Spanien wird zum Pulverfass

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foto: ap/kudacki

Spanien hatte am 25. Juni offiziell Hilfe aus dem Eurorettungsfonds EFSF für seine angeschlagenen Banken beantragt. Am Freitag wird das Hilfspaket endgültig absegnet. Im Gegenzug muss Spanien einschneidende Sparmaßnahmen umsetzen. Maßnahmen mit denen die spanischen Bürger und Bürgerinnen vielfach nicht einverstanden sind.

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Jetzt wird verständlich, warum in der EU den letzten Jahren das Aufbauen einer Bürgerüberwachungsmaschinerie absoluten Vorrang hatte

und alles Budget für diesen antidemokratischen Moloch geopfert wurde.

Die eigentlichen Probleme wird man dadurch aber in kiener Weise in den Griff bekommen.

Man kann den Menschen nicht endlos verarschen und zum Kommerzvieh degradieren.

na freilich ham's das problem nicht erkannt, wenn "die krise" dazu genutzt wird, den sozialstaat weiter einzuschießen, und die im staat fehlende kohle stattdessen banken und co... in den rachen wirft...
allerdings sind auch in erster linie parteien am werk, die auch bisher schon neoliberalen kapitalismus propagiert haben... wird ein bisserl schwierig jetzt zu sagen: hoppla, da lag ma wohl doch a bisserl gar daneben...
orientierungswechsel!

Das Problem...

... ist nicht die Krise des Kapitalismus, sondern der Kapitalismus selbst.

Die Krise ist seine Natur.

es gibt keinen Kapitalismus in Europa!
Und das ist die Krise.

weder noch - das problem ist die dummheit der korrupten politiker,

die nicht verstehen, daß auch ein staat nicht ewig schulden machen kann. die bürokratie wuchert wie ein krebsgeschwür und, wenn die gschwulst zu groß wird, dann heißt es exitus.

Spanien ist nicht Griechenland

Trotz aller Strukturprobleme, hoher Arbeitslosigkeit, grotesk überbewerteter Immobilien und maroder Banken darf man nicht vergessen, dass Spanien im Vergleich zu Griechenland ganz andere Voraussetzungen hat. Im Gegensatz zu den Hellenen ist der spanische Staat viel geringer verschuldet. Er leidet unter keinem Primärdefizit. Das Land verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, einen relevanten Industriesektor, zahlreiche High-Tech-Unternehmen und ist führend bei erneuerbaren Energien. Es besteht Grund zu der Annahme, dass von allen südeuropäischen Ländern am ehesten Spanien gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.

der unterschied zwischen spanien und griechenland

ist wie zwischen 10 mal tot und 100 mal tot.

"dass von allen südeuropäischen Ländern am ehesten Spanien gestärkt aus der Krise hervorgehen wird."

köstlicher, unfreiwilliger humor.

Der spanische Staat WAR gering verschuldet

Durch die laufenden Bankrettungen hat sich der spanische Staat massiv verschuldet und übernimmt die Schulden der privaten Schuldner - statt diese insolvenzen Schuldner, Spekulanten und auch Banken über geordnete Insolvenzverfahren wirtschaftlich zu liquidieren.

Ob das nun "Primärdefizit" oder "Sekundärdefizit" oder "1-2-3-Defizit" heisst, ist belanglos. Das sind alles nur Taschenspielertricks der Methode "Bad-Bank" (=Ausgliederungen) um scheinbar die Schulden klein zu rechnen. Die gesamte Schuldenlast ist durch die Bankenrettungen nicht klein sondern riesig und steigt weiter massiv (exponentiell) an.

In Island ließ man die Banken pleite gehen. Warum nicht auch bei uns?

http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21935

weil unsere politiker mehr in denn machenschaften beteiligt sind die Bürger zu enteignen, als die Isländischen Politiker ! :)

Ma sollt aber schon so ehrlich sein und dazu sagen, dass in Island die (ausländischen) Sparer nicht entschädigt wurden. Island war ne Mini-Insel mit einem durch ausländische Anleger aufgeblähtem Bankensektor. Ich vermute mal, dass in der Eurozone der Grossteil der Anleger doch aus dem Euroraum kommen. Also bleibt dann nur, dass die dann erst durch den Staat entschädigt werden (kostet auch Geld, die Folgewirkungen nicht eingerechnet) - oder eben auch umfallen.

Ich schätze mal, da liegt auch der Unterschied. Aber da in der EU der jeweilige Staat auch für die Einlagen gehaftet hat (zumindest in Deutschland und Österreich), hätte man für die Einlagen der Sparer doch auch in diesem Fall haften können, oder nicht? Soweit ich mich erinnern kann, gab es allerdings eine Obergrenze von einigen zig-tausend.

es würde sich herausstellen,

daß weder der staat noch die einlagensicherung so viel geld hätte. genau das will man den bürgern nicht sagen. eher früher als später wird die wahrheit ans tageslicht kommen, aber die politiker hoffen eben auf ein wunder. der usa geht es bereits seit ende des viertnam kriegs wirtschaftlich nie mehr so gut wie vorher. nicht zufällig wurde die bindung des dollars an gold gelöst um beliebig viele dollars drucken zu können. in deutschland gab es schon vor dem zusammenbruch des ostblocks kurzarbeit. danach hat man noch einmal für fast 20 jahre einen boom auf schulden erzeugt, aber jetzt heißt es "game over".

gute

Frage

Das konservative Miststück,

das offenbar jeden Bezug zur Realität verloren hat und die Millionen von Arbeitslosen noch beschimpft und verhöhnt, wird eines Tages auch noch seine gerechte Strafe erhalten. Hoffentlich!

Ist nicht der selbe - mein Fehler.

...sollen sie doch Kuchen essen !

beim material für die kampftruppen des kapitals wird offensichtlich nicht gespart.
die sind gut vorbereitet.

aber beim militär gärt es schon.

Wenn das in China oder Ägypten stattfinden würde dann gäbs 24h liveschaltungen...

Aber mitten in Europa? Ist das alles kein Problem... Wir erklären ja der ganzen Welt wie Demokratie funktioniert...

Gehts der Wirtschaft (den Banken) gut, gehts den Menschen gut...

http://www.youtube.com/watch?fea... b7C7p88c#!

Ein wahrer Traum von einem Europa.

Danke Grüne. Hätten die Grünen den ESM nicht unterschrieben, würde kein Geld in Spanien versickern.

Ich wähle die Grünen nie mehr.

...die grünen..

...konnte man auch schon vorher nicht wählen, wenn man nicht blind mit dem bild der welteverbesserer vor sich herum rennt... grüne stehen eigentlich für irrationale politik, steigende benzinpreise und zusammenbruch der wirtschaft...grüne... van der bellen... ist mir schlecht

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