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Wien - Neckermann will kommenden Dienstag die Karten auf den Tisch legen. Österreichs Betriebsräte sollen über das Schicksal des Versandhändlers informiert werden. Nach der Insolvenz der deutschen Mutter stehen auch in Graz 300 Jobs auf dem Spiel. Dass diese zu retten sind, wird im Konzern wie im Marktumfeld bezweifelt.
Am Freitag teilte der Vorstand in Österreich den Lieferanten per Brief, der dem Standard vorliegt, mit, dass "die Unternehmensführung bis auf weiteres auf Insolvenzgestion" umgestellt wird. Das heißt für die Gläubiger, "dass Verbindlichkeiten zumindest vorläufig nicht mehr bedient werden".
Um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, würden die Geschäfte nun Zug um Zug abgewickelt oder bei neuen Bestellungen Eigentumsvorbehalte vereinbart. In anderen Worten: Neckermann Österreich agiert so, als wäre das Unternehmen schon zahlungsunfähig. Ware gibt nur gegen Bares, Schulden werden nicht beglichen und keine neuen gemacht.
Anschlusskonkurs
Konzernkenner rechnen mit einem formalen Anschlusskonkurs innerhalb der nächsten zwei bis sechs Wochen - der rascher passieren werde als einst beim Mitbewerber Quelle. Die Abhängigkeit von Deutschland sei immens. Österreich komme seit Jahren nicht aus der Verlustzone, die Umsätze seien allein heuer um 25 Prozent gesunken. Neckermann selbst will über das Wochenende noch mögliche Optionen prüfen, bis dahin gebe es keine Stellungnahme.
In Blütezeiten rund um die Jahrtausendwende setzte der Versender hierzulande inklusive seines Osteuropa-Geschäfts 200 Millionen Euro um, bei Gewinnen von zehn Millionen. Doch der Sprung ins Internet kam zu spät. Bei Textilien geriet man angesichts stationärer Billigkonkurrenz ins Hintertreffen. Die Bestellsysteme gelten als überaltert. Das defizitäre Ostgeschäft wurde 2011 aufgelassen. Heuer zeichnen sich Umsätze von weniger als 70 Millionen Euro ab.
Von den betroffenen 300 Mitarbeitern arbeiten 100 in der Logistik. Viele unter ihnen sind langgediente gering qualifizierte Hilfskräfte. Es könne schwierig werden, diese auf dem Grazer Arbeitsmarkt unterzubringen, warnt ein AMS-Sprecher. Die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich sei heuer zum Teil um 14 Prozent gestiegen.
In der Gewerkschaft wird hinter den Kulissen bereits über eine Insolvenzstiftung gesprochen. Diese ließe sich eventuell mit einer Stiftung für steirische Schlecker-Beschäftigte zusammenlegen.
Für Kunden bleiben im Fall der Insolvenz Bestellungen und Verträge aufrecht. Etwaige Geldforderungen oder Mängel gehören beim Masseverwalter angemeldet. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 21./22.7.2012)
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http://www.ftd.de/unternehm... 65134.html
amerikanische investoren...tsss...wenn amerikaner in deutschen unternehmen investieren, muessten sie halt die arbeitsgesetze kennen. abgesehen davon, dass das unternehmen eben marode ist und leider diese branche ausstirbt, aber die mitarbeiter, ja das unternehmen ist denen doch voellig wurscht. die wollen ihre kohle jetzt raus haben und lassen das ding dann halt lieber pleite gehen, wenn sie mit ihrer fiesen tour nicht durchkommen. schaun wir mal, was bei opel noch kommt....
Sun Capital Partners sollte sich mal bei der Metro einkaufen in zwei Jahren dürfte dieses Unternehmen dann platt sein.
das tollste ist ja das die für eine Übernahme nie eigenes Geld reinstecken sondern sich von den zu übernehmenden Firmen nehmen bzw. von deren Gläubigern.
Na das wird ja gut funktionieren ...
Der Kunde bestellt dann in Zukunft gegen Vorkasse, bekommt die Ware nicht geliefert weil ausverkauft, oder kein Geld zur Beschaffung da, bekommt das Geld aber nicht retouniert, da durch laufendes Insolvenz/Konkursverfahren Teil der Masse und darf seine Forderung bezüglich der nicht gelieferten Ware beim Masserverwalter anmelden, wobei die Anmeldung dann vermutlich fünfmal so viel kostet, wie die Rückzahlung aufgrund der Quote mit der zu rechnen ist.
Und mit diesem genialen Konzept wollen sie darauf hoffen, dass die Leute noch was bestellen und das Geschäft noch aufrechterhalten werden kann?
.. wir waren immer zufrieden - eigentlich schon seit Kastner & Öhler Zeiten. Bestellt haben wir vor allem Kleidung, Lieferung kam eigentlich immer pünktlich und vor allem saßen dort noch "Menschen" mit Namen, d. h. dort gab es noch personalisierte E-Mail-Adressen und Mitarbeiter die schon ewig dort waren.
Neckermann war 1933 der Reiterstaffel der SA beigetreten
http://de.wikipedia.org/wiki/Jose... Neckermann
.. für die Kids haben wir die Kinderkleidung geschätzt (wie auch bei Quelle seinerzeit) - viele Multipacks mit guter Qualität zu einem vernünftigen Preis. Und probieren, dann wenn die Kids dafür aufgelegt waren und nicht die Quängelei & Tränen beim Großeinkauf am Samstag wo in den Geschäften Eltern regelmäßig die Nerven wegschmeißen wenn sie die Kids für den Sommer oder Winter ausrüsten.
... immerhin sind viele Produkte überteuert, die Auswahl ist schlecht, oft Ware geringer Qualität (Eigenmarken), Bestellungen oft umständlich, kaum Innovationen und die hohe Versandpauschale von über 5 Euro tut ihr Übriges.
Leid tut es mir natürlich um die Angestellten.
... wenn man im Internet bei verschiedenste Anbieter Waren kauft, die leicht um 200% teurer sein können. Das TEUER EINKAUFEN trifft auch auf den Internethandel zu, wo man etwa ein Laptop um ca 50 Euro teurer kauft.Ich habe aber auch schon mal ein LAPTOP um 30% billiger bestellt. Der Versand hat 10 Euro gekostet. Das war es aber auch wert weil es war noch günstiger als alle Aufwände für eine Selbstabholung. Versandkosten erscheinen oft als Sündenböcke. Sie sind aber für den Einkäufer oft wirtschaftlicher als man glaubt. Wer über 10 Jahre im Internet bestellt wird eines Tages auch den Katalog zu schätzen wissen.
es war wohl ehr die böse Heuschrecke aus den USA die den Konzern ausgetrocknet hat.
es ist ja nicht die erste Firma die Sun Capital Partners platt gemacht hat.
Die Mutter aller "Heuschrecken", wie Frank Müntefering diese Fa. mal genannt hatte.
es war nur eine Frage der Zeit bzw. bis das Geld alle war.
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