Von Gletschern und Dreitausendern

  • Die Kölbreinsperre ist die höchste Staumauer des Landes, der Kölbreinspeicher der größte Spechersee Österreichs.
Informationen: Verbund Tourismus
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    Die Kölbreinsperre ist die höchste Staumauer des Landes, der Kölbreinspeicher der größte Spechersee Österreichs.

    Informationen: Verbund Tourismus

  • Gesamtgehzeit 4¾ Stunden. Höhendifferenz 500 Meter. Die Jägersteighütte wird während der  Saison bewirtschaftet. ÖK25V Blatt 3228-Ost (Hochalmspitze), Maßstab 1:25.000
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    Gesamtgehzeit 4¾ Stunden. Höhendifferenz 500 Meter. Die Jägersteighütte wird während der Saison bewirtschaftet. ÖK25V Blatt 3228-Ost (Hochalmspitze), Maßstab 1:25.000

Von der Kölnbreinsperre über die Arlscharte auf den beeindruckenden Aussichtsgupf Arlhöhe

Über die Arlscharte in den östlichen Hohen Tauern führt ein uralter Pilgerweg, auf dem einst die Wallfahrer aus dem Salzburgischen zum Luschariberg bei Tarvis zogen. Bergwanderer waren dort einst seltene Gäste. Seit dem Bau des Malta-Kraftwerks in den späten 1970er-Jahren hat sich das geändert, denn das innere Maltatal ist bis zur Kölnbreinsperre auf einer Mautstraße leicht erreichbar, und über die Arlscharte verläuft der Fußweg zur Arlhöhe, die als besonders schöner Aussichtsberg gilt.

Die Gipfelkuppe liegt inmitten von Dreitausendern und beschert einen überaus beeindruckenden Blick auf Gipfel und Gletscher. Zu sehen sind etwa Hochalmspitze, Hafner und die Tischlerspitzen sowie Klein- und Großelendkees. Es zeigen sich sogar Teile der Karawanken, des Nockgebiets sowie des Hagen- und Tennengebirges. Zudem gibt es auf dem höchsten Punkt der Arlhöhe eine sehr praktische Panoramascheibe, die das Ansprechen der umliegenden Erhebungen sehr erleichtert.

Nicht zuletzt genießt man von da oben einen umfassenden Tiefblick auf den größten Speichersee Österreichs - noch dazu mit der höchsten Staumauer des Landes. Der See fasst rund 200 Millionen Kubikmeter Wasser, mit dem sich - wie findige Naturen errechnet haben - 1,4 Milliarden Badewannen füllen ließen.

Die ersten Pläne für das Kraftwerk stammen übrigens aus dem Jahre 1930, doch der Bau verzögerte sich. Der erste Vollstau wurde 1979 erreicht.

Die nicht sehr schwierige Tour verlangt gute Ausrüstung, da man sich in einer hochalpinen Landschaft aufhält, vor allem aber gutes Wetter. Das innere Maltatal zählt nämlich zu den niederschlagsreichsten Regionen Österreichs. Die Wetterlage war für die Platzierung des Kölnbreinspeichers ausschlaggebend.

Wer besonderen Nervenkitzel sucht und auf einen Adrenalinstoß Wert legt, kann sich als Bungee-Jumper von der Staumauer versuchen.

Die Route: Vom Parkplatz am Ende der mautpflichtigen Malta-Hochalmstraße wandert man fast ebenen Weges am Rande des Kölnbreinspeichers in Richtung Osnabrückerhütte. Bei der Gedächtniskapelle für die Opfer des Kraftwerkbaus wendet man sich nach links, steigt auf einem rot markierten Steig auf und erreicht in einem kurzen Abstecher die Jägersteighütte. Gehzeit eine Stunde.

Zurück zur roten Markierung und auf dieser weiter. In vielen Kehren geht es zur Arlscharte steil hinauf. Man erreicht sie nach 1¼ Stunden ab der Hütte. Über die linke, also westliche Begrenzung der Scharte hat man noch ein kurzes steiles Stück zu überwinden, dann gelangt man über eine sanfte Hochfläche zum Gipfel. Gehzeit ab Arlscharte: eine Viertelstunde.

Der Rückweg erfolgt auf der Anstiegsroute. Man braucht bis zum Parkplatz 2¼ Stunden. (Bernd Orfer, Album, DER STANDARD, 21.7.2012)

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