Todesschüsse von Florida: "Es war Gottes Plan"

Nach Tod von schwarzem Teenager sieht mutmaßlicher Täter keinen Grund, anders zu handeln

Washington - Fünf Monate nach den Todesschüssen auf den schwarzen Teenager Trayvon Martin empört der mutmaßliche Täter die Öffentlichkeit mit einer Aussage zu dem Fall. "Ich glaube, es war alles Gottes Plan", sagte er in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News. Zwar erklärte der angeklagte George Zimmerman auch, es tue ihm leid, und er entschuldigte sich bei den Eltern des Opfers. Doch auf die Frage, ob er es bereue, dem unbewaffneten 17-Jährigen mit einer Pistole hinterhergegangen zu sein, sagte Zimmerman ohne zu zögern: "Nein, Sir."

Der Fall in Florida hatte für großes Aufsehen gesorgt. Vor allem weil die Polizei Zimmermans Behauptung, in Notwehr gehandelt zu haben, nicht hinterfragt hatte. Nach Protesten musste der Polizeichef des Ortes zurücktreten. Außerdem kam der Verdacht auf, dass Zimmerman - ein freiwilliger Wachmann - aus rassistischen Motiven gehandelt habe. Er selbst bestreitet das. (APA, 19.7.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 92
1 2 3
Frauenjustiz

Sowohl Richterin Deborah Nelson als auch die sechs Geschworenen waren weiblich.

göring oder hess?

Sehr gute Frage. Ich bin ein großer Anhänger von „Lebens­länglich ohne Aussicht auf Bewährung“. Das ist das Grau­samste, was ich mich vorstellen kann, und daher gold­richtig für eine gewisse Kategorie von Mördern (Zimmer­mann würde ich da allerdings nicht dazuzählen).

Hat aber zwei Probleme: Erstens gibt unser Recht das nicht her (zumindest nicht direkt). Zweitens ist das nach dem EGMR nicht zulässig: Jeder hat ein Recht auf Hoff­nung (außer Opfern und ihren Hinter­bliebenen), und deshalb darf man niemanden lebenslang einsperren und so. Menschen­würde ist ja für Täter und nicht für Opfer gemacht.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/154611

Er verwendet hier eine Umschreibung seines Rassismus, die man sonst vom Kukluxclan kennt

Er spielte während des ganzen Prozesses so sehr den Weißen. dass er in der Presse schon "The White Hispanic" genannt wurde.

Die Rechnung ist aufgegangen. Laut Statistik wurden so gut wie alle Weißen die einen Schwarzamerikaner erschossen hatten und im Prozess auf Selbstverteidigung plädierten, freigesprochen.

Neu daran ist, dass es mit einem unbewaffneten und unbescholtenen Jugendlichen und einen Weißen spielenden Hispanic auch funktioniert hat.

Es ist ein Skandal!

Wenn es nur eine funktionierende Justiz gäbe, die diesen "Vollstrecker von Gottes Willen" für immer dort hinbringt, wo er hingehört: in den Häfen.

Himmel wäre besser

Gottes Plan

irgendwie bekannt, diese Argumentation,
hätte Osama nicht besser formulieren können,
nur Fox hätte ihn nicht interviewt.

Mal ehrlich

es gäbe keinerlei Aufregung und keinen Prozess, hätte er einen weißen oder einen anderen Lateinamerikaner erschossen.

Amerika ist eben nicht Europa. In manchen Staaten darf man da mit einer Waffe rumrennen und damit auch schießen, wenn man sich bedroht fühlt. Ja, das ist dämlich und gemeingefährlich, aber das macht aus dem mutmaßlichen Täter noch nicht den rassistischen Mörder, als der er weltweit von den Medien verkauft wird.....

Den Medien

kann er doch sagen was er will!

Ich hoffe Gottes Plan

beinhaltet auch eine Gummizelle für ihn (so für die nächsten Jahrzehnte).

für die aussage

gehört der mann in eine geschlossene anstalt

Hmmm, man könnte die Israelis anrufen und einen Zaun bauen

so ein Zaun um die USA und Kienspan und Kerze statt Strom liesse unsere Welt ohne diese evangelikalen, bigotten Amis mit besonderen Bedürfnissen um einiges entspannter und friedvoller sein.

"Wenn es einen Teufel gäbe, dann wäre der Glaube seine größte Erfindung."

Wir müssen lernen, falsche Ideen sterben zu lassen, bevor Menschen für falsche Ideen sterben müssen!!
Thora, Bibel, Koran, Baghawagita, Herr der Ringe usw. sind Märchenbücher für Erwachsene, das manche daraus ableiten einen Gott oder Allah schützen zu müssen ist mehr als absurd und gefährlicher als jede mir bekannte Droge!!

ihre antwort ist in genau dem radikalen ton,

den sie diesen schriften anlasten.
es zeigt mir aber nur dass sie mit ihrer eigenen doktrin zu sehr identifiziert sind, weshalb sie jahrhunderte weltreligionen mit einem geradezu pubertären statement zu löschen versuchen.

Nur weil die Bücher falsch verstanden werden, sind das noch lange keine Märchenbücher.

Stimmt... An Herr der Ringe könnte durchaus was Wahres dransein!

Verhaftet endlich diesen Gott

Göttin bitte

Re: Verhaftet endlich diesen Gott

'
nicht ihn, sondern seine Erfinder!

Für die Aussage wird er wahrscheinlich noch auch strafmildernd Verurteilt. Ist doch schließlich ein guter Christ und das kann kein schlechter Mensch sein.

Man stelle sich die Kommentare vor...

wenn es ein Muslim wäre, der das gesagt hat.

Radikale und Spinner ziehen sich immer auf die Religion als letzte "Bastion" vor der unbequemen Realität zurück.

Wäre in der Tat interessant

andererseits auch wieder vorhersehbar:

Die eine Seite würde die üblichen Kübel Dreck über alle Muslime ausgießen, die andere Seite würde jedes von noch so weit her an den Haaren herbeigezogene Argument vorbringen, ihn zu verteidigen.

Noch so ein Gotteskrieger

wann mögen die Kreuzzüge enden...

Natürlich war es "Gottes Plan". Genauso wie alles andere - und, dass er es jetzt hoffentlich dafür eingesperrt wird.

Ja, ich weiß auch, dass es Gott nicht gibt, danke.

Ziemlich heftige Aussagen hier drin für eine angeblich linke Leserschaft... ich bin entsetzt!

vergessen'S rechts oder links. Ein verlässlicher Teil der (Internet-)Standardlesern zuckt mit verlässlicher Regelmäßigkeit aus, wenn die Begriffe "Religion" oder "Gott" fallen, ganz wurscht was im restliche Artikel steht.

Posting 1 bis 25 von 92
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.