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Madrid/Valencia - Als erste spanische Region hat Valencia die Zentralregierung in Madrid um "Rettung" gebeten. Und das just an dem Tag, an dem die Eurozone die milliardenschweren Hilfen für die spanische Bankenbranche gebilligt hat. Die Regionalregierung des Konservativen Alberto Fabra (PP) bat Madrid am Freitag also offiziell um Mittel aus dem erst in der vergangenen Woche ins Leben gerufenen Liquiditätsfonds, um die 2012 angehäuften Schulden bezahlen zu können.
Die ebenfalls konservative Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte den 18 Mrd. Euro schweren Liquiditätsfonds eingerichtet, um in akute Finanznot geratene Regionen zu unterstützen. An die Kredithilfe sind harte finanz- und budgetpolitische Auflagen gebunden.
Valencia wird nach Erhalt der Finanzspritze ohne die ausdrückliche Zustimmung der Zentralregierung keine eigenen Anleihen mehr auflegen oder im Ausland Kredite aufnehmen können. Zudem wird die Region dem spanischen Finanzministerium periodisch präzise Haushaltspläne vorlegen müssen. Sollte die Region die sich nicht an die vereinbarten Bedingungen halten oder die Budgetdisziplin verletzten, droht ihr eine direkte Intervention der Zentralregierung, die sie zur Einhaltung der Kriterien zwingen kann.
Euro auf Sinkflug
Die Finanzmärkte reagierten am Freitag eher verschnupft auf die jüngsten Krisenmaßnahmen der Eurozone. Der Euro fiel zuletzt auf 1,2158 US-Dollar gehandelt. Auch die Börsen gingen mit einem mehr oder weniger fetten Minus ins Wochenende. "Dem Markt wird mehr und mehr bewusst, dass die bisherigen Maßnahmen und Ankündigungen der Politik keinen Ausweg aus der Eurokrise weisen", sagte Sebastian Sachs, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. Die Milliardenhilfen für Spaniens Banken wurden am Freitag zwar von den Euro-Finanzministern gebilligt. Laut Sachs ist es aber immer noch völlig unklar, ob die bisher vorgesehenen Summen tatsächlich ausreichen. Auch die auf dem letzten Euro-Gipfel besprochene Bankenunion sei bisher nur eine Ankündigung. "Die Umsetzung liegt noch in ferner Zukunft, und es ist noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt dazu kommt", sagte Sachs. "Mit Ankündigungen alleine kann man die Märkte nicht mehr überzeugen."
"Die Skepsis der Märkte hat sich auch in der Flucht aus den Anleihemärkten Italiens und Spaniens gezeigt", sagte Sachs. Die Risikoaufschläge für die Anleihen Spaniens kletterten auf neue Rekordstände. Der Hilfsantrag Valencias an die spanische Regierung hat dabei sicher auch nicht geholfen.
Aushängeschild - nicht mehr
Einst Aushängeschild des spanischen Wirtschaftsbooms ist die Mittelmeerregion Valencia in den vergangenen Jahren zum Symbol der Misswirtschaft, Korruption und der Krise geworden. Dank des Immobilienbooms verzeichnete Valencia mit das höchste Wirtschaftswachstums Spaniens. In der gleichnamigen Mittelmeermetropole wurde die weltweit bedeutendste Segelregatta, der America's Cup abgehalten und auch die Formel-1 kam in die Hafenstadt.
Doch ehemalige Prestigeprojekte wie der Bau des Flughafens in Castellón oder der architektonisch eindrucksvollen "Stadt der Künste und Wissenschaften" für 1,3 Mrd. Euro stellen sich im Zuge der Wirtschaftskrise mittlerweile als größenwahnsinnige, ruinöse Vorhaben heraus. Riesensummen an Steuergeldern wurden verprasst, eine weit verbreitete Korruption unter der Regionalregierung besorgte den Rest: Die Staatskassen sind leer und die Krise hält an.
Die Region ist praktisch pleite und zahlungsunfähig. Die Verbindlichkeiten der öffentlichen Hand liegen bereits bei 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die spanischen Medien bezeichnen Valencia immer öfter als das "spanische Griechenland". (APA, 21./22.7.2012)
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http://www.faz.net/aktuell/w... 27688.html
Der ESM existiert noch gar nicht.
Das wird ein heißer Herbst in Europa.
Dirk Müller, Handelsblattinterview November 2011:
"Ich wage keine Prognose, wann das so weit sein wird. Aber wir sind in der Endphase. Es wird – wie alle paar Jahrzehnte – zu dem kommen, was ich als ‚Reset’ bezeichne. Das kann innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre geschehen. Es kann sein, dass wir noch zehn Jahre so weitermachen – was ich allerdings nicht glaube." (Zitat auf S.2)
http://www.handelsblatt.com/finanzen/... 48778.html
wir haben etwas über 70% staatsschulden, deutschland um die 80%, der rest der länder in europa befindet sich auch irgendwo zwischen 60-80%, weltweit schaut es noch viel schlimmer aus.
wir bauen, finanzieren und halten die staatssystem aufrecht die jeglichem besitz und geld überhaupt geltung verschaffen.
und obwohl allgemein bekannt ist dass es nur ein paar prozent sind die uns seit jahrzehnten mit einem total irren geld- und finanzsystem abschmarotzen und wirklich gar nichts positives zur gesellschaft beitragen und wir alle wissen dass wir genausowenig wie irgendein anderer staat weltweit unsere schulden abtragen können buckeln wir nach oben und treten weiterhin nach unten.
wir verdienen den darwin-preis, echt...
Die weltweiten Bilanzschulden belaufen sich nach Schätzungen auf 1,5 Trillionen $. Davon sind ca. 1 Trillion $ Derivate.
Das Welt BIP beträgt ca. 50 Billionen $.
D.h. das Weltfinanzsystem läuft aktuell mit einem Hebel von ca. 30.
Das kann ganz sicher nicht mehr zurückgeführt werden. Schon gar nicht in einer Demokratie!
vier/fünf prozent rendite/zins annehmen, wär das ca. das weltbip.
das wars. wer soll jährlich das weltbip als rendite erwirschaften?
soviel "gegenrechnen, verlieren" und abschreiben kann man gar nicht.
das "virtuelle" geld vermehrt sich wie krebs, selbst wenn wir mal 20 billionen abschreiben müssen .... und bald ist wohl der zeitpunkt dafür, dann ist wieder das was wert, was immer wert hatte: edelmetalle, rohstoffe, land und waffen.
http://www.financialsense.com/sites/def... -top10.jpg
Warum Spaniens Schulden so viel schlechter bewertet werden als Deutschlands Schulden, ist eigentlich nicht ganz verständlich.
Hier profitiert Deutschland massiv von spekulativen Markteinschätzungen.
der mensch ist einfach unglaublich blöd. schlimm ist nur dass wir in unserer Blödheit gefangen sind und auch noch glauben es würde sich was zum positiven ändern wenn wir so weitermachen.
Alle Länder sind de facto bankrott oder hat irgendwer mal einleuchtend erklärt wie die Welt 40 Billionen Staatsschulden zurückzahlen will ohne ganze Länder zu schrotten?????
Aber der neoliberale Turbokapitalismus macht uns ja alle reich ;-) zumindest die paar % weltweit!
nur das bip ist nicht mehr als eine theoretische steuerbasis. da könnens das vermögen auch herhenhmen, da kommt der staat auch nie ran.
die verschuldung des staates müsste vom staatsbudget her gerechnet werden.
aber dann wär sense, mit einer schuld vom dreifachen jahresbudget - nach offizieller rechnung. aber der staat braucht nicht kalkulieren und rechnen wie ein privater.
denn ein privater kann seine schulden auch nicht vererben auf die nächsten generationen.
...besonders, da Einkünfte aus totem Kapital (Grund & Boden in Form von Miete und Pacht und Finanzkapitalertrag) dauernd stiegen, während heimische Unternehmer, die meistens sozial gerecht agierten, Einbußen hatten und so die Reallöhne sinken. Aber teilweise liegt das Problem intern, ich kenne viele zu Wohlstand gekommene Bürger und die investieren ihre 1/2-5 Millionen € halt lieber in Wachstumsmärkte, damit sie möglichst hohen Kapitalertrag haben. Das sowas der heimischen Wirtschaft nichts nützt, sondern in manchen Branchen sogar direkt schadet ist ihnen oft wirklich nicht klar! Sie denken da real, dort Monopoly oder DKD. Außerdem ist die Steuer auf Arbeit/Unternehmen extrem hoch und das Pensionssystem wird nur zaghaft reformiert.
bei uns in dutschland geht das ganz einfach. die nordländer schmeissen das geld bei fenster raus (besonders berlin) und die südländer zahlen ihnen das. auch in deutschland muss kein land sparen, solange andere da sind und das finanzieren und die berliner dürften die letzten sein die sich über griechische oder spanische hilfe aufregen, machen sie es doch genau so.
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