Kopfschuss mit Schrotflinte: Wiener lebte tagelang neben Leiche

20. Juli 2012, 12:24

45-Jähriger soll in Ottakring Bekannten erschossen haben

Wien - Ein 45-Jähriger soll in einer Wohnung in Wien-Ottakring einen um zwei Jahre älteren Mann mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen und tagelang neben der Leiche gelebt haben. Ein entsprechender Bericht der Tageszeitung "Österreich" (Freitagausgabe) wurde von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Der mutmaßliche Täter sei am Mittwoch festgenommen, worden, sagte Behördensprecher Thomas Vecsey am Freitag.

Bereits am 6. Juli hat sich der tödliche Vorfall ereignet. Nach diesem soll der aus dem Drogenmilieu stammende Mann neben der in Decken eingewickelten Leiche in der Wohnung in der Arltgasse gelebt haben. Erst nach mehr als einer Woche vertraute er sich seinem Sozialarbeiter an, der daraufhin die Polizei informierte. Ob ein Mord oder ein Unfall vorliegt, war zunächst noch nicht bekannt. Der 47-Jährige befindet sich aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands unter Bewachung in einem Wiener Spital, gegen ihn wird wegen Mordverdachts ermittelt. (APA, 20.7.2012)

Ich hätt ja gerne die Reaktion vom Sozialarbeiter gesehen.

http://www.youtube.com/watch?v=nLz_W-0MKPc

Demnach wären beide tot - oder keiner

andererseits...

...könnte es durchaus sein, dass es bei einem seit zwei Wochen unbehandelten, tödlichen Kopfschuss mit dem Gesundheitszustand nicht mehr zum Besten bestellt sein muss, sodass ein Spitalsaufenthalt indiziert war. Dass dann gegen einen auch noch wegen Mord ermittelt wird, macht's auch nicht besser...

APA macht's möglich!

ich habs auch grad

gesehen. ;-)

Wenn die beiden Artikel heute über im Drogenmilieu

lebende Subjekte keine Warnung ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Ich habe heute früh meine Meinung um 180 Grad gewendet.

Erschien mir bisher das Leben am Karlsplatz oder in einer U-bahn Garnitur glamourös und verheissungsvoll und klangen die Begriffe "Substi" "Hepta" "kappa" "mundi" sowie "braunes" und "weisses" als Ausdrücke aus einem schimmernden und wunderbaren Dasein. Habe ich die Menschen am Karlsplatz ob ihrer eleganten Blässe und grazilen Figur bewundert. Heute hat sich damit alles geändert

Stimmt.

Der Artikel hier hat mir die Augen geöffnet und ich werde jetzt doch nicht drogenabhängig.

Der arme Mann hatte da leider nicht die Wahl, nachdem er ja laut APA schon aus dem Milieu stammt ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.