Österreichs Firmen profitieren von Olympia

20. Juli 2012, 08:40
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Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich. Österreichs Firmen überdachten und beleuchteten zahlreiche Spielstätten

Wien - "Dabei sein ist alles" - das olympische Motto gilt auch für die österreichischen Firmen, die für "London 2012" Aufträge erhielten. Laut dem Londoner Außenwirtschaftscenter der Wirtschaftskammer (WKO) nehmen mehr als ein Dutzend Firmen in den verschiedensten "Disziplinen" teil. Das Auftragsvolumen geht in die Millionen, ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag wird kolportiert. Genaue Zahlen gibt es wegen der strengen Auflage der britischen Vergabebehörde "Olympic Delivery Authority" (ODA) nicht. Als Highlight gilt das London Cable Car, eine Gondelbahn des Vorarlberger Seilbahnen-Herstellers Doppelmayr. Außerdem sorgen Zumtobel und Co dafür, dass es in den Stadien nicht dunkel wird.

Die berühmte Gondelseilbahn ist rechtzeitig zu den Spielen fertig geworden. Die stellvertretende Wirtschaftsdelegierte in London, Sonja Holocher-Ertl, betonte im Gespräch mit der APA allerdings, dass die von der Fluglinie Emirates gesponserte Seilbahn auch ohne Olympia realisiert worden wäre. 34 Gondeln verbinden die Stadtteile Greenwich und Docklands quer über die Themse, sie sind Teil des öffentlichen Verkehrs in London. Die gesamten Baukosten liegen bei mehr 60 Mio. Pfund (76,6 Mio. Euro), wie hoch das Auftragsvolumen von Doppelmayr ist, halten der Seilbahnhersteller und "Transport for London" aber geheim.

Keine Falten in London

Generell habe sich London in den letzten Jahre für Olympia "herausgeputzt", sagt Holocher-Ertl. Von diesem "Facelift" habe auch Österreichs Wirtschaft profitiert. Vor allem kleineren Firmen sei durch die Spiele der Einstieg in den britischen Markt gelungen. Jetzt setzt das AußenwirtschaftsCenter große Hoffnungen in Folgeprojekte.

Österreichs Industrieunternehmen waren an den großen Infrastrukturprojekten im Vorfeld der Spiele beteiligt. So lieferten die voestalpine Stahl für das Wembley-Stadion und Wiehag elf Holzträger für die nun größte Schwimmhalle Großbritanniens, dem Sunderland Aquatic Centre. Seele Austria montierte das Dach des Olympiastadions aus PVC-beschichtetem PE-Gewebe. Waagner-Biro überdachte das Westfield Shopping Center Stratford mit einer Stahl-Glas-Konstruktion und produzierte zudem den Stahl für eine 54 Meter lange Brücke zwischen Olympiastadion und Aquapark.

In der Disziplin Energie qualifizierten sich GE Jenbacher und TiSun: Jenbacher versorgt mit zwei erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken zahlreiche Spielstätten und TiSun lieferte zwölf Solar-Kollektoren für den Wildwasserpark in Hertshordshire, wo die Wassersportkämpfe stattfinden. 40.000 Glühbirnen des Vorarlberger Lichtkonzerns Zumtobel sorgen dafür, dass im Wembley-Stadion das Licht nicht ausgeht. Das steirische Unternehmen Xal beleuchtet Teile der Zuschauertribünen in der Handballhalle und Bartenbach Lichtgestaltung GmbH aus Tirol lieferte die Beleuchtung für die "Central Park Brigdes". (APA, 20.7.2012)

  • London hat sich für Olympia 2012 herausgeputzt, dadurch profitierten auch österreichische Betriebe.
    foto: epa/andy rain

    London hat sich für Olympia 2012 herausgeputzt, dadurch profitierten auch österreichische Betriebe.

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