GNOME 3.6: Radikaler Umbau für den File Manager

  • Der Dateimanager Nautilus (der nun offiziell nur mehr als "Files" geführt wird) präsentiert sich in GNOME 3.5.4 signifikant verändert.
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    screenshot: andreas proschofsky

    Der Dateimanager Nautilus (der nun offiziell nur mehr als "Files" geführt wird) präsentiert sich in GNOME 3.5.4 signifikant verändert.

  • Bei der Darstellung von "modalen" Dialogen wird die zugehörig Anwendung im Hintergrund leicht desaturiert und abgedunkelt dargestellt.
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    screenshot: andreas proschofsky

    Bei der Darstellung von "modalen" Dialogen wird die zugehörig Anwendung im Hintergrund leicht desaturiert und abgedunkelt dargestellt.

Weiter überarbeitetes Design und frische Funktionen - "Just type"-Suche und "Recent Files"-Ansicht

Nur zwei Wochen nach der letzten Testversion gibt es nun ein neues Update für den Linux-Desktop GNOME, das trotz der kurzen Entwicklungszeit wieder mit einigen signifikanten Neuerungen aufwarten kann. So schreiten vor allem die Umbauten am File Manager "Nautilus" eifrig voran.

Redesign

Primäres Ziel war es der Software ein neues Design im GNOME3-Stil zu verpassen, womit unter anderem das Entfernen der Menüzeile und dessen Ersatz durch einen Menüknopf einhergeht - wie bereits berichtet wurde. Anwendungsweite Menüpunkte sind zudem  in das GNOME3-App-Menü gewandert. In GNOME 3.5.4 hat man diesen Look noch mal weiter verfeinert, so werden nun etwa symbolische Icons für den Sidebar verwendet, in der Listensansicht wurde außerdem die Default-Icon-Größe erhöht.

Suche

Dazu kommen aber auch noch zwei neue Funktionen: So gibt es nun eine "Just type"-Suche, ist der Dateimanager im Vordergrund wird also automatisch das Suchfeld geöffnet und eine entsprechend eingeschränkte Dateiauswahl präsentiert. Ebenfalls neu ist eine Ansicht der zuletzt benutzen Dateien, die jetzt über den Sidebar erreicht werden kann. Eine entsprechende Funktion gab es schon bislang im Dateiauswahldialog von GTK+, insofern passt man hier die Konzepte also an.

Modal

Weitere Neuerungen von GNOME 3.5.4: Der grafische Stil von "modalen" Dialogen (üblicherweise "About" oder auch der Dateiauswahldialog) wurde verändert. Anstatt an den Fensterrahmen "geklebt" zu sein, werden diese nun in der Mitte des Bildschirms eingeblendet, der Hintergrund mit leicht reduzierter Farbsättigung dargestellt. Die Systemeinstellungen unterstützen jetzt Ibus für Eingabegeräte, die zur Verfügung gestellten Optionen in den Druckeinstellungen wurden deutlich erweitert. Und die Nutzung aktueller Versionen von Systemd ermöglicht es, dass der Desktop während kritischen Aufgaben das Ausschalten oder den Wechsel in den Suspend verweigert.

GUADEC

Der Zeitpunkt der jetzigen Veröffentlichung war nicht zuletzt von einem wichtigen Ereignis für die GNOME-Community vorgegeben: Ab Donnerstag findet nämlich im spanischen A Coruña die jährliche GUADEC-Konferenz statt, zu der hunderte EntwicklerInnen in den nordspanischen Ort reisen werden. Dort sollen dann die letzten neuen Features für GNOME 3.6 finalisiert werden - hier stehen etwa noch ein neuer Lock Screen und das Redesign des Benachrichtigungsbereichs an - und auch gleich die weitere Zukunft geplant werden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 23.07.12)

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