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Berlin - Mit einer gemeinsamen Resolution wollen sich in Deutschland die Fraktionen von Union, FDP und SPD im Bundestag für das Recht auf religiöse Beschneidung einsetzen. Darin fordern sie die deutsche Regierung auf, rasch mit einem Gesetz die Straffreiheit solcher Eingriffe bei Buben sicherzustellen, wie aus dem Antrag hervorgeht, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Der Text solle dem Bundestag am Donnerstag vorgelegt werden, hieß es in Fraktionskreisen.
In dem Antrag heißt es, das Gesetz müsse gewährleisten, dass "eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Buben ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist". Diese Frage müsse "so schnell und so gründlich wie möglich geklärt werden". Der Antrag grenzt die Beschneidung aus religiösen Gründen ausdrücklich ab von "sittenwidrigen Eingriffen" wie etwa die weibliche Genitalverstümmelung.
Die Fraktionen begründen ihre Forderung nach einem Gesetz mit dem Urteil des Kölner Landgerichts, das die Beschneidung eines vierjährigen Buben als rechtswidrige Körperverletzung gewertet hatte. Zwar habe diese Entscheidung über den konkreten Fall hinaus keine rechtliche Bindungswirkung, wird in dem Entschließungsantrag klargestellt. Sie habe aber "für große Verunsicherung vor allem bei jüdischen und muslimischen Gläubigen gesorgt". Unsicherheit gebe es auch bei den Ärzten. "Jüdisches und muslimisches Leben muss weiterhin in Deutschland möglich sein", heißt es in dem Antrag. (APA, 19.7.2012)
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das "jüdische und muslimische leben" sollte sich halt modernisieren und ein wenig mit der zeit gehen, damit es mit den heutigen menschenrechten kompatibel ist.
glauben um des glaubens willen an irgendwelche gebote ,die sich ein paar einfältige schafhirten vor 4000 jahren ausgedacht haben, kann nicht mehr die lösungen für die herausforderungen der modernen welt bieten
Daß die Grünen für Eingriffe in die sexuelle Unversehrtheit von Kindern stimmen würden war von Anfang an klar.
Die Grünen hatten schon immer eine - nun ja - eigenartige Haltung zur Sexualtität und den Menschenrechten von Kindern.
Als ein Beleg möge eine Aussage des heutigen Grünen Eu-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit vor einigen Jahren im TV zu seinen sexuellen Erfahrungen mit Mädchen im Kindergartenalter gelten:
http://www.youtube.com/watch?v=NXLXRVHej6s
Daß es den Grünen um "religiöse Freiheit" ginge? So naiv kann man nicht sein.
das sommerloch füllen ???
Grundsätzlich ist die beschneidung im islam KEIN religiöses gebot !!!, allerdings ist es teil des gesellschaftlichen lebens geworden. Ist so wie mit dem hasen im ostern !!!!, der hase muss nicht zwangsläufig teil der osterfeierlichkeiten sein, kann man sich aber ein ostern ohne hasen vorstellen ???
Dieser bodenlose schwachsinn gefährdet das soziale gleichgewicht allerdings im höchstem masse. Man könnte dem richter unterstellen, das er genau auf das abzielt !!!, argumentativ ist seine entscheidung nicht haltbar.
MfG
wahrlich ernsthaft (ohne seine Überzeugung rechtfertigen zu wollen) die Sinnhaftigkeit der Circumcision durchdacht hat, ortet bei...
"Die Konferenz Europäischer Rabbiner betrachtet den Richterspruch als schwersten Angriff auf jüdisches Leben in Deutschland seit dem Holocaust."
...einen Katalysator für den deutschen Schuldkomplex.
Derartiges hat in einer Diskussion zu Thema nicht verloren.
Ausgangssituation: Beschneidung wurde noch nie durchgeführt. (Nicht einmal darüber nachgedacht) Im Jahr 2012(!) wird etwas völlig Neues (als Wille einer Gottheit) eingeführt.
Seit heuer werden daher (im Sinne der Gottheiten) die Genitalien von kleinsten Kindern beschnitten.
Aus Mangel an Gottheiten handelt es sich dabei um reinen Menschenwillen an seinen Nachkommen auf
Lebenszeit ein religiöses "Branding" durchzuführen.
Wie stellte sich die Diskussion dazu dann dar?
Es darf dabei darüber nachgedacht werden, welchen Zweck die Circumcision tatsächlich verfolgt...
Zitat: "Wir respektieren Jahrhunderte alte religiöse Traditionen"
Das ist erschreckend!
Aber ob der Bundestag eine Resolution beschließt oder ob in China ein Sack Reis umfällt, kommt aufs Gleiche raus.
Letzten Endes wird es auf eine Grundrechts-Diskussion hinauslaufen. Was steht höher: das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder das Recht auf freie Religionsausübung? Und da ist dann die Frage, ob der Gesetzgeber das einfach beschließen kann (nicht einmal Verfassungsgesetze können so einfach in Grundrechte eingreifen).
Ich denke mal, die Mehrheit der Bevölkerung schätzt die körperliche Unversehrtheit höher ein. Das ist einfach gesellschaftliche Realität heute.
Manche denken, Tyrannei sei typisch für Despoten und könne in einer Demokratie nicht ausgeübt werden. Sie denken, dass die Regierung durch die Mehrheit es rechtfertigt, dass diese Mehrheit alles darf was sie will, und die Minderheit sich allen Beschlüssen der Mehrheit ergeben und vergnügt unterwerfen muss, als ob Demokratie, die Regierung durch das Volk, ein Schema wäre, bei dem wechselnde Teile der Bevölkerung abwechselnd das Privileg hätten, sich gegenseitig zu tyrannisieren. Ein besonders verderblicher Effekt solcher Gesetze ist die Spaltung der Gesellschaft in Freunde und Feinde der repressiven Gesetze.
James C. Carter (amerikanischer Jurist, 19. Jhdt.)
Genau so könnte man argumentieren, dass die Juden und Moslems innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft die Tyrannei der Mehrheit ausüben.
Ich gebe Ihnen schon recht, dass die Mehrheit nicht alles kontrollieren sollte. Aber irgendwo muss man die Grenze ziehen.
Oder hätten Sie auch deswegen die Sklaverei beibehalten, weil in den amerikanischen Südstaaten die Mehrheit dafür war?
Nicht nur.
Das Kind wird, wenn es beschnitten wird, in beiden Rechten beschnitten, sowohl das auf körperliche Unversehrtheit wie auch das auf Religionsfreiheit, denn das Kind entscheidet sich ja nicht für seine Religion; es kann das noch gar nicht.
Die Religionsfreiheit der Eltern wird hingegen nicht berührt, wenn sie ihre Söhne nicht beschneiden dürfen, denn sie selbst dürfen sich ja bekennen, zu was sie wollen.
Und wenn sie ihre Söhne als unrein betrachten, so lange sie nicht beschnitten sind, haben sie ganz andere Probleme.
Intact-America, die das schoene Poster in ihrem Link produziert haben, ist eine dieser amerikanischen Anti-Beschneidungslobby. Genau diese einseitigen Artikel sind das Problem, nicht die WHO oder Studienautoren, deren Werke sie nie gelesen haben.
Was glauben Sie, warum ich den User peter schmidt (und Sie übrigens auch) mehrmals gefragt habe, wo denn in diesen Studien die Buben (die laut schmidt ja angeblich sogar in der Studie eine Rolle spielen) ins Spiel kommen. Denn Ausschlußkriterien zur Teilnahme an den Studien war u.a. ein schon Beschnittensein. Und jünger als 18 durfte man in zwei der drei Studien auch nicht sein; die dritte war mit 15 Jahren Mindestalter auch weit von dem entfernt,was im Judentum oder im Islam üblich ist.
War Ihnen das nicht klar?
Zusätzlich zu den genannten Argumenten kommt noch, dass die Studienautoren erklärte Beschneidungsbefürworter sind, wie aus zurückliegenden Publikationen entnommen werden kann:
http://sti.bmj.com/content/7... 8.full.pdf
Die Autoren sind also nicht unvoreingenommen. Und das Studien, die nur randomisiert sind, aber keine Doppelblindstudien darstellen, allzu anfällig für wissenschaftliche Voreingenommenheit ist, ist gut bekannt.
Dieses Thema eignet sich nicht fuer Doppelblindstudien. Es gab vor den 3 randomisierten Studien, eine Analyse von 40 beobachtenden Studien, die den Schutz-Effekt der Beschneidung nahelegten. Da sagten die Beschneidungsgegner: Gilt nicht, wir brauchen randomisierte kontrollierte Grossstudien. Jetzt haben wir 3 solche Studien, die - was selten ist eindeutig und im Einklang miteinander - bestaetigen dass Beschneidung das HIV-Infektionsrisiko Frau-Mann um 50-75 % reduziert. Jetzt werden absurde Einwaende gegen die Autoren gebracht, weil man's nicht akzeptieren kann. Die Evidenz ist so eindeutig, dass keine Foerderstelle medizinischer Forschung eine weitere Studie finanzieren wird.
Und außerdem ist ihr Argument sowieso Quatsch.
Circumcision bietet keinen Schutz vor HIV-Infektion. Das geben sogar die Studienautoren zu. Bestenfalls reduziert man mit einer Circumcision das Infektionsrisiko, wenn überhaupt.
Die einzig wirksame Art der Prävention ist ein Kondom, alles andere ist russisches Roulette.
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