15 Millionen Euro Lösegeld für in Mali befreite Geiseln

20. Juli 2012, 08:48

Sprecher nennt Details zu Freilassung dreier Europäer

Bamako - Für die Freilassung von drei in Mali verschleppten Europäern ist nach Angaben der Entführer ein Lösegeld von 15 Millionen Euro gezahlt worden. Außerdem sei ein in Mauretanien inhaftierter Kämpfer der islamistischen Gruppe Mujao auf freien Fuß gesetzt worden, sagte ein Sprecher der Gruppierung am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Das Lösegeld für die am Mittwoch erfolgte Freilassung einer Italienerin, einer Spanierin und eines Spaniers, die im Oktober 2011 entführt worden waren, nannte er "beachtlich".

Die Mujao-Gruppe hatte am Mittwoch von der Freilassung dreier ihrer Kämpfer und einem Lösegeld berichtet, dessen Höhe aber nicht genannt. Die Geiseln kamen in der Nähe von Gao im Nordosten Malis frei und wurden einer Delegation aus Burkina Faso, das häufig bei Geiselbefreiungen vermittelt, übergeben. Anfang Mai hatte die Mujao-Gruppe für die Freilassung von zwei der drei Geiseln ein Lösegeld von 30 Millionen Euro und die Freilassung von Gefangenen in Mauretanien verlangt. (APA, 20.7.2012)

dies hier scheint der aktuellste Beitrag ueber Mali zu sein

und das zeigt wieder mal deutlich wie unsere Medien hier agieren - oder besser: den mainstream.
hiervon sieht man nichts:
­European foreign ministers said they would support the deployment of West African forces to Mali to stabilize the situation in the country.
warum giessen wir schon wieder oel ins naechste feuer?

na so was. scheint einmal ein politisches statement der mme. ashton ("who heads the bloc's diplomatic service" - nette beschreibung;-))) sagt leider alles) zu sein. http://abcnews.go.com/Internati... A9Gj_WGXqI

es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig - wenn ich das recht verstehe. ich hoffe, dass sie diesmal wirklich besser unterwegs sind als bisher.

und zumindest bleiben uns herzzerreißende berichte über die kampfbereitschaft (hungernder) ziviler flüchtlinge in burkina faso erspart - wie sie cnn bringt.

und man kann's schon so sehen, dass man eigentlich auch bereit ist, einen gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. das würde dem ecowas zugang entsprechen.

Also

falls ich je von Islamisten entführt werden sollte, so ersuche ich jetzt schon um eine gewaltsame Geiselbefreiungsaktion. Ich will solche Entführerschw..ne nicht auch noch zu Lottomillionären machen.

für einen Bruchteil

hätte sich bestimmt eine Organisation gefunden, die die Geiseln gewaltsam befreit hätte. Damit wären weitere Geiselnahmen gleich deutlich unattraktiver.

Wie vielen Menschen wird dieses Lösegeld wohl das Leben kosten?

Es ist einfach nur eine Tragödie.

geil. ich lass mich auch entführen. dafür will ich ein drittel vom lösegeld. gutes gschäft!

bei dem ROI wird das geschäft wohl umgehend ausgebaut werden.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.