Bischof mit fünf Blutsschwestern

Sie tragen schlichte graue Kleider und weiße, im Nacken gebundene Kopftücher, die "Dienerinnen vom Heiligen Blut". Ihre Aufgabe ist, "in der Spiritualität des Blutes Christi die väterliche Berufung der Priester und der gottgeweihten Brüder durch den mütterlichen Dienst zu ergänzen". Mit fünf der Dienerinnen wird der Feldkircher Altbischof Elmar Fischer nach Hittisau in den Bregenzerwald ziehen.

Auf die mütterlichen Dienste der Schwestern setzt der umstrittene Gottesmann, seit er 2009 den Orden gründete. Schon in der Feldkircher Bischofsvilla lebte er in klösterlicher Gemeinschaft mit den Frauen, die zum Großteil aus Polen stammen. Das Haus auf dem Land bekommt der Orden von der Familie des Passionistenpaters Anton Lässer. Der Direktor des Priesterseminars Leopoldinum in Heiligenkreuz gilt wie Fischer und dessen Blut-Gemeinschaft als konservativ. Er soll auf dem Vierervorschlag des Nuntius für Fischers Nachfolge stehen. Lässer gründete im Allgäu Radio Horeb, Fischers Lieblingssender. (jub, DER STANDARD, 20.7.2012)

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