"Man sollte einen Mittelweg finden"

Interview |

Während der Herbstsaison 2011 spielte Zlatko Junuzovic noch für die Wiener Austria, im Winter wechselte der Mittelfeldspieler zu Werder Bremen. Der Teamspieler spricht über die zentralen Unterschiede zwischen der österreichischen und der deutschen Liga

ballesterer: Die vergangene Bundesligasaison in Deutschland war wieder sehr mitreißend und spannend, während das österreichische Pendant mit unattraktiven Partien und wenigen Toren stagnierte. Ist der österreichische Klubfußball tatsächlich so schwach?

Zlatko Junuzovic: In Deutschland wird ein intensiverer, schnellerer Fußball gespielt als in Österreich. Es werden zwar aufgrund des Tempos sehr viele Fehler gemacht, aber das kriegt man als Zuschauer gar nicht so mit. Durch den Kampf, die Bewegung und die Orientierung nach vorne wirkt das alles anders. In Österreich gibt es leider die - unter Anführungszeichen - besseren und die schlechteren Mannschaften. Die schwächeren stellen sich hinten rein, mauern und schauen, dass sie kein Tor bekommen. Die warten auf ein, zwei Konter, um so vielleicht ein Tor zu machen. Daran leidet der österreichische Fußball: Die einen wollen spielen, die anderen wollen nur Tore verhindern.

In Deutschland gibt es doch genauso defensiv ausgelegte Mannschaften ...

Junuzovic: Sicherlich, Mainz zum Beispiel. Die stellen sich auch in erster Linie hinten rein, können aber jederzeit mitspielen. Gegen die haben wir eine Halbzeit lang 80 Prozent Ballbesitz gehabt, trotzdem haben sie uns drei Kontertore geschossen. Das ist der Unterschied: In Deutschland versuchen die Mannschaften, spielerisch und mit Tempo nach vorne zu kommen, in Österreich ist viel auf Zerstörung ausgelegt. Zu meiner Zeit hat es Mannschaften wie Mattersburg, Kapfenberg und Wiener Neustadt gegeben, die sich oft zu elft hinten reinstellen und jeden Ball wegdreschen. Da hat man 70 Prozent Ballbesitz, aber was nützt dir das, wenn du die ganze Zeit 30 Meter vor dem Tor hin- und herspielst. Da gibt es nur wenige Räume und du kannst es nur mit Sonntagsschüssen probieren. Da ist auch verständlich, dass das für die Zuschauer irgendwann langweilig wird.

Man kann es den kleinen Vereinen aber kaum übelnehmen, dass sie so spielen. Das ist ja auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten.

Junuzovic: Das stimmt, die Teams in Deutschland haben die finanziellen Mittel, 20 gleichwertige Spieler im Kader zu haben. In Österreich kämpfen zwölf oder 13 Spieler um die elf Plätze. Da ist weniger Geld vorhanden, denn nicht jeder Verein ist finanziell so gesegnet wie Salzburg.

Es hat jedoch noch nie so viele Spieler aus Österreich in der deutschen Bundesliga gegeben. Was sagt das über das Niveau in Österreich aus?

Junuzovic: Das zeigt, dass in den österreichischen Nachwuchsnationalmannschaften gute Arbeit geleistet wird. Die Spiele werden immer von Scouts beobachtet und die Spieler sind gefordert, immer ihre Leistung zu bringen. Ein, zwei gute Partien in einer Nachwuchsnationalmannschaft reichen oft schon aus, dass du als junger Spieler ein Auslandsangebot bekommst. Es wird aber auch viel zu schlecht über die österreichische Liga geredet, die Außendarstellung ist wirklich übel.

Sollte sich die Liga daher noch stärker als Ausbildungsliga positionieren?

Junuzovic: In den letzten Jahren ist es sicher in diese Richtung gegangen. Sturm Graz, Rapid und die Austria haben gezeigt, dass sie gute Ausbildungsvereine sind. Man sollte aber einen Mittelweg finden und auch den Anspruch stellen, dass Spieler wie früher Dejan Savicevic und Milenko Acimovic in der Liga spielen. Bei der Austria sind viele Leute nur gekommen, um Acimovic anzuschauen. Solche Leute braucht man: Spieler aus dem Ausland, die viel Erfahrung mitbringen und vielleicht sogar internationale Erfolge vorweisen können. Das bringt auch die anderen Spieler weiter, ich habe als junger Spieler sehr viel von Mario Bazina und Acimovic gelernt. Wenn man eine reine Ausbildungsliga schafft und international überhaupt keine Rolle mehr spielt, kommen bald keine Zuschauer mehr ins Stadion. (Gordon Päschel & Georg Pitschmann; 20.7.2012)

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der junozovic

soll einmal was leisten bevor er so inkompetent die goschn aufreisst.

wow mit dem falschen Fuss aufgestanden oder?

obs nun passt oder nicht.
jeder verein darf wohl so spielen wie er will um erfolgreich sein zu können.

das als schlecht hinzustellen ist eine frage der Intelligenz !

Oh je, nicht verstanden was er sagt. Er sagt nicht dass die Mattersburg Taktik unmoralisch ist, sondern dass es der Liga oder dem österreichischen Fussball nichts bringt.

Was man ihm ankreiden kann ist dass er nicht über Lösungen nachdenkt. Was kann man machen? Ich denke, ein Salary Cap a la US Profiligen wäre gut. Denn solange ein M'burg, Innsbruck, Wr. Neustadt etc. gegen Mannschaften wie Red Null antreten müssen, werden sie natürlich nie mitspielen versuchen. Wie denn, bei dem Kräfteunterschied.

Das ist keine Frage der Intelligenz, sondern der Realitätsakzeptanz.

chelsea spielt wie mattersburg

wo ist der unterschied?
11 mann hinten rein, agressiv und vorne auf einen glücksmoment warten.

nur hat chelsea mehr "klasse" für dieses system.

Sie haben wohl nur die 3 CL-Spiele Chelseas gesehn, oder? :)

Die Bundesliga im Wirtschafts-Check

Österreichs Fußball-Bundesliga ist im internationalen Vergleich ein Armutschkerl – das wäre nicht weiter verwunderlich. Doch es gibt auch Strukturprobleme.

http://bit.ly/NFKpgY

nicht klicken.

das ist müll.

Jetzt geht das wieder los. Bezahlposter vom Format. Jedes Monat probiert ihr es wieder...

sind wohl die gleichen Kampfposter wie bei 90minuten :-(

der artikel sind zum häusel tapezieren. Die Vergleiche deutsche, englische, italienische... und österreichische Liga sind für die Würste. Dass, das Sponsoring einen so hohen Anteil an den EInnahmen hat, liegt daran, dass es die Fernseherlöse fehlen.

wenn schon dann soll man die buli mit den niederländern, belgiern, schotten und tschechen vergleichen aber doch bitte nicht mit den deutschen und engländern.

Nicht nur das, es fehlt dem Artikel sowieso auch an einer ernsthaften Aufarbeitung sämtlicher Ligateilnehmer. Die lächerliche Grafik mit den "Top 5" der letzten Saison ist grottenschlecht. Das was in dem Bericht geschrieben steht, konnte man auch selbständig aus dem von deloitte veröffentlichen Bericht ablesen. Nichts neues. Leider. Eine ordentliche Auseinandersetzung wäre wirklich wünschenswert!!!!!

Auch gerade im Ballesterer entdeckt. Wunderbares Foto aus Rio: http://www.flickr.com/photos/go... 0637642184

boah ich sags dir. Letztes Jahr mal wieder Urlaub an der Copacabana gemacht. Die ist auch nicht mehr das was sie einmal war, jetzt wo die ganzen scheiss Touris rumlaufen. Nichtmal ein gemütliches 16erblech kann man sich da noch in Ruhe gönnen.

na schau

der zladdi is ja nicht nur ein guter kicker sondern kann auch was g'scheites sagen.

Der größte

Unterschied sind die Trainer - in unserer Liga wird man als Ex-Internationaler sehr leicht Trainer, ohne sich vorher irgendwo beweisen zu müssen - die Prüfung ablegen, dann viell. 1 Jahr einen Verein der Heute-für-Morgen Liga in Aufstiegsnähe bringen, dann gleich einen Buli Verein übernehmen... Viel zu früh für viele...
Ist aber kein reines Problem der BuLi - auch im Nationalteam war das in den lezten Jahren ähnlich - den Erfolg konnte man ja sehen...

Ich bevorzuge zB einen langjährigen Cotrainer eines dt. Bundesligisten gegenüber einem frisch gebackenen Absolventen der A-Trainer Lizenz mit in Österreich großen Namen

und jetzt haben wir die Heilsbringer, die neuen Konzepttrainer die unsere Liga missionieren werden. Hyballa, Schmidt, TvH -> wahnsinn wie die unseren Trainern voraus sind. Die Erfolge sprechen bereits jetzt für sie.

Peter PaKULT hatte ja eine langjährige Cotrainer-Erfahrung. Die hat ihn sicherlich geprägt. ;)

warum lieber standard

kann man eigentlich nur posings bewerten - nicht aber euere eigenen beiträge????

Ich halte viel von Juno...netter Kerl

aber ..pardon...a bisl simpel gestrickt ist er schon.
Ich glaub die Frage übersteigt seine Urteilskraft.

Unprofessionell fand ich zB seine Schwalben. Das hat dazu geführt, dass uns der eine oder andere (mitunter Meisterschaftsentscheide) 11m vorenthalten wurde.

Ich wünsche ihm, dass er sich bei Bremen durchsetzt.
Alles Gute :-)

sie haben vollkommen recht.
er ist jetzt ein halbes jahr in deutschland und glaubt schon zu wissen, wo der große unterschied vom österreichischen zu internationalem fußball ist.

aber

so sind die Medien

Polarisieren ist wichtiger als alles andere

Auf welche Frage beziehen Sie sich?

Ich glaube schon, dass er mehr dazu sagen könnte, über die Unterschiede zw. Ö und D.

Es gibt mMn nur einen Weg den Ligawettbewerb attraktiver zu machen. Dazu gehören "Glückserfolge" der "Europacup"-teilnehmer. Dadurch wäre die Liga auch für Sponsoren zugänglicher. Man hätte mehr Geld für die Ausbildung junger Spieler, bzw. der (Weiter)-verpflichtung von Spielern, die der Liga wirklich gut tun. (Bsp. Acimovic) Ich hoffe stark, dass sämtliche Vereine in Ö mal soweit sind, dass sie sich eigenständig finanzieren können, ohne auf die Politik großartig angewiesen zu sein. Ganz ohne wird es nie gehen (Stadion, etc..) Aber der Einfluss in das Management der Vereine ist mir etwas zuviel. Vor allem in Tirol.

wirr

von fan-klub von viola-seleccion wollen wieder unechte träner ham so wie damals die vastic - weil ivo schiesset nicht nur esterreich zu em-tor sondern spricht auch noch die deitsch so gut wie die papa breitfuss!!!!

"Die schwächeren stellen sich hinten rein, mauern und schauen, dass sie kein Tor bekommen."

Und was machte Chelsea im Champions-League Finale gegen Bayern München?

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