Shuttleworth: Ubuntu-Desktop mittlerweile besser als jener von Apple

  • Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.
    foto: canonical

    Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.

2013 fünf Prozent aller Rechner mit Ubuntu - Dell Ultrabook mit Linux kommt - Ubuntu 12.10 mit Web-App-Support

Schon in der Vergangenheit hat Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth nicht davor zurückgeschreckt, der eigenen Distribution sehr hohe Ziele zu setzen. Meist sprach der Software-Milliardär dabei allerdings über die weitere Zukunft, im Rahmen einer Keynote auf der OSCON gab er sich nun etwas konkreter: Bereits kommendes Jahr sollen weltweit fünf Prozent aller neu ausgelieferten Rechner mit Ubuntu laufen, so Shuttleworth laut Internetnews.

Hoffnungen

Konkrete Details, wie das gelingen soll, nannte der ehemalige Canonical-CEO dabei nicht, erwähnte aber, dass er vor allem auf wachsende Märkte wie China und Indien setze. Aber auch in westlichen Ländern soll sich die diesbezügliche Situation bald wieder verbessern, so hat Dell nun verkündet, einen neuen Linux-Versuch zu wagen. Ab Herbst soll es eine Variante des Ultabooks XPS 13 mit vorinstalliertem Ubuntu 12.04 LTS geben. Allerdings will man sich damit einmal mehr vor allem an EntwicklerInnen wenden und nicht an die breite Masse.

Einschätzung

Shuttleworth erläuterte in seiner Keynote zudem, warum er so vom eigenen Erfolg überzeugt ist: Nach all den Umbauten der vergangenen Jahre sei der Ubuntu-Desktop mittlerweile besser als jener von Apple. Dieser Umstand zeige auch, wie wichtig es manchmal sei, die eigene Vision gegen alle Widerstände durchzusetzen, so Shuttleworth in Anspielung auf die massive Kritik, die der Wechsel auf Unity Canonical anfänglich eingebracht hat.

Web-Apps

Der Ubuntu-Gründer nutzte seinen Auftritt zudem, um ein neues Feature für Ubuntu zu verkünden: Künftig soll die Distribution Web-Apps direkt in den Desktop integrieren. Dies übrigens nicht erst ab dem kommenden Ubuntu 12.10, der entsprechende Support soll auch per Update für das aktuelle Ubuntu 12.04 nachgeliefert werden.

Plug-in

Abgewickelt wird der Web-App-Support von Ubuntu über ein Firefox-Plug-in. Dieses ermöglicht eine Integration solcher Dienste mit dem Desktop, Shuttleworth erwähnt in diesem Zusammenhang unter anderem die Nutzung des neuen "Head-up-Displays" zur raschen Eingabe von Befehlen sowie die Steuerung von Services wie Last.FM über die Audio-Kontrollen des Ubuntu-Desktops.

40 Apps

Zum Start soll es 40 solcher optimierter Web-Apps geben, darunter Facebook, Twitter, Google+ und Last.FM. Dieses Angebot wird aber wohl rasch wachsen, immerhin soll der Source-Code der Ubuntu-Lösung ebenfalls freigegeben werden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 20.7.2012)

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