Hybrid ist nicht Hybrid

Es gibt inzwischen verschiedene Konzepte für Hybridantriebe. Bei den Europäern ist das Thema Hybrid aber noch immer ein Nischprogramm

Hybridantrieb gewinnt an Selbstverständlichkeit. Dabei ist Hybrid nicht gleich Hybrid. Toyota/Lexus befassen sich schon am längsten damit und haben deshalb einen Vorsprung, den die Verfolger durch kluge Lösungen und anderen technischen Zugang wettzumachen suchen. Das gibt dem Thema erst so richtig Spannung. Eine schlaue Variante finden wir etwa bei Peugeot/Citroën, wo die elektrischen Komponenten zusätzlich zum herkömmlichen Frontantriebskonzept über die Hinterachse wirken, natürlich elektronisch vernetzt.

Nach einer ähnlichen Architektur arbeitet auch der Volvo V60 Plug In Hybrid, der in Kürze erscheinen wird und der erste serienmäßige Hybrid auf dem europäischen Markt ist, der auch an der Steckdose aufgeladen werden kann, um damit eine größere Distanz rein elektrisch zu fahren. Aber die einzige Hardware-Verbindung zwischen der "alten" und der "neuen" Technologie ist in diesen Fällen ein Kabel.

Anders bei den deutschen Premiumherstellern. Hier wurde der zusätzliche Elektroantrieb in das Automatikgetriebe integriert. Relativ kleine Batterien erlauben nur kurze Phasen der elektrischen Unterstützung. Die Komplexität der Funktion ist insgesamt nicht so ausgeprägt wie bei den japanischen Konzepten, der Integrationsgrad des Gesamtsystems nicht so hoch. Auch die europäischen Varianten funktionieren auf ihre Art sehr gut, insgesamt erreichen sie aber nicht ganz die technische Raffinesse der Japaner. Auch der Markterfolg ist sehr unterschiedlich. Während sich die Modellprogramme von Toyota und Lexus schon zu einem wichtigen Teil auf die Hybridmodelle stützen, ist bei den Europäern das Thema Hybrid nach wie vor ein Nischenprogramm, allerdings mit breiter Öffentlichkeitswirksamkeit. (Rudolf Skarics, AutoMobil, DER STANDARD, 20.7.2012)

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Hondas Hybrid ist vor allem in der Stadt ein Schlager

beim Stop-and-Go kommt die Unterstützung der Batterie voll zum tragen und man braucht nicht mehr als bei 65mph am Highway.
Grad beim Stadtverkehr fallen die höchsten Belastungen aus und da sollten sich alle Hersteller was einfallen lassen, oder es gibt einmal ein Stadtverbot für alle außer Elektro und Hybrid.

"der Volvo V60 Plug In Hybrid, der in Kürze erscheinen wird und der erste serienmäßige Hybrid auf dem europäischen Markt ist, der auch an der Steckdose aufgeladen werden kann, um damit eine größere Distanz rein elektrisch zu fahren"....
da wurde wohl nur eine Marketing-Mitteilung von Volvo übernommen. Opel Ampera ist technisch gesehen ein Plug-In Hybrid und seit Ende 2011 auf dem Markt. Elektrische Reichweite etwa 80km.

Stimmt, nur...

Opel spricht aus Abgrenzungsgründen zum sehr ähnlichen Prius immer von Range Extender! :-)

Dafür ersticken die Europäer im hausgemachten

Diesel- und neuerdings auch Benziner-Feinstaub. VW sei Dank!

Ebenfalls wurde nicht erwähnt, dass es aus Europa kein Produkt gibt, das unter 20.000 oder unter 30.000 € kostet! Deutsche "Hybride" gibt's dann jenseits der 70.000 €...

Japanische Autos = Feinstaubschleuder beim Transport

Jeder Japan-Hybrid bzw. auch jedes andere Fahrzeug aus Fernost hat beim Schiffstransport bereits mehr Feinstaub und Schwefelabgase in die Luft geblasen bevor! es verkauft wird, als jedes in Europa gebaute Auto auf 200.000km in der Luft verteilt. Der Seetransport ist ausgenommen auf den letzten Kilometern zu einem deutschen Hafen eigentlich eine schwimmende Müllverbrennung ohne jeden Filter.

Der Auris Hybrid wird in Großbritannien produziert.

... woher kommen noch mal diverse "deutsche" Autos?

witzig sind Sie

richtig naiv, aber trotzdem liab ...

Und woher glauben sie kommt das Eisenerz, bzw der Stahl, den man zur Produktion der Fahrzeuge braucht?
In Europa gibt es bei weitem nicht genug Vorkommen um den Bedarf der Autoindustrie zu decken. Auch die Rohmaterialien werden mit Schiffen angeliefert.

Es kommt auf dasselbe heraus ob die fertigen Autos mit Schiffen angeliefert werden, Halbprodukte, oder die Rohstoffe. Dass Rohstoffe, Einzelteile und Fertigprodukte quer durch die ganze Welt transportiert werden ist keine spezifische Eigenart der Hybridautos auch nicht der japanischen. Um das zu verhindern müssten wir alle vollständig auf Autos verzichten.

Außerdem werden bei weitem nicht alle japanischen Autos in Japan produziert. der Auris Hybrid kommt z.B. aus England.

ich könnte mich jetzt nicht erinnern

dass japan überhaupt viele rohstoffe hätte. eisenerz ist in der autoproduktion gegenüber alu und plastik immer mehr im hintergrund. und in europa gäbs schon genug eisen, nur sind die halt nicht retabel zum abbau. und ja, schiffe sind schwimmende müllverbrennungsanlagen.

Nochwas:

Der Toyota Prius ist aktuell das weltweit drittmeist verkaufte Auto!

so ein blödsinn

Glaub' keiner Statistik,

die du nicht selbst gefälscht hast :-)

Naja

wenn man bedenkt, daß BMW (vrmtl. auch Mazda) einen 3er Kombi hinstellen könnte, der bei gleicher Ausstattung und gleichem Fahrspaß wie ein Prius, einen Energiedichte-bereinigt gleichwertigen Verbrauch ohne Hybrid hinbekommt...

Der klassische Verbrenner ist wohl noch lange nicht ausgereizt, die derzeitigen Hybriden sind mMn(!) höchstens Feigenblätter.

Die deutschen Hersteller machens momentan wohl richtig, sie bauen irgendwelche sinnlosen Hybridfahrzeuge, die nicht einmal Auswirkungen auf den Flottenverbrauch haben, zu frechsten Preisen, um die Feigenblatt-Kunden abzuholen.

Toyota pfeift halt auf Diesel, bzw generell auf konkurrenzfähige Verbrenner. Auch gut, aber hat mMn(!) nix mit "Öko" zu tun, so holens wohl die höchste Rente raus.

VW, bzw auch Mazda erreichen diese Performance angeblich mit einer extremen Verdichtung. Dieser Technologie wird aber nachgesagt, dass sie 8x mehr Feinstaub als ein Diesel produziert, da (weil Benziner) kein Partikelfilter vorgeschrieben ist.
Wenn das stimmt, sind diese Motoren zwar sparsam, allerdings keineswegs sauber.

Ganz im Gegenteil, für der Entwicklung des klassischen Verbrennungsmotors ist bald Ende der Fahnenstange, während die Entwicklung von serienreifen Hybridfahrzeugen (nicht die völlig unnützen Prototypen) ein Schritt in eine neue vielversprechende Richtung ist

Was sie oben behaupten, dass Autohersteller rein mit Verbrennungsmotoren einen Antrieb hinbekommen dessen Verbrauch dem eines Prius gleichwertig ist, ist völlig unglaubwürdig. Sie könnten das wenn überhaupt nur, wenn sie die Giftgas spuckenden Dieselmotoren verwenden. Es gibt eben nicht nur das CO2, sondern auch NOx und Feinstaub.

Ich sehe bei der deutschen Autoindustrie nur eine völlige Unfähigkeit, die lieber in den alten Bahnen bleibt, anstatt eine neue Richtung einzuschlagen.

ich sehe es ganz ander, hybrid ist feigenblatt weil es hat als primärantrieb noch immer den Verbrennungsmotor.
Wesentlich sinnvoller finde ich den weg den Opel bzw. GM gehen mit Ampera und Volt.
Der Primärantrieb ist der Elektromotor gespeist aus Akkus. Zusätzlich gibt es noch einen Verbrennungsmotor als Generator der nur Strom liefert damit die Reichweite verlängert wird. Somit können sie die Energiezufuhr in das System auch auf andere Energiequellen ändern, ohne an dem Konzept Elektromotor treibt Räder an, viel verändern zu müssen.

Hybrid ist keine Religion

das was in diesen Konzepten fehlt,

ist die Trennung der Energielieferanten von den primären Energieträgern.

Also entweder Wasserstoff tanken und Wasser als Abgas produzieren oder Batterien/Akku's die zentral mit Energie versorgt werden.

Eine zentrale Energieversorgung läßt sich viel einfacher auf ökologische Produktionsmethoden umstellen als eine Flotte von Millionen Einzelfahrzeugen.

Wasserstoff ist keine Lösung: Der wird nämlich industriell aus Erdöl durch Dampfreformierung erzeugt. Man muss kein Genie in Chemie sein um zu erkennen, dass dabei auch CO2 anfallen muss, je nach Verfahren.

Wasserstoff hat auch noch den nicht unbedeutenden Nachteil, dass er sehr gefährlich ist und aufgrund der kleinen Größe der Atome beinahe alle Materialien durchdringen kann. Es müssten recht massive Druckbehälter in die Fahrzeuge eingebaut werden, die auch noch einen schweren Unfall ohne Schaden überstehen. Knallgasexplosionen sind wirklich schlimm!

Wasserstoff kann zumindest eine Teillösung sein.

Die Erzeugung ist kein Problem. Niemand zwingt dich, Erdöl als Energiequelle zu verwenden. Meist kommt heute Erdgas zum Einsatz. Elektrolyse von Wasser ist aber genau so möglich, und damit stehen alle Energiequellen offen, die in elektr. Strom umgesetzt werden, die Abhängigkeit vom Öl wäre gebrochen.

Man könnte Wind und Solarstrom deutlich über den reinen Strombedarf hinaus ausbauen (und damit den Deckungsgrad verbessern) und mit anders kaum verwertbaren Überschüssen (bei Starkwind oder viel Sonne) Wasserstoff produzieren.

Das eigentliche Problem beim Wasserstoff ist nicht die Herstellung, sondern die Handhabung (Lagerung, Transport ...).

Das Potenzial wäre vorhanden

Nexialist sprach ja auch von einer "Umstellung".

Wasserstoff wird heute zwar vorwiegend aus Erdgas hergestellt, man kann ihn aber auch aus Wasser und (Öko)strom herstellen.

Er lässt sich schlecht speichern, stimmt. Aber für PKW geht das schon. Der Honda FCX Clarity hat einen Drucktank mit gut 170 Litern Volumen und 350 bar. Damit erreicht das Fahrzeug eine Reichweite von 450 km.

Wasserstoff zieht im Fall eines Lecks schnell nach oben ab, die Ansammlung größerer Mengen Knallgasgemisch ist unwahrscheinlich. Im Unterschied zu Benzin-Luft-Gemischen.

Man KÖNNTE mit Wasserstoff durchaus sauber und sicher fahren. Mit Batterieautos ist das aber leichter zu erreichen, schon wegen ihres geringeren Energieverbrauchs.

Ihr Ahnungslosen bei der Herstellung eines Hybrides im vergleich zu einem herkömmlichen Fahrzeug wird so viel mehr CO2 ausgestossen, dass Ihr 10 Jahre mit dem Hybrid fahren müsst um dies auszugleichen.

da haben 7 grün gegeben, und die dürfen alle wählen gehen.

Was für ein Schwachsinn! Beweisen sie ihre Behauptung, legen sie ihre Quellen und die Berechnungen offen, die sie ja hoffentlich angestellt haben!

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