Fastenmonat Ramadan hat begonnen

  • Was im Ramadan zu tun ist und in welchen Ländern Muslime stark vertreten sind.
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    Was im Ramadan zu tun ist und in welchen Ländern Muslime stark vertreten sind.

Heuer während Olympia: Profisportler können kompensatorische Almosen leisten oder versäumte Fastentage nachholen

Wien - Das Fasten zählt zu den fünf Grundpflichten im Islam. Es beginnt jedes Jahr bei Sonnenaufgang am ersten Tag im Ramadan, wie der neunte und 30 Tage dauernde Monat des islamischen Mondkalenders genannt wird. Bis zum Ende des Ramadan, der heuer vom 20. Juli bis 18. August dauert und damit genau in die Zeit der Olympischen Sommerspiele in London (27. Juli bis 12. August) fällt, dürfen Muslime ihrem Körper ab der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang keinerlei Lebens- und Genussmittel zuführen und müssen sexuell enthaltsam sein.

Diese Zeit der Besinnung soll den Glauben und die Selbstdisziplin der Gläubigen stärken, die Fasttage dienen wie bei Juden und Christen als Bußübung. Das Fastenbrechen an jedem Abend nach Sonnenuntergang ist für viele der weltweit rund 1,3 Milliarden Muslime ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis im Kreis der Familie. Die Nächte im Ramadan sind aber nicht nur Anlass für gesellige Zusammenkünfte, sondern auch zu frommem Tun, etwa zusätzlichen Gebeten in den Moscheen.

Ausnahmen genau festgelegt

Vom Fasten ausgenommen sind schwer arbeitende, kranke sowie alte Menschen, Kinder, Reisende, schwangere und stillende Frauen. Sie alle haben aber, wie im Koran in der zweiten Sure genau festgeschrieben, ein kompensatorisches Almosen zu leisten oder den Ramadan nachzuholen. Auch gläubige muslimische Profisportler, denen es nicht möglich ist, den Ramadan einzuhalten, leisten entweder Spenden für wohltätige Zwecke und/oder holen die versäumten Fastentage - meist nach ihrer aktiven Karriere - nach.

Durch das Mondjahr, das mit exakt 354,367 Tagen kürzer ist als das normale Sonnenjahr, verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr. Der Fastenmonat der Muslime beginnt also jedes Jahr um etwa elf Tage früher und wandert so in 33 Sonnenjahren einmal durch das ganze Jahr. Der Ramadan kann daher in jede Jahreszeit fallen. Und da das Fasten den ganzen Tag, solange es hell ist, eingehalten werden muss, dauert es im Sommer sehr viel länger als im Winter.

Der Beginn und das Ende des Fastenmonats werden jeweils durch die Beobachtung der Mondsichel am Himmel bestimmt. Wenn also am Ende des Ramadan der neue Mond gesichtet wird, dann beginnt der Folgemonat Sauwal, an dessen ersten Tag gläubige Muslime traditionell das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, feiern.

Rund 80 Prozent der österreichischen Muslime fasten

Auch in Österreich hat der Ramadan für einen Teil der Bevölkerung eine große Bedeutung. Nach Angaben des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) leben mehr als eine halbe Million (Stand: 2010) Muslime im Land, was 6,2 Prozent der Bevölkerung entspricht. Schätzungen gehen von zwischen 500.000 und 600.000 Muslimen in Österreich aus, so die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen in einer Aussendung.

Die Mehrheit der Muslime in Österreich hat türkische Wurzeln. Diese Gruppe ist laut Integrationsfonds (Stand 2010) 247.500 Personen stark. Die zweitstärkste Gruppe der Muslime in Österreich stellen demnach Menschen aus Bosnien-Herzegowina.

Konkrete Daten darüber, wie viele der heimischen Muslime die Fastenregeln einhalten, gibt es nicht. Die islamische Glaubensgemeinschaft schätzt, dass 80 Prozent aller Muslime in Österreich den Ramadan begehen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2006 gab ein Viertel der in Wien und Umgebung Befragten türkischer und bosnischer Herkunft an, säkularisiert zu sein, also rituelle Praktiken im Alltag praktisch nicht zu üben.

Krieg ist nicht verboten

Der Ramadan gehört nicht zu den vier Monaten des Islam, in denen der Krieg verboten ist. So griff 1973 Ägypten Israel mitten im Fastenmonat an. Im Krieg zwischen dem Irak und dem Iran bot Bagdad im Jahr 1981 dem Gegner an, während des Ramadan die Waffen schweigen zu lassen. Die Regierung in Teheran aber wertete dies als Hinterhalt und die Kämpfe gingen mit unverminderter Härte weiter.

Im Vorjahr gab es blutige Konflikte in Libyen, Jemen und Syrien. Heuer ist der Monat von den heftigen Kämpfen in Syrien überschattet. (APA, 20.7.2012)

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"...Vom Fasten ausgenommen sind schwer arbeitende, kranke sowie alte Menschen, Kinder, Reisende, schwangere und stillende Frauen. "

Was aber nur sehr theoretisch ist.

Wie groß ist die Buße wohl, wenn man den ganzen Tag nichts isst und nichts trinkt, sich aber dann nach Sonnenuntergang den Magen bis zur Übelkeit voll stopft...

Und für wie dumm muss man seinen Gott halten, wenn man glaubt der sieht das bei Dunkelheit nicht...

Ach ja, Saudi Arabien will Nichtmoslems, die während des Ramadans in der Öffentlichkeit essen, bestrafen und ausweisen.
Ja wirklich, man sollte dem Islam die selbe Toleranz angedeihen lassen, wie er sie anderen Religionen einräumt...

meine muxl. Freunde in Pakistan (University Faisalabad)
haben mir wertvolle & z.T. auch kritische Infos zum Thema Ramadan über facebook gesandt :
runterscrollen bis "before aftaar after aftaar :
http://www.facebook.com/zindabadpakistan

Ungesunder, die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen gefährdender, veralteter Götzenanbetungsbrauch.

Genauso abgedreht wie dieses ganze Katholengeschwätz, nur ein bisschen mehr ins Leben eingreifend. Mit einem Wort: Von jedem klar denkenden Menschen abzulehnen.

die Karte der APA / Anteile Muslime ist inkorrekt :
in Indien leben 13,4 % , das waren 2001 138 Mio.:
http://en.wikipedia.org/wiki/Islam_in_India
wobei die Gläubigen in den armen Staaten wie Bihar , UP & West Bengal sich keine Ramadan-Völlerei wie in den reichen Staaten ( Golf , SA) leisten können.
leider wird im Ramzan auch Krieg geführt trotz Aufforderung zum Frieden :http://www.indianexpress.com/news/indi... ya/824617/
http://derstandard.at/131180247... te-Ramadan

Was mich hier überrascht ist die Österreichskale mit 500.000 muslimen u. 6% anteil der bevölkerung.

Was überrascht dich mehr, die 500.000 oder die 6%?

Beide,,,eine ernst zunehmende gemeinde ist es schon.
Natürlich die 6% ist nicht wenig.

Warum ernstzunehmend?

Solange die angeblich 500 000 Moslems nichts gegen die Gewalt sagen, die im Namen ihres Glaubens angewandt wird, solange sind die in keinster Weise ernstzunehmen...

Es ist auch keine Gemeinde, sondern eine Gruppe welche sich aus verschiedenen moslemischen Sekten zusammensetzt, die teilweise nicht einmal miteinander klar kommen...

mich überrascht eher wie primitiv die menschheit im 21. Jhdt ist, immer noch religionsfantasien zu benötigen

Primitiv

Was hat die menschheit schon gelernt drehen sie einmal die UHR rückwärts.

Gerade als angeblicher Moslem sollten sie wissen, dass die Menschheit verlernt hat.

War der Islam früher eine eher liberale Religion, welche andere Religionen duldete, so hat man sich in den letzten Jahrzehnten massivst radikalisiert.

Beispiel?
Jagt auf christliche Kopten in Ägypten, Bombenanschläge und brennende Kirchen, Vernichtung von Kulturerbe, bis heute ist es in der Türkei verboten zu Missionieren (die wollen allen ernstes in die EU!).....

Früher trugen die Frauen in Ägypten ein Chanel Kostüm, heute tragen sie Verschleierung...

Sorry ,aber Sie wissen wirklich gar nix über den Ialam,ansonsten würden Sie nicht so einen Stuss reden.

Irgendwie verstehe ich das nicht

Inwiefern fastet man denn, wenn man zwar tagsüber nichts isst, sich aber nachts den Bauch wieder vollschlägt?

Das ist eine zeitliche Verschiebung der Mahlzeiten, mehr nicht. Übrigens halte ich es nicht für sehr gscheit, in der Affenhitze tagsüber nicht zu trinken.

1. Sie erfahren wie es ist indem man hungert und durstet und begreifen dadurch aus erster Hand was es bedeutet Opfer zu bringen.
2.Der Islam verbietet religöse Handlungen die zu körperlichen Schäden am Menschen führen,daher sind Kranke,Kinder,Reisende,Schwangere quasi alle mit Risikopotenzial beim Fasten ausgenommen.
3.müssen Sie am Abend etwas essen und trinken ansonsten wird Punkt zwei ad absurdum geführt oder wollen Sie verhungern und elendig zugrunde gehen?

na ja...da gibt es viele sachen was man nicht versteht aber akzeptieren solte.

Zb:
Verstehe ich nicht warum menschen über tausend kilometer spazieren gehen zum jakobsweg o. sich in einem heiligenfluß millionen von menschen sich die sünden waschen?

Ich akzeptier das und hab verständniss u. respekt von solchen menschen.

Warum verlangen Moslems immer, dass man ihre Riten zu akzeptieren soll, selbst ist der Islam aber leider bei weitem nicht mehr so liberal...

Warum akzeptiert nicht einmal die Türkei Christen richtig und verbietet die Missionierung, also etwas, was ihre radikalen Freunde hier permanent machen, wenn sie das Märchenbuch verteilen??

Hört sich sehr respektvoll an, ihr "tausend Kilometer spazieren gehen"....

"da gibt es viele sachen was man nicht versteht aber akzeptieren sollte"

Haben Sie das auch Ihren Kollegen in der Türkei oder Saudi Arabien gesagt, wo gerade Ausländer ausgewiesen werden, die sich nicht an die musl.Regeln halten, d.h. "respektieren"?

Merke: Ich muss tolerieren, aber noch lange nicht akzeptieren und schon gar nicht respektieren. Respekt muss man sich verdienen.
Sie verwechseln Dinge.

die saudis sind nicht meine kollegen.

Das hat halt für mich nichts mit Fasten zu tun, aber bitte

Wenn ich einen harten beruflichen Tag habe, passiert es oft, dass ich nicht zum Essen und Trinken komme.

Das ist eigentlich ganz normal.

Es muss wohl den beteiligten auch was bringen - zusammengehoerigkeitsgefuehl, gluecksgefuehl, was auch immer, sonst koennte sich dieser brauch nicht so lange halten

Jetz ram ma zam

Vögeln ist verboten, aber Krieg darf geführt werden! Bravooooo

Für Sie auch nochmal:
http://derstandard.at/plink/134... id27089782

So, und ich mach mich fertig für Ischa.

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