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Wien - Die MTH-Gruppe um den österreichischen Industriellen und Ex-Politiker Josef Taus will nur einen Bruchteil der rund 900 Schlecker-Filialen in Österreich übernehmen. "Wir sind an 100 Filialen interessiert", sagte Taus am Freitag. Eine Insolvenz von Schlecker-Österreich würde eine Abwicklung erleichtern, betonte er. Mit einer Insolvenz würden nach österreichischem Recht die Arbeitsverträge aufgehoben. Dann müsste der neue Eigentümer nicht die Abfertigungsansprüche der Mitarbeiter übernehmen.
Die MTH-Gruppe hat dem deutschem Insolvenzverwalter, Arndt Geiwitz, noch kein konkretes Angebot gemacht. Wenn es grünes Licht gibt, dann "reden wir über den Preis", sagte Taus. Er wolle das Personal zumindest teilweise weiter beschäftigten. Die Entscheidung über die wirtschaftliche Zukunft liege aber beim Insolvenzverwalter. Dieser hatte kürzlich angekündigt, eine Entscheidung über Schlecker-Österreich noch bis Ende Juli zu treffen.
300 Filialen sollen schließen
Der Linzer Finanzinvestor Recap um Anton Stumpf hat hingegen dem deutschen Insolvenzverwalter bereits ein Konzept abgeliefert. Nach einer "strukturierten Insolvenz" sollen rund 300 der 900 Schlecker-Filialen - vor allem in der Stadt - geschlossen werden. Damit würden rund ein Drittel der rund 3.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren.
In Deutschland hatte sich die MTH-Gruppe gestern bereits bis zu 109 IhrPlatz-Filialen, der Tochtergesellschaft der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker gesichert. "Der Vertrag wird voraussichtlich noch heute unterschrieben", sagte Taus. Nach der Unterzeichnung werde es eine Mitteilung des deutschen Insolvenzverwalters geben. Die Filialen würden "ganz schnell" in den MTH-Haushaltsdiscounter Mäc Geiz integriert. Die Filialen würden sich zum Großteil in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen befinden. Zum Kaufpreis wollte sich Taus nicht äußern.
Der deutsche Drogerie-Filialist Rossmann hatte sich bereits zuvor auf die Übernahme von anderen rund 100 IhrPlatz-Filialen geeinigt. Damit ist noch die Zukunft von rund 300 IhrPlatz-Filialen der Schlecker-Tochter ungewiss. Interesse haben aber der Woolworth-Mutterkonzern, dm und NKD gezeigt. (APA, 20.7.2012)
Firmengründer Anton Schlecker haftet mit seinem Privatvermögen für die Pleite. Die Familie soll sich kooperativ verhalten
Sicherheiten gingen an Unternehmensgruppe Schwarz
Komplette Ladenausstattungen, Gabelstapler und weiteres Anlagevermögen wird in Deutschland versteigert
Dass Schlecker gelingt, woran Adeg, Zielpunkt und andere kleine Kaufleute scheiterten, ist zu bezweifeln
das bedeutet wohl langsam aber sicher das definitive ende der vielen schlecker fialen, speziell jener im ländlichen bereich. schade auch für jene kleineren geschäfte (meist trafiken?) welche sich das gebäude mit schlecker zusammen teilen und von der kundenfrequenz mitprofitiert haben.
bin gespannt ob der schlecker in meiner gemeinde (4000 einwohner) bleibt oder schliessen wird.
hier teilt sich schlecker sein dasein mit einen billa + penny.
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