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Dass es in der Zweiten Republik einen "unterirdischen braunen Strom" lange Zeit gab und gibt, das konnte man wissen. Dass der braune Geist auch in offiziellen Symbolen der Republik nistete, war immer wieder Gegenstand von Debatten.
Nun ließ Verteidigungsminister Norbert Darabos das Totenmal am äußeren Tor des Heldenplatzes auf die lange vermutete nazistische Propagandaschrift untersuchen, die der Bildhauer Wilhelm Frass 1935 hineingeschmuggelt hatte. Man wurde fündig.
Die Regierungen haben jahrzehntelang am Nationalfeiertag ihre Köpfe geneigt und Kränze hinterlegt an einem Mahnmal (ebenfalls für die Toten des Ersten Weltkrieges), das ein NS-Sympathisant dem damaligen Schuschnigg-Regime untergejubelt hatte. Es dauert eben lange in Österreich, bis man sich bequemt, eine unangenehme Facette der Vergangenheit aufzuarbeiten. Und man wird nach so langer Zeit immer noch fündig. Bei den zahllosen Kriegerdenkmälern im Lande könnte man auch die Frage stellen, wofür die geehrten Toten eigentlich gefallen sind - fürs " Vaterland" oder für ein monströses Verbrechen.
Am Heldenplatz hat man immerhin noch eine Schrift gefunden. Der Mitarbeiter des nazistischen Bildhauers, hat - offenbar eilig und spontan - die Hoffnung dazugeschrieben, es mögen nie wieder Kriegerdenkmäler notwendig sein. Die Hoffnung trog gewaltig, aber immerhin waren nicht alle verblendet. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 20.7.2012)
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es wurde mW auch nie jemand wegen 'kaiserverhoehnung' erschossen.
etc. pp.
sie gaeben einen wuerdigen braunwaehler ab.
wenn's jemand wusste oder munkelte, und darabos nun endlich klarheit schaffte und das "relikt" entfernen liess, so ist das eine sehr gute sache.
trotzdem würde ich alles vermeiden, das mit jeglichen symbolen ein "magic thinking", eine art aberglauben zu verbinden sucht.
(was ja eine absicht des autors gewesen sein mag)
viel wichtiger ist eine andere erkenntnis:
wir springen zwischen zwei extremen, die beide zum untergang führen.
es gibt andere kulturen, die haben einen starken nationalismus, ohne dass dieser nachbarn oder irgendwelche "anderen" entmenschlicht, massakriert, und los rast, um ihnen die länder wegzunehmen und grenzenlos zu expandieren!
hier muss d. nationalismus drum abgelehnt werden, aber was ist dann unser nationalstaat??
...nationalisten sind "stolz", oesterreicher zu sein (weil: meistens haben s' mangels auch nur irgendeiner erbrachten leistung sonst ueberhaupt rein gar nix geschaffen, worauf sie tatsaechlich "stolz" sein koennten), die andere kategorie ist darüber "froh" oder "glücklich".
daran erkennt man sie jeweils ganz leicht.
...denken s' darueber nach.
waehler der rechtsextremen sind zwar nationalisten, ein gesellschaftsuebergreifendes nationalbewußtsein konnte bei diesem gossenmob jedoch noch nie ausgemacht werden.
(ich meine den autor der versteckten texte)
das gefühl und die werte womit das individuum den heldenplatz besucht hat und weiterhin besucht, zb zur angelobung, sollten davon überhaupt nicht betroffen oder verändert sein.
da es offanbr ein gerücht gab, ist es allerdings sache der ordnung.
ein moderner staat gibt allen seinen bürgern rechte und pflichten, ungeachtet ihrer ethnischen herkunft oder kultur. das heisst nicht, dass jeder machen kann, was er will, oder sich über den anderen erheben darf, aufgrund irgendwelcher taten oder untaten oder gesellschaftlichen stellung seiner vorfahren.
Jetzt hab ich mehrere Tageszeitungen durch, jede mit einem Artikel zu diesem Sommerlochthema.
Keines dieser Medien ist im Stande, den ausgegrabenen Text, um den es da geht, als Zitat 1:1 zu bringen. Oder einen Link auf eine Seite zu setzen, wo man das mal nachlesen um sich selber eine Meinung über den Inhalt zu bilden.
Ich sehe zwischen dem Nationalisozialismus (deutschfaschistischer Prägung)und dem Kommunimus (speziell stalinistischer Ausprägung)keinen gravierenden Unterschied. Beides totalitäre menschenverachtende Systeme und Andersdenkende wurden eingekerkert und schlimmstenfalls vernichtet. Massenweise da (gezielt millionenfach in der Ukraine) und dort (Judenvernichtung). Im österreichischen Mikrokosmos laufen noch genug bekennende Stalinisten zB in der Kunstszene herum....und genug Faschisten in manchen Partein von Grün / Rot bis Schwarz / Blau.......
als TäterInnen, ZeugInnen und Opfern. Weil es die Kultur war, die so viel von unseren Städten aufgebaut hat, die so wesentlichen Einfluss auf die Künste und Wissenschaften der Welt hatte, weil es unsere Kultur war, die der Nationalsozialismus zerstört hat. Und weil, so wenig ich sie verstehen kann, unsere KommunstInnen nie in der Tradition Stalins standen sondern in der Tradition der antifaschistischen WiderstandskämpferInnen vor und im Nationalsozialismus. Und auch nach 1945 die braunen Reste bekämpften, und auch wie Ernst Kirchweger ihr Leben dabei ließen. Trotzdem: Die Verbrechen des Stalinismus/Kommunismus sind eine Folge der Ideologie und nicht nur ein "Ausrutscher".
patscherten Abwiegelungsversuch, die wiederholte Antwort:
Die Nazi unter dem Adolf haben eine zutiefst menschenfeindliche Ideologie "mustergültig" und mit industrieller Präzision umgesetzt.
Die Kommunisten unter Josip haben eine in sich menschenfreundliche Ideologie bis zur Perversion entstellt und mit ihrem Machtanspruch ins Gegenteil verkehrt.
Die heutige Rechte distanziert sich deshalb keineswegs von Adolf, die heutige Linke aber vehement von Josip, Pol Pot, Kim, ....
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