Keine Schweigeminute für Israels Opfer von 1972

19. Juli 2012, 16:15

DOSB-Präsident Bach: Schweigeminute für Olympia-Attentat könnte zu arabischem Boykott führen - Plädoyer für Gedenkfeier am Rande der Spiele

London/Bonn - DOSB-Präsident Thomas Bach hat seine Ablehnung einer Schweigeminute bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London für die Opfer des Attentats von München 1972 bekräftigt. In einem Interview der Deutschen Welle sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Donnerstag, das Nein zu einem Gedenken bei der Zeremonie sei auch in der Haltung arabischer Staaten begründet. Ein Boykott der Spiele durch diese Staaten "könnte eine Auswirkung sein nach Ansicht vieler". Für ihn stehe das nicht im Vordergrund. Er plädiere für eine Gedenkfeier am Rande der Spiele, die allein von israelischer Seite veranstaltet werde.

Zugleich räumte Bach ein, dass bei dieser Debatte aus der deutschen Politik andere Bewertungen kämen. Dies sei bei einer solchen Frage selbstverständlich, sagte er unter Verweis auf ein Plädoyer des deutschen Außenministers Guido Westerwelle für eine Schweigeminute bei der Eröffnungsfeier am 27. Juli. Man könne da nicht "künstlich versuchen", eine einhellige Meinung zu erreichen. Der Sport müsse jedoch seine politische Neutralität wahren. Politische Demonstrationen bei Sportveranstaltungen widersprächen dem Sinn des Sports und wären "im Übrigen auch nicht durchführbar".

Bach verwies darauf, dass sich die deutsche Seite in dieser Frage mit dem Vertreter Israels im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abstimme. Schon seit 1976 organisiere Israel eine Gedenkfeier für die Opfer von 1972. Er sei der Meinung, "dass dies die angemessene Form der Würdigung ist".

Palästinensische Terroristen hatten am 5. September 1972 im olympischen Dorf in München elf israelische Teilnehmer als Geiseln genommen. Während der Geiselnahme und eines gescheiterten Befreiungsversuchs auf dem Flughafen Fürstenfeldbruck wurden alle elf Israelis, ein deutscher Polizist sowie fünf Geiselnehmer getötet. (APA, 19.7.2012)

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16 Postings
sehr sympathisch:

das palästinensische(!) olympische komitee beglückwünscht das ioc dazu, bei der eröffnung von einer gedenkminute für die vor 40 jahren bei der olympiade in münchen von palästinensischen terroristen ermordeten elf isr[] sportler abzusehen, da ja "sport eine brücke für liebe[!], einigkeit und die verbreitung von frieden[!!] zwischen den nation sei, und nicht für spaltung und die verbreitung von rassismus[!!] missbraucht[!!] werden dürfe".

man beachte, dass der aktuelle pal präsident abbas seinerzeit bei der finanzierung des massakers beteligt war.

http://www.ynetnews.com/articles/... 69,00.html

ein beispiel mehr, der mythos der olympischen spiele ist nur fassade, der ganze schmus (vereidigung, ehre, dabei sein ist alles, fairer wettkampf, friedensfördernd, ...). ist nur schmäh.
was zählt ist das geld, der profit der sponsoren, der werbewert der sieger, ...

solche aktionen haben da keinen platz mehr.

Was mir nicht klar ist, dass hier ständig von politischer Neutralität gesprochen wird.
Es war doch ein Terroranschlag, ein Terroranschlag hat nichts mit politischen Diskurs zu tun, sondern ist nur ein Verbrechen.
Warum sollten gerade die arabischen Staaten, ihrem semitischen Brudervolk Israels diese Gedenkminute verwehren wollen?

Aha was die Palästinenser machen ist ein Verbrechen und umgekehrt nicht?

Sie sind der Ansicht, dass die Ermordung der 11 israelischen Sportler kein Verbrechen war? Oder "gerechtfertigt"? Dass man diesen Mordopfern also nicht gedenken sollte, weil Sie - oder das vorgeblich unpolitische IOC - mit der Politik ihres Heimatlandes nicht einverstanden ist?

Wobei das IOC hier mE keine politische Haltung einnimmt, die machen sich in die Hose vor den arabischen Nationen bzw. dem Verlust von Sponsorengeldern.

Natürlich ist es ein Verbrechen!! Aber die Ermordung von vielen Palästinensern genauso. Deshalb ist es politisch und die Entscheidung absolut nachvollziehbar!

Wenn dann wäre eine Schweigeminute für die Opfer beider Seiten wünschenswert!

wie kommst du drauf, dass das eine politische Aktion war? Wenn du mit einer Knarre in Österreich, Deutschland anderen Ländern irgendwohin gehst und Leute abknallst, dann ist das ein Verbrechen. Punkt um. Da kann man sich nicht rausreden und erklären, dass das eh nur Teil eines politischen Diskurs/Dialogs ist. Völliger Schwachsinn.

Naja wenn es auch eine Schweigeminute für die Palästinenser gibt gerne!

Wann wurde ein palästinensischer Sportler bei den olympischen Spielen ermordet?

Bitte nicht immer zwei Sachen vermischen!

Hab ich nie behauptet! Doch sollte man Politik fern von so einer Veranstaltung halten. Und ja es ist Politik da es für einen ein Terrorist sein kann und für den anderen ein Freiheitskämpfer!!!

SCHANDE!! Und unendlich feig obendrein

Es handelt sich wohl kaum um eine politische Aktion. "Politisch" motiviert war vielleicht der Mord an 11 Sportlern, das Gedenken daran ist hingegen eine Frage der Pietät! "Politisch" motiviert ist eher die Drohung der arabischen Staaten, falls ein Gedenken abgehalten wird (eine Haltung die ja ohnehin für sich spricht).

Das IOC und die Verweigerer einer Schweigeminute (btw, es gab - zu Recht - Schweigeminuten zu 9/11, der Belagerung von Sarajewo, dem Massaker in Sebrenica u.a.) ziehen eben den Sch**z ein

Sie verschweigen aber auch das wahre Motiv: Sponsoren wie Emirates etc. sollen ja nicht vergrault werden, von da weht nämlich in Wahrheit der Wind

für mich unverständlich, dass die arabischen staaten auf grund einer schweigeminute (!) für den wohl unbestreitbar traurigsten moment der olympischen geschichte einen boykott in erwägung ziehen könnten.

Unverständlich ja, aber nicht ausgeschlossen. Ideologisch-religiös verblendete Staaten reicht oft schon ein viel geringerer Anlass zum Boykott.
Was Bach sagt ist feige, aber er will wohl seine Wahlchancen im kommenden Jahr nicht gefährden.

Die sind eben die grauslichsten Typen auf dieser Welt.

Das wird jetzt wieder ein Theater geben. Ein Deutscher verweigert eine Schweigeminute für Israelis.

Ein nicht zu verachtender Prozentsatz der Israelis waren mal Deutsche...

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