Einzelauto sind sie, sofern man tatsächlich plant auch etwas weiter zu fahren, nicht geeignet (und ohne eigene Garage mit Lademöglichkeit ist das auch eher weniger interessant).
Ich hab mir jetzt endgültig ein Auto zugelegt, weil mir das mit der Bahn aufs Land fahren so dermaßen auf den Sack gegangen ist, dass ich meine Eltern nur noch 2, ev. 3 mal im Jahr besucht hab (obwohl ich prinzipiell eigentlich gern öfters rausfahren würde)!
Was soll ich sagen - letzten Freitag bin ich das erste Mal mit dem Auto "heim" nach OÖ gefahren. Also so entspannt war das heimfahren mit der Bahn NIE. Und von der Fahrzeit her hab ich knapp die Hälfte gebraucht. (Ganz abgesehen davon, dass ich unterwegs einen Zwischenstopp bei anderen Bekannten einlegen konnte, die ich sonst auch Jahr und Tag ned seh!)
Und zu Hause dann muss ich mir keine Gedanken mehr machen, wie ich irgendwohin komm bzw. ob und wer mir ein Auto leiht...
20 ATS im Jahre 1980 wären im Jahr 2008 3 Euro gewesen.
Berechnet mit http://inflationsrechner.appspot.com/cpi?amoun... 80&y2=2008
Und ich nehme an ein derartiger Spritpreis würde auch heute den Individualverkehr stark reduzieren.
Schaffen von lokaler Versorgung, lokalen Arbeitsplätze, lokaler Infrastruktur. Das, was in den letzten 30 Jahren massiv zerstört wurde - und noch immer zerstört wird - wieder aufzubauen, ist die einzig richtige Antwort auf die Frage, wie man Massenverkehr eindämmen kann.
Sie haben recht, wenngleich ich einschraenken will, dass es nicht die einzige Antwort sein soll und kann.
Die Frage ist, wie wir das erreichen. Unsere Strukturen sind gerade durch den relativ billigen MIV gewachsen. Daher rechne ich damit, dass diese Strukturen auch wieder entstehen, wenn der MIV sich seinen Gesamtkosten entsprechend wieder verteuert - nicht von heute auf morgen, aber im Laufe von wenigen Jahrzehnten.
Ungewollt wurde mit dem Staufoto, das Kuhrücken im Vordergrund zeigt, ein wichtiger „Missetäter“ mit ins Bild genommen, der willentlich sonst immer ausgeblendet wird: Die Nutztierhaltung, insbesondere die Rinderhaltung, liefert genau so viel Treibhausgase wie der gesamte weltweite Autoverkehr.
Was das gleiche „Recht“, klimaschädigende Abgase zu produzieren, betrifft, bringt es der Spruch „Veganer dürfen Porsche fahren“ voll auf den Punkt.
Besser wäre es allerdings, die Photovoltaik massiv voran zu treiben. Denn eine wirklich nachhaltige Lösung kann nur heißen, mit dem Elektroauto fahren UND sich tierproduktfrei ernähren.
Sehr richtig. Viehwirtschaft hat (v.a. durch das entstehende Methan) einen ähnlichen Anteil am Treibhausgasausstoß wie die Industrie, und mehr als der Verkehr: http://www.thelancet.com/journals/... 2/abstract
Seltsam, dass das nicht mehr zur Sprache kommt.
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