EA gegen Online-Zwang in allen Games

Zsolt Wilhelm, 20. Juli 2012, 13:17
  • Andrew Wilson, Executive Vice President EA Sports
    foto: ea

    Andrew Wilson, Executive Vice President EA Sports

  • Die aktuelle Sportspielreihe von EA wird ohne Online-Zwang auskommen.
    vergrößern 960x540
    foto: ea

    Die aktuelle Sportspielreihe von EA wird ohne Online-Zwang auskommen.

EA-Sports-Chef Andrew Wilson widerspricht Befürchtungen über eine flächendeckende Anwendung

Videospiele werden zunehmend mit Online-Diensten vernetzt, einige Games sind sogar so tief in Services integriert, dass sie ohne Internetverbindung nicht mehr spielbar sind. Dieser Online-Zwang, der einerseits die Funktionstüchtigkeit von bestimmten Community-Features gewährleisten und andererseits Videospielpiraterie eindämmen soll, kam zuletzt bei Blizzards Bestseller "Diablo 3" massiv in die Kritik der Konsumenten. Das Problem: Will man einmal unterwegs auf dem Laptop zocken oder gibt es wie zum Start des Action-Rollenspiels Serverausfälle, schaut der zahlende Kunde durch die Finger.

Starker Trend, aber kein Muss

Obwohl bei PC-Spielen der Trend zum Online-Zwang immer stärker zu verzeichnen ist, sei nicht zu befürchten, dass man künftig kein einziges Spiel mehr ohne Internetverbindung mehr erleben wird können. Dies meint zumindest Andrew Wilson, Executive Vice President EA Sports. Im Gespräch mit dem GameStandard im Rahmen einer Presseveranstaltung in Vancouver erklärte Wilson, dass "always on" oder "always connected" seiner Ansicht nach nur dann in Games zum Einsatz kommen sollte, wenn es einen spielerischen Mehrwert bietet. "Für Menschen wie mich, die die meiste Zeit in Flugzeugen verbringen, bringt 'always on' erhebliche Einschränkungen mit sich. Ich glaube, es macht nur Sinn, wenn es dem Spiel einen Mehrwert bietet", sagt Wilson. Beispiele dafür seinen Games, deren Welten laufend erneuert werden oder in denen Live-Daten eine Rolle spielen.

Nicht nur gegen Piraterie?

Den Vorwurf mancher Kritiker, wonach die verpflichtende Online-Features nur eine andere Form des Kopierschutzes seien, wies Wilson hingegen zurück. "Ich denke nicht, dass man 'always on' auf Pirateriebekämpfung reduzieren sollte. Es gibt viele interessante Features, die sich damit umsetzen lassen. Aber ich glaube nicht, dass es künftig Teil jeden Spieles sein wird." Kommende EA Sports-Titel wie "FIFA 13" und "NHL 13" werden auch ohne Internet-Verbindung spielbar sein.

"Ein Problem, wenn es erzwungen wird"

Ins gleiche Bockshorn stieß Ende Juni "Assassin's Creed 3"-Creative Director Alex Hutchinson. Hutchinson zufolge werde man Always-On-Konzepte in Zukunft öfter sehen, vorausgesetzt, sie würden nicht ausschließlich zur Piraterie-Bekämpfung implementiert. "Ich denke, always online ist dann ein Problem, wenn es erzwungen wird. Wenn es in den Kontext des Spiels passt, dann ist es fantastisch." Herausgeber Ubisoft entschied sich unterdessen nach massiven Kundenbeschwerden vergangenes Jahr dazu, Online-Kopierschutzsysteme aus seinen PC-Spielen zu entfernen. (Zsolt Wilhelm aus Vancouver, derStandard.at, 20.7.2012)

Kommentar posten
19 Postings

Haha, ja Ubisoft, always on passt fantastisch zu Anno 2070 und in den Kontext der Serie. Ist ja seit jeher eine reine Multiplayer Spieleserie... O.o

.. Der Hintergrund ist ohnehin nur der, dass keine Raubkopien möglich sind. So gesehen wieder verständlich - vermutlich wird das offline nicht so leicht umzusetzen sein. Das Problem ist bei vielen die Geiz ist Geil Einstellung - jede Ware kostet Geld, keiner hat etwas zu verschenken - auch bei Kauf-Software. Wem das nicht gefällt, der soll das Programm links liegen lassen. Leider sind die Preise gerade im Spielebereich oft unverschämt hoch und da triffts dann vor allem die Kids bzw. die Eltern.

das einzige spiel, das mich in der nächsten zeit interessiert ist thief4. angeblich mit "peripherem" online-teil. vermutlich kann man rope-arrows gegen echtes geld im eidos online shop kaufen ... das wär schön pervers :)

oder die vielfach gehassten climbing gloves.

oder man kann seinen loot dort versetzen und sich ... ich weiß nicht, ein neues auge für garrett kaufen.

Ich kaufe ...

...kein Spiel mit Online-Zwang.

Ganz einfach.
Bei vielen Spielen ist es schlichweg sinnlos. Ich möchte offline im Sandkastenmodus spielen. Geht das nicht, wird nicht gekauft.

Wenn EA Pinocchio wäre, hätte die Nase nun bereits 1x das Erdenrund umschlossen, bei solch dreisten Lügen. EA wird sicher nicht davon Abstand nehmen, auf Aktivierung, Online-Zwang, etc. zu setzen. Genau so wenig, wie andere große, die meinen - es sich leisten zu können. Nur der Kunde hätte es in der Hand, wie schon seit Jahren, dagegen zu steuern. Nur tut es niemand, weil - "Ich kann ja nicht auf das und das verzichten, es ist ja sooo toll, und überhaupt". Diablo III zeigt wunderbar, wozu das führt. ;)

der mensch ist dazu verdammt....

ewig die gleichen fehler zu machen....
jeder cent der in blizzards tasche klingelt tut den anderen spieleproduzenten weh und sie lechzen nach den taschengeldern aller teenies und den kreditkarten der erwachsenen....

sollche spielpolitik MUSS abgestraft werden....
und ihr MÜSST das einsehn. dass nicht nur schlechte spiele schelBe sein können sondern auch bessere games mit dieser politik nicht gekauft werden sollen...
"schande dir , betrügst du mich einmal,....
schande mir , betrügst du mich nochmal!"

aber solange dutzende vor den geschäften kampieren ,machen "sie" weiter...

peace

Ui

da kann man sich wieder profilieren, was?

leider wird der trend in Richtung sinnlose Features sein,

um den Onlinenzwang zu rechtfertigen.

man kann ja überall Rollenspielfeatures einbauen: bei rennspielen (GT), bei shootern (COD), bei strategiespielen (AOE3), etc. und ein Auktionshaus gleich dazu. ob es um eine speziell gestylte wumme geht oder um features bei einem auto, da gibts quasi keine grenzen, sind zwar sachen, die lieb sind, aber nicht essentiel für diese art von spielen.

und was sagt EAV dazu?

"""Diablo 3" massiv in die Kritik der Konsumenten. Das Problem: Will man einmal unterwegs auf dem Laptop zocken oder gibt es wie zum Start des Action-Rollenspiels Serverausfälle, schaut der zahlende Kunde durch die Finger.""

dass es am anfang probleme gab mit den servern wegen überlastung ist zwar ärgerlich aber für mich gerade noch so verständlich.

dass man unterwegs nicht zocken kann ist ärgerlich

am schlimmsten aber finde ich , dass man im singel player mit lags und rubberbanding zu kämpfen hat und sogar gekickt wird man 10 minuten auf pause drückt wodurch, auch der hart erkämpfte neph-buff verloren geht.

mein tipp an dich....ganz ehrlich

verkauf das game und beschwere dich bei blizzard und vergiss das spiel.... es gibt genug andere.

peace

weil ich den immer on modus kritisiere darf ich nicht diablo 3 spielen ?

es gibt etliche multiplayergames mit chat und clan funktion die man auch alleine offline spielen kann , der wechsel von singel auf multiplayer funktioniert da wärend des laufenden games. gta4 um nur eines zu nennen. da können sorgar bedeutend mehr als 4 leute zusammen spielen.

da seh ich auch diesen wiederspruch , auf der einen seite sagt blizz dass sie das spiel als onlinegame sehen und dann darf man nur mit 3 anderen leuten spielen , kann keine spiele selbst erstellen inkl beschriftung , nen voicechat gibts auch nicht ,das ist selbst auf der ps3 mit viel mehr spielern möglich , was heißt möglich das ist dort standard !

mhm welche features denn?

wem will der was vorgaukeln? Die Features gibts vielleicht in 5 Jahren..

always on macht ja nur bei mmos sinn und bei services, die eine gemeinschaft aufbauen wollen, etwa steam, xfire, gfwl. glücklicherweise mit genug filtern, damit man dann auch zum spielen kommt.

Dachte ich mir auch gerade.

Und gerade bei Sportspielen würden "Live-Ticker" u.ä. Sinn machen. Zum Beispiel in FIFA während der Champions-League Saison Live Ergebnisse, Transfers, usw. einbauen. Nicht, dass ich Always-On im nächsten FIFA sehen will, ich mein nur...

Somit steht seine Argumentation meiner bescheidenen Meinung nach auf sehr dünnem Boden - im Endeffekt reduziert sich das Ganze derzeit wirklich auf reine Piraterie-Bekämpfung.

Aber wozu braucht man den Online-Zwang?

Wenn man nicht online ist, hat man halt keinen Ticker - wo ist das Problem?

Es gibt keine schlüssige Begründung für Online-Zwang, die nicht "Anti-Piraterie" ist.

Die Features die es in 5 Jahren gibt sind kostenplichtige DLCs - ansonsten nennen sich die Features z.B. "Online-Multiplayer", aber dass hierfür selbst für Singleplayer-Spiele eine dauerhafte Online-Verbindung vorausgesetzt wird, ist wohl etwas weit hergeholt :)

ja eh vermutlich..die halten die Gamer echt alle für

dumm..anders nicht zu erklären..

aber wenn man die Verkaufszahlen von D3 sieht (ich bin leider auch dabei..bereue es)..können sie es ja mit uns machen.. :/

ich finde ein sinnvoller schritt wäre schon mal, spiele gar nicht erst vorzubestellen, sondern wirklich abzuwarten wie sich alles zum tatsächlichen release darstellt.

wenn ich auf amazon schaue, da sind blockbuster wie eben d3, div. fifa-teil usw. schon wochen, manchmal sogar monate vor release unter den top-plätzen in den verkaufscharts, sprich vorbestellt.

dass die großen firmen dann natürlich machen was sie wollen wenn ihnen schon im vorhinein das geld auf den tisch gelegt wird, ist klar.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.