Behörden finanzieren besseren OOXML-Support in LibreOffice

19. Juli 2012, 12:55
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    grafik: libreoffice

Mit 140.000 Euro - Soll gemeinsam von SUSE und Landeo umgesetzt werden - Weitere Geldgeber gesucht

Angesichts der jahrelangen Dominanz  von Microsofts Office-Produkten ist es eine simple Realität, dass sich Mitbewerber unweigerlich um die Kompatibilität zu dessen Dateiformaten kümmern müssen. Dies gilt natürlich auch für freie Office-Lösungen wie LibreOffice oder OpenOffice, die in den letzten Jahren gerade in der öffentlichen Verwaltung immer größeren Zulauf erhalten haben.

Pool

Dabei setzt man nun offenbar zunehmend auch auf kreativere Formen der Finanzierung für solche Unterfangen: Diverse deutsche und schweizerische Behörden haben sich zusammengetan und investieren gemeinsam 140.000 Euro in eine bessere OOXML-Anbindung für OpenOffice und LibreOffice.

Spenden

Um die technische Umsetzung sollen sich die bereits bestehenden LibreOffice-EntwicklerInnen von SUSE sowie der Hamburger Open-Source-Firma Lanedo kümmern. Für den vollständigen Umfang des Projekts benötigt man allerdings noch weitere Finanzmittel, konkret spricht man hier von 30.000 Euro. Andere interessierte Behörden und Unternehmen werden entsprechend dazu aufgefordert, sich noch an dem Pool zu beteiligen. (red, derStandard.at, 19.07.12)

Links

SUSE

Lanedo

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16 Postings

Libre Office schafft es ja nicht mal, dass man in MS Office erstelle Dokumente anständig nachbearbeiten kann.
Vor kurzem war es eine einzige Qual mit den Aufzählungszeichen.
Vielleicht bringt es ja was wen Behörden hier mitfinanzieren, damit die Qualität von Libre Office endlich besser wird.
Jedenfalls ist Libre Office erstmal von meiner Disk geflogen...

Besser waere, sie wuerden besseren ODF-Support in MS Office foerdern

...damit das aufgeblasene wirre OOXML-Format verschwindet, und das schlankere und sauberer aufgebaute ODF-Format durchgehend verwendet wird.

Man kann zwar bemängeln, dass Libre/Openoffice keinen perfekten OOXML Support hat

andererseits könnte man auch Microsoft selbst vorwerfen, dass die ihr eigenes Dateiformat nicht korrekt unterstützen.

Ich habe einige Zeit lang ein gemischtes Netzwerk mit Macs und Windows Rechnern administriert.
Wir haben stets die aktuellste Office Version verwendet, doch wenn die Mac user den Windows Usern docx Dokumente geschickt haben passierten eigenartige Dinge, unscharfe pixelige Bilder, andere Formattierungen etc.

der Workaround war, dass sie das docx in ein doc umgewandelt haben, dieses hat dann auf allen Plattformen wunderbar funktioniert.

Also ist OOXML in meinen Augen eine Husch-Pfusch Lösung die sie für viel Geld schnell programmiert und zertifiziert haben um odt etwas (mieses) entgegenzusetzen.

So, jetzt kann auch wirklich gespendet werden - ganz unten auf der Seite:
http://www.osb-alliance.com/index.php... hoerden-um

Diverse deutsche und schweizerische Behörden haben sich zusammengetan und investieren gemeinsam 140.000 Euro in eine bessere OOXML-Anbindung für OpenOffice und LibreOffice.

Das Projekt wird koordiniert von der Open Source Business Alliance ( http://www.osb-alliance.com/ ).

"Die Auftraggeber sind die Kommunen Freiburg, Jena und München sowie das Informatiksteuerungsorgan Bund der Schweiz und das Schweizerische Bundesgericht."

( http://www.linux-magazin.de/content/v... full/69877 )

Eine absurde Idee

Die Interoperabilität wird immer ein Problem bleiben. Aber eigentlich ist sie gar kein Problem. Denn LibreOffice/OpenOffice.org sind kostenlos, Microsoft Office ist es nicht. LO/OOo bessere OOXML-Unterstützung zu verpassen ist also nur ein weiterer Workaround, der zwar pragmatisch ist, aber das eigentliche Problem weiterhin verkennt: die öffentliche Verwaltung muss gezwungen werden, so viel freie Software wie möglich einzusetzen. Aber dazu fehlt meistens der politische Wille von ganz oben.

die interoperabilität muss keineswegs ein problem bleiben

wenn man die internen strukturen von LibreOffice so erweitert, dass sie OOXML strukturen ohne verlustbehaftete konvertierung nativ abbilden, dann geht das ohne weiteres. und dann hat MS wirklich ein problem.

das passiert aber aus taktischen gründen nicht: die OO.org-firmen (va. ibm und sun) haben gedacht, durch ein OOXML-verbot im public sector einen wettbewerbsvorteil erringen zu können, und deshalb geben sie nicht nach. der plan geht aber nicht auf, einerseits wegen der ISO-standardisierung von OOXML, andererseits wegen der überwältigenden menge an existierenden dokumenten. wird zeit für eine realistischere taktik.

Hey Österreich

die Libre Bank braucht 1 Milliarde Unterstützung ...

Wäre wohl sinnvoller investiert.

Mit dem Geld könntest du sämtliche arbeitslosen Programmierer Österreichs 'bekämpfen' ;)

Die gesamte österreichische Verwaltung soll auf LibreOffice umsteigen

und 30% der ersparten Lizenzen in die Foundations spenden.

Die Justiz ist schon auf OpenOffice umgestiegen. Und ist die österreichische Justiz deswegen zusammengebrochen.

Parteispenden wird es von LibreOffice natürlich nicht mehr geben.

Damit werden die angefütterten Parteien leben müssen.

"Und ist die österreichische Justiz deswegen zusammengebrochen."

nein, DESWEGEN nicht

das wollte ich auch gerade posten :)

Wäre es nicht gescheiter

die Lizenzkosten die sonst jährlich microsoft geschenkt wird in die entwicklung von Libre office / ??? zu stecken? Ist doch irgendwie ein Witz: sie zahlen am microsoft aber bekommen nicht das was sie eigentlich wollen...

libreoffice hat leider kein geld um unsere politikerInnen zu schmieren

30.000Eu...na österreich was ist?

30.000 ... für die Firmen heute doch eh ein Taschengeld.

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