Ford Escape muss sofort stehen bleiben

Der Hersteller warnt eindringlich vor der Benutzung des Escapes: Autos vorerst nicht mehr benutzen, sondern abschleppen lassen

New York - Der US-Autohersteller Ford hat am Donnerstag dringend 11.000 Exemplare des Allradmodells Escape wegen Brandgefahr zurückgerufen. "Es ist extrem wichtig, dass die betroffenen Kunden diesen Aufruf nicht ignorieren und umgehend ihren Händler kontaktieren", erklärte der bei Ford für Automobilsicherheit zuständige stellvertretende Direktor Ray Nevis in einer Mitteilung. Demnach rät Ford dazu, die Autos vorläufig nicht mehr zu benutzen und von der Fachwerkstatt abschleppen zu lassen. Betroffen sind die Modelle Escape 2013 mit einem 1,6-Liter-Motor, die vor allem auf dem US-Markt verkauft wurden.

Wie der zweitgrößte US-Automobilhersteller erklärte, könnte durch ein Leck Benzin in den Motorraum gelangen und sich entzünden. Das entsprechende fehlerhafte Teil soll von der Werkstatt ausgetauscht werden. Nach Angaben von Ford sind bisher keine Personenschäden bekannt. Der relativ kompakte Jeep ist sehr populär in Fords Heimatmarkt, musste aber zuletzt Imageschäden durch Rückrufaktionen einstecken.

Die US-Behörde für Straßensicherheit (NHTSA) untersucht zudem derzeit mehrere Unfälle älterer Escape-Modelle, die möglicherweise auf Probleme mit dem Gaspedal zurückzuführen sind. Ford droht der Rückruf von über einer Million Fahrzeugen, die der Konzern zusammen mit der japanischen Tochter Mazda in den Jahren 2001 bis 2004 produzierte. (APA, 20.7.2012)

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