Kärntens Landeschef Dörfler attackiert Schriftsteller Winkler

20. Juli 2012, 17:36
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Schriftsteller hatte Kärntens Politiker als "schamlos und räuberisch" bezeichnet

Klagenfurt - "Er soll seine literarischen Ergüsse über andere ausgießen." Unwirsch reagierte Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf den Schriftsteller Josef Winkler. Dieser hatte in einem STANDARD-Interview von "schamlosen und räuberischen" Politikern in Kärnten gesprochen und Dörfler Mitschuld am Tod eines Kindes gegeben, das auf einer Klagenfurter Baustelle von einem Lkw überfahren worden war. Die Arbeiter seien dort nicht wegen des Stadionbaus abgezogen worden, diese Darstellung sei falsch, sagt Dörfler. Es sei ein tragischer Unfall gewesen. "Winkler soll aufhören, durch seine literarische Verarbeitung des Kindstodes dessen Eltern immer wieder aufs Neue zu verletzen."

Zum Protest der Kärntner SPÖ, die eine Menschenkette mit über 1000 Personen um das Landhaus organisiert hatte, meinte Dörfler: "Politiker werden fürs Arbeiten bezahlt und nicht fürs Protestieren auf der Straße." (stein, DER STANDARD, 21.7.2012)

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