Mattersburg will nicht Wr. Neustadt sein

20. Juli 2012, 15:17
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SVM-Trainer Franz Lederer geht in seine neunte Saison als Trainer: "Spieler wollen zeigen, dass sie mehr als Platz zehn, neun oder acht draufhaben"

Mattersburg - Franz Lederer ist bereits seit 18. November 2004 Cheftrainer des SV Mattersburg. Mit dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Wiener Neustadt startet das SVM-Urgestein in die neunte Saison in der heimischen Fußball-Bundesliga. "Eine gewisse Nervosität ist aber immer da", gestand Lederer, der nicht nur dienstältester, sondern mit 48 Jahren aktuell auch ältester Coach im Oberhaus ist.

Für die neue Meisterschaft ist Lederer überaus optimistisch und vollauf überzeugt, dass der SVM mit der richtigen Mischung aus Jugend und Routine ins Rennen geht. "Die Mannschaft in sich hat eine super Mentalität. Sie ist wieder ein Jahr reifer geworden und hat den richtigen Biss." Lederer spürt "diese gewisse Unzufriedenheit", und deutet dies sehr positiv.

Patrick Bürger heißt die pannonische Gefahr

Die gefährlichste burgenländische Offensivwaffe der vergangenen Saison war Patrick Bürger. Dass der mittlerweile zum ÖFB-Teamkicker aufgestiegene Angreifer noch immer in Mattersburg spielt, freut Lederer natürlich, überrascht ihn aber auch. "Es lag eigentlich auf der Hand, dass ihn sich ein größerer Verein schnappt. Aber es ist gut für ihn, dass er noch eine Saison bleibt, dann kann er als fertiger Mann Mattersburg verlassen." Offen ist noch, ob Lederer die zuletzt angeschlagen gewesenen Ilco Naumoski (Zehenverletzung) und Florin Lovin (Bänderdehnung) in der Startelf aufbieten wird.

Im krassen Gegensatz zu Lederer gibt Heimo Pfeifenberger sein Trainerdebüt in der höchsten heimischen Spielklasse. "Das ist eine Riesenchance für mich", weiß Pfeifenberger, dass er durch Erfolge mit den Niederösterreichern in der österreichischen Trainerelite Fuß fassen könnte. Obwohl bei Wiener Neustadt in den vergangenen Monaten ein reges Kommen und Gehen herrschte, glaubt Pfeifenberger, dass seine Truppe bereit für den Auftakt ist. "Wir werden versuchen, Akzente zu setzen. Unser Kader ist offensiv ausgerichtet. Aber wir dürfen keine Angst zeigen, sonst können wir nicht bestehen", sagte der 40-fache ÖFB-Teamstürmer.

Der wenig überzeugende Cup-Auftritt gegen den Vorarlberger Viertligisten Wolfurt (4:2 nach Verlängerung) könnte als weiteres Indiz gewertet werden, dass die Wiener Neustädter diesmal Probleme im Kampf um den Klassenerhalt bekommen könnten. Pfeifenberger sieht die Lage anders: "Das war ein wichtiger Test und im Endeffekt auch ein wichtiges Erfolgserlebnis." Die "alte" Wiener Neustädter Mannschaft hatte im Saisonfinish lange kein solches Erfolgserlebnis zu feiern gehabt, nach einem 1:0 am 10. März in Graz gegen Sturm hat man bis zum Ligaende 13 Runden in Serie nicht gewonnen. (APA, 20.7.2012)

SV Mattersburg - SC Wiener Neustadt (Samstag, 18.30 Uhr/live Sky, Mattersburg, Pappelstadion, SR Krassnitzer). Saison-Ergebnisse 2011/12: 1:2 (h), 2:1 (a), 0:1 (h), 0:0 (a)

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Rodler, Mravac - Höller, Seidl, Lovin/Prietl, Potzmann - Bürger, Naumoski/Gartner

Ersatz: Böcskör - Rath, Mörz, Röcher, Hawlik, Erhardt, Doleschal, Enguelle, Spuller, Sprangler, Klemen

Fraglich: Naumoski (Zehenverletzung), Lovin (Bänderdehnung)

Es fehlen: Pöllhuber, Domoraud, Steiner (alle verletzt)

Wiener Neustadt: Siebenhandl - M. Berger, Maak, Kral, Lenko - Hlinka, D. Wolf, Rakowitz, Pollhammer - Tadic, Friesenbichler

Ersatz: Vollnhofer - Offenbacher, Freitag, Fröschl, Besenlehner, Imamoglu, Hofbauer

Es fehlt: Mimm (gesperrt)

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