Gratisdessert statt Laxn gibt Trost

  • Gratisdessert als Entschuldigung, da beginnt der Urlaub entspannt.
    foto: derstandard.at

    Gratisdessert als Entschuldigung, da beginnt der Urlaub entspannt.

Eine überschwängliche Entschuldigung samt Gratisdessert lässt den Gram, dass nur ein Hauptgericht serviert wurde, verschwinden

Unser kleiner Blog hier ist eigentlich dazu gedacht, "auf subjektive Art und Weise Freude und Leid im Alltag der Lifestyle-Redaktion beim Essen, Trinken & Einkaufen" wiederzugeben. So lautete der Plan. Tatsächlich sind unter den hier erschienenen Beiträgen solche, die sich mit "Freude" beschäftigen, stark unterrepräsentiert. Diesmal haben wir aber Grund zu loben.

Bei der Urlaubsreise Richtung Italien wurde zwecks angenehmerer Anfahrt im seltsam benannten "Wahaha-Paradise", einer Hotelanlage in Feistritz im Rosental, ein Zwischenstopp eingelegt. Beim Abendessen im angeschlossenen Restaurant hielten wir uns an die alte Regel, möglichst lokale Produkte zu wählen, und bestellten gleich zweimal den Kärnter Laxn und ein Kindergericht.

Verlorener Laxn

Serviert wurde aber nur das Kindergericht und eine Portion des Laxn. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die zweite Bestellung "verloren" gegangen war. Um nicht warten zu müssen, und auch angesichts der recht großzügig bemessenen Kinderportion, beließen wir es bei der einen Portion Laxn und teilten.

Im Restaurant war viel Betrieb, eine Klasse feierte gerade gemeinsam mit den Eltern den Schulabschluss, so hatte das Personal einiges zu tun. Plötzlich wurden uns von der Oberkellnerin zwei Gläser Schnaps hingestellt, begleitet von einer aufrichtigen Entschuldigung, dass wohl beim zweifachen Eintippen des Laxn ein Fehler passiert sei und dieser nur einmal vom System erfasst wurde.

Das war an Wiedergutmachung schon mehr als erwartet, aber es kam noch mehr. "Holen Sie sich doch gerne beide ein Dessert vom Buffet. Das geht aufs Haus." Auch der in der Zwischenzeit bestellte Eisbecher für die Tochter ging auf Kosten des Hauses. Mit so einem Service beginnt der Urlaub gleich noch mal entspannter, und wir bedanken uns mit einem "Geht doch!". (red, derStandard.at, 25.07.2012)

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