Meinl Bank wendet sich an Menschenrechtsgerichtshof

20. Juli 2012, 15:01
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Wien - Die bereits seit langem über angeblich unfaire Behandlung durch die Justiz in Österreich klagende Meinl Bank will sich nun an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wenden. Die europäische Institution werde mit einer Beschwerde angerufen, weil Julius Meinl und die Meinl Bank in Österreich kein faires Verfahren bekämen, sagte der Sprecher der Meinl Bank am Freitag.

Details werden von Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl bei einer Pressekonferenz nächsten Mittwoch bekanntgegeben. Auch Rechtsanwalt Gerald Ganzger von der Kanzlei Lansky-Ganzger wird teilnehmen. Ganzger war bisher in der Causa Meinl als Vertreter enttäuschter Anleger aufgetreten. Auf APA-Anfrage war Ganzger Freitagnachmittag nicht erreichbar.

Seit langem moniert die Meinl Bank, dass das Ermittlungsverfahren rund um die Meinl European Land (MEL) zu lange dauere und die strafrechtlichen Vorwürfe völlig unbegründet seien. Gefordert wird auch, dass die 100 Mio. Euro Kaution, gegen die der Banker Julius Meinl aus einer kurzen Untersuchungshaft im April 2009 freigelassen worden war, von der Justiz zurückerstattet werden sollen. (APA, 20.7.2012)

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