Michael Streiter mit Genugtuung zurück

19. Juli 2012, 12:39

Horn-Trainer sieht sich nach unbedankten Engagements in Altach und Wattens bestätigt - "Team hat dem Druck standgehalten und ist vorbereitet"

Horn - Die Genugtuung kann und will Michael Streiter nicht verhehlen. Den SV Horn führte der ehemalige ÖFB-Teamspieler und nunmehrige Trainer erstmals in Österreichs zweithöchste Spielklasse, zuvor war ihm schon mit Wattens und Altach der Sprung in eine jeweils höhere Liga gelungen. Bei beiden Vereinen musste er in der Folge gehen, Anerkennung sieht anders aus. Doch Streiter blieb unbeirrt. "Das treibt mich nur noch weiter an", stellte er kurz vor dem Auftaktspiel gegen Titelkandidat Altach am Freitag (20.30 Uhr/live ORF Sport Plus) fest.

"Ich bin mit Wattens in die Erste Liga, mit Altach in die Bundesliga aufgestiegen", sagte Streiter rückblickend. "Und ich glaube, jeder weiß, was ich zum Salzburger Meistertitel beigetragen habe, auch wenn ich damals nur Co-Trainer (2009 von Co Adriaanse, Anm.) war." Eines hat er gelernt: "Du kannst erfolgreich sein, im Profifußball gibt es dafür aber keinen Dank. Du steigst zweimal auf und wirst dann entlassen."

Streiter, der sich einst als kompromissloser Verteidiger einen Namen machte, sieht sich nun als kompromissloser Trainer. "Ich überlasse nichts dem Zufall. Ich gehe in eine Richtung, und da muss jeder mitziehen", erklärte der 46-Jährige, den nicht zuletzt eine Sorge umtreibt: "Ich will nicht stagnieren."

Aufstieg war quasi Pflicht

Deswegen war er sich auch für den Gang von der Bundes- in die Regionalliga nicht zu schade, im Oktober 2010 heuerte er in Horn an. Dort habe man seinen Vorstellungen entsprochen, der Aufstieg sei angesichts der geschaffenen Rahmenbedingungen quasi Pflicht gewesen. "Ich habe in der Regionalliga ab der ersten Sekunde gesagt, wir sind der Favorit. Das haben die Spieler permanent zu hören bekommen", stellte Streiter klar. "Ich habe großen Druck auf sie ausgeübt. Sie haben dem standgehalten, deswegen sind wir gut vorbereitet."

In Horn, wo er mit Christoph Westerthaler einen Kollegen aus Innsbrucker Tagen als "Co" an seiner Seite hat, fand Streiter ideale Bedingungen vor. "Wir haben alle miteinander eine Riesenentwicklung gemacht. Von den Funktionären bis zu den Spielern", erklärte der Tiroler. "In Österreich wird zum Beispiel oft vergessen, wie wichtig die Medizin ist. Da habe ich in Horn ein offenes Ohr gefunden, sie haben sehr viel investiert. Das sind Dinge, die ich brauche, um erfolgreich zu arbeiten."

Das sei in erste Linie dem langährigen Obmann Thomas Kronsteiner zu verdanken: "Er schafft fasst alles alleine, hat den Stadionumbau mit super VIP-Club gemacht. Fußball ist in Horn ein gesellschaftliches Ereignis geworden. Der Verein ist unheimlich entwicklungsfähig."

Nur kleine Veränderungen

All diese Dinge lassen ihn dem Kommenden mit großer Zuversicht entgegenblicken. Sein Team hat sich im Vergleich zur Vorsaison nur punktuell verändert. So kamen die beiden Mittelfeldspieler Marco Salvatore und Marcel Toth von der Vienna, im Tor steht nunmehr der 20-jährige Ex-Austrianer Philipp Petermann.

"Ich wollte Kontinuität, das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall", sagte Streiter, der mehrere Kicker in seinen Reihen hat, die schon in Spielkassen oberhalb der Regionalliga Erfahrung sammeln konnten. Streiter: "Jetzt müssen sie aber den Status als Talent ablegen und richtige Fußballer werden." (APA, 19.7.2012)

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12 Postings
Bravo Michael Streiter!

Wie als spieler so auch als Trainer, ein Mann mit Verstand und dem nötigen Gefühl für das was den Fußball ausmacht.

horn ist sehr unsymphatisch. haben zwar einen guten nachwuchs, eine gute infrastruktur, lassen aber jeden spüren, dass sie im grunde neureiche sind, denen von der gemeinde alles reingeschoben wird. von selber ist da nix gekommen.

Neureich und von der Gemeinde reingeschoben?

Der SV Horn ist einer jener Vereine, die die Infrastruktur des Vereines selbst erhalten müssen und nicht von der Gemeinde finanziert bekommt. Der Verein liefert weitaus mehr Geld an die Gemeinde ab, als er als Subventionen zurückbekommt ... der Umbau wurde nicht mit Unterstützung der Gemeinde finanziert, sondern mit Unterstützung vom Land....! Vor einiger Zeit gab es kein wirklich gutes Verhältnis mit der Stadtgememeinde...aber das hat sich sicherlich in letzter Zeit gebessert - die Gemeinde kann leider in der derzeitigen finanziellen Situation eben nicht weit spucken, genauso wie viele andere Gemeinden auch. Viele Vereine in der Umgebung leben davon, dass viele Leistungsträger aus dem Horner Nachwuchs kommen etc. woher also dieser Neid?

und?

alle vereine, inklusive rapid + austria, bekommen steuergeld in dern arsch geschoben.
und sponsoren haben viele vereine sowieso die der öffentlichen hand gehören.

"Da habe ich in Horn ein offenes Ohr gefunden, sie haben sehr viel investiert."

Für dieses Medizin-Investment sollte sich vielleicht die NADA interessieren.

Geld schiesst also doch Tore.

Eines muss man Streiter lassen...ein unglaubliches Stehaufmandl !

Seinen Charakter als Spieler hat er in die Trainerlaufbahn mitgenommen...ein Arbeitertyp !
Hut zieh !

Das war er als Spieler in Innsbruck schon!

Salvatore spielte bei der Vienna Außenverteidiger.

Und das wird er auch in Horn...

Horn in der Bundesliga - ich sehe es kommen.

langsam

so schnö schiassen de pr* ned...

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