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Madrid/Granada - Über die Gründe, warum die Neandertaler vor rund 25.000 Jahren ausstarben, wird seit langem heftig spekuliert. Eine These besagt, dass unsere ehemals nächsten Verwandten bloß Fleisch auf dem Speiseplan hatten und deshalb allzu sehr von Jagderfolgen abhängig gewesen seien. Diese Vermutung ist in den letzten Jahren allerdings mehrfach in Zweifel gezogen worden, zumal man Nachweise dafür fand, dass Neandertaler auch pflanzliche Kost nicht verschmähten.
Neue Funde aus Spanien zeigen, dass der Speiseplan unserer Artgenossen noch vielseitiger und komplexer gewesen sein dürfte als bisher gedacht. Ein internationales Forscherteam um Karen Hardy von der Autonomen Universität Barcelona und der britischen Uni York analysierte zehn Zähne aus fünf Neandertaler-Schädeln, die man 2009 in der El-Sidrón-Höhle im nordspanischen Asturien entdeckte.
Die Analysen der rund 50.000 Jahre alten Beißerchen und ihres Zahnsteins ergeben, dass die Neandertaler Kamille und Gemeine Schafgarbe zu sich nahmen. Außerdem waren im Zahnstein Hinweise auf Kumarin, Nüsse und grüne Gemüsesorten gespeichert.
Bitterkräuter mit heilsamer Wirkung
Kamille und Schafgarbe sind desinfizierende und entzündungshemmende Heilpflanzen, die wegen ihres sehr bitteren Geschmacks und niedrigen Brennwerts nicht als Nahrung dienen konnten. Sie sind wohl aus medizinischen Gründen verwendet worden, vermutet Ko-Autor und Studienleiter Antonio Rosas. Selbst eine äußerliche Anwendung der Kräuter schließt der spanische Archäologe nicht aus. Das in der Kamille enthaltene Azulen beispielsweise ist entzündungshemmend.
Für Rosas ist klar, dass Neandertaler "anders waren als wir Menschen". Doch jede neue Entdeckung würde zugleich deren "Menschlichkeit" mehr und mehr untermauern. Heute wisse man jedenfalls, dass auch Neandertaler ihre Kranken pflegten, Schmuck verwendeten, ihr Essen auf Feuer zubereiteten und ihre Toten bestatteten.
Erst vor wenigen Wochen fand man ebenfalls in Spanien Belege dafür, dass sie sogar Höhlenwände bemalten. (jam, DER STANDARD, 20.7.2012)
Abstract
Naturwissenschaften: Neanderthal medics? Evidence for food, cooking, and medicinal plants entrapped in dental calculus
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Wer Essen über Feuer zubereiten kann, Höhlenwände (mit Pflanzensäften?) bemalt, Kranke pflegt...dem sind auch Kenntnisse der Kräuter zuzutrauen... Es steht zu vermuten, dass man in Jäger- und Sammlerkulturen schon aus Eigeninteresse die Pflanzen relativ gut kannte.
Genau in diesem Zustand befinden sich heute unsere Bankster und "Leistungsträger".
Man nehme ihnen ihren Nadelstreif und ihr Rasierwasser weg, und sie würden genau SO ausschauen!
"...sequential thermal desorption-gas chromatography-mass spectrometry (TD-GC-MS) and pyrolysis-gas chromatography-mass spectrometry (Py-GC-MS) were combined with morphological analysis of plant microfossils, to identify material entrapped in dental calculus..."
Zumindest steht's so im verlinkten Abstract.
Sachen gibt's; man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus...
Interessanter Gedanke, aber das Zähneputzen wäre dann wohl nicht so effizient gewesen, wenn sich Reste der "Zahnbürste" im Zahnstein anreichern.
Hat trotzdem Potential für eine entsprechende Hypothese:
Der Homo neanderthalensis wurde vom Homo sapiens verdrängt, weil Ersterer das Zähneputzen vergeigt hat...
;)
meine hunde suchen schon seit jeher gräser, um, ohne mein zutun, ihren stoffwechsel zu regulieren. und meine katze fährt total auf katzenminze und baldrian ab. man hat auch schon von vögeln gehört, welche die lider ihrer brut mit schöllkraut bestrichen, wenn sich diese nicht öffneten...
zu meinen, daß intelligenz nur in der humanoiden art angesiedelt sei, ist übrigens nur selbstbeweihräucherung.
man denke nur über die intelligente art, sich zu vermehren, einer klette nach...
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