Groß-Razzia gegen deutsche Card-Sharing-Szene

20. Juli 2012, 09:45
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23 Personen unter anderem wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs und Urheberrechtsverletzung beschuldigt

Deutsche Behörden haben vergangenen Dienstag eine Groß-Razzia gegen Card-Sharer durchgeführt. An 23 Orten in Göttingen, Hannover und Iserlohn wurden Durchsuchungen durchgeführt. Laut heise wird gegen 26 Personen im Alter von 17 bis 62 unter anderem wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs und Urheberrechtsverletzung ermittelt.

Pay-TV-Zugang angeboten

Beim Card-Sharing werden freigeschaltete Abokarten für verschlüsselte Pay-TV-Angebote genutzt, um den Fernsehempfang kostenlos über mehrere Digital-TV-Receiver zu ermöglichen. Meistens wird der Zugang innerhalb eines kleinen Personenkreises weitergereicht. Im aktuellen Fall sollen mehrere Beschuldigte diesen "Service" sowie manipulierte Receiver über einen Online-Shop bzw. in einem Geschäft angeboten haben.

120.000 Euro Schaden

Laut den ermittelnden Behörden soll einer der Beschuldigten ein "Piratensystem" für bis zu 1.300 Nutzer eingerichtet haben. So seien unter anderem Zugangsdaten zu Sky und HD Plus angeboten worden. Die Ermittlungen seien von der Schweizer Nagravision angestoßen und von Sky mit fachlicher Auskunft unterstützt worden. Die Schadenssumme wird aktuell auf über 120.000 Euro beziffert. Daneben wird mehreren Angeklagten der Handel mit Betäubungsmitteln über das Web sowie gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

  • Behörden haben in Deutschland eine Groß-Razzia in der Card-Sharing-Szene durchgeführt.
    foto: standard/cremer

    Behörden haben in Deutschland eine Groß-Razzia in der Card-Sharing-Szene durchgeführt.

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