Grüne wollen Internationales Gremium für Neugestaltung

19. Juli 2012, 15:16
45 Postings

Auch IKG und Wiener Kulturstadtrat betonen Wichtigkeit der Umgestaltung

Wien - Mehrere Seiten fordern einen Neugestaltung des Denkamls des toten Soldaten. Die Israelische Kultusgemeinde (IKG) wollte in einer Aussendung gleich den gesamten Heldenplatz umgestaltet wissen, die Grünen forderten ein "internationales Gremium" dafür ein.

Die IKG erfülle es "mit Genugtuung", dass sich die Hinweise auf eine versteckt Kapsel mit Nazi-Parolen als richtig herausgestellt hätten. Nun seien die Verantwortlichen gefordert, ein neues Gestaltungskonzept für den Heldenplatz zu entwickeln, das die "für Österreichs Freiheit Gestorbenen" berücksichtige und einen "würdigen Rahmen für das Feiern der Befreiung vom Nationalsozialismus" biete, so Präsident Oskar Deutsch.

Bestätigt in seiner Kritik, "dass die österreichischen Regierungen jahrzehntelang einem Nazimanifest gehuldigt haben", sah sich der grüne Abgeordnete Harald Walser. Für die Neugestaltung der Krypta wünschte er sich ein "internationales und unabhängig zusammengesetztes Gremium". Der Heldenplatz als "zentrale Gedenkstätte" der Republik verdiene eine internationale Ausschreibung "in aller Ruhe und Sorgfalt" und keine "Husch-Pfusch-Aktion bis zum nächsten Nationalfeiertag", kritisierte er den Zeitplan des Verteidigungsministers.

Mit der Neugestaltung des Burgtors solle auch "das Bemühen um ein würdiges Gedenken an den Tag der Befreiung von Auschwitz sowie das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus einhergehen", forderte der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Die Auseinandersetzung mit der jüngeren österreichischen Zeitgeschichte müsse nun aktiv fortgesetzt werden. (APA, 19.7.2012)

Share if you care.