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Wien - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wünscht sich bei den Lehrerdienstrechts-Verhandlungen mehr Engagement von der Gegenseite. "Es würde mich freuen, wenn es vonseiten der Lehrergewerkschaft mit mehr Motivation und mehr Freude vorangehen würde", so Schmied bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Ebenfalls freuen würde sie sich, "wenn die Lehrer auch von sich aus Vorschläge bringen würden" bzw. sagen würden, welche Teile ihnen gefallen und wo es neuer Vorschläge bedürfe. Sie werde jedenfalls "hartnäckig am Thema dranbleiben": "Ich bleibe so lange am Tisch sitzen, bis es eine Lösung gibt."
Finanzminsterium mit am Tisch
Mehrmals betonte Schmied, dass es sich bei den Verhandlungen um ein Regierungsprojekt handle. Letztendlich werde es auch um die Finanzierungsfrage gehen. Deshalb sei es auch so wichtig, dass das Finanzministerium von Anfang an mit am Tisch sitze.
ÖGB hält sich zurück
Bedeckt hielt sich ÖGB-Chef Erich Foglar. Solche Themen seien "ureigenstes Thema der zuständigen Gewerkschaften", in diesem Fall der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Der ÖGB sehe aber "sehr wohl die Notwendigkeit, eine Gesamtsystemänderung zu machen". Wenn man das Besoldungssystem ändere, indem man die Einstiegsgehälter erhöhe und die Senioritätskurve abflache, "dann ist das nicht der große Streitpunkt". Es komme dabei auf die Perspektiven für neueintretende Lehrer an: "Da ist es halt meistens das Detail, das Hürden aufstellt."
Streitpunkt: Konkrete Modellberechnungen
Genau solche Hürden dürfte es aber bereits bei den Ausgangspunkten der Verhandlungen geben. In den Kleingruppen-Gesprächen müsse man sich noch auf konkrete Modellberechnungen einigen, so Schmied. Dabei gehe es etwa um die Abzinsung beim Lebenseinkommen - also um die Frage, wie viel es wert ist, dass Lehrer früher mehr verdienen. Auch Foglar bestätigte das: "Die Zahlen haben ja die Experten auf beiden Seiten. Entscheidend ist aber, welches Modell unterlegen wir den Zahlen." Dann könne nicht mehr der eine von einer Verminderung des Lebenseinkommens ausgehen und der andere von einer Steigerung. "Das scheint im Moment schwierig zu sein, ist aber nicht schwieriger als in anderen Systemen, wenn man sich einmal auf ein Modell geeinigt hat."
Grund zur Sorge hat Foglar nicht: Der Wille zum Abschluss sei bei beiden Seiten vorhanden. Immerhin sei die Gesamtumstellung des Systems eine "epochale Änderung, die schon gut gelingen sollte". Da komme es auf zwei Tage oder eine Woche nicht an. In solchen Verhandlungen gebe es immer Aufs und Abs. (APA, 19.7.2012)
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Glauben Sie im Ernst, dass das neue Lehrerdienstrecht vom Gehalt her besser wird als das alte? Das Ministerium will in Österreich 9000-14000 zusätzliche Stellen schaffen: Administratoren, Verwaltung, Psychologen etc., um Lehrer zu unterstützen. Und natürlich auch, damit zB keine Lehrer die Verwaltung in der Schule machen, sondern schlechter bezahltes Verwaltungspersonal. Das Ministerium wird daher Lehrerposten einsparen können. Einstiegsgehalt gibts ein höheres, dafür müssen Lehrer mehr Unterrichtsstunden abhalten (= man kann wieder einige Lehrer einsparen). Die Gehaltskurve für Lehrer wird flacher verlaufen, der Lebensverdienst bleibt gleich. Für Quereinsteiger wird der Wechsel in den Lehrerberuf einfacher möglich sein. That's it.
BM Schmied schon mehrmals mitgeteilt, dass die Verhandlungspapiere noch nicht vollständig übergeben wurden. So fehlen z.B. noch immer u.a. die angekündigte Umsetzung von Unterstützungspersonal usw.
Jetzt scheinheilig den Schwarzen Peter "ihren" Lehrern rüberzuschieben ist sowas von typisch für diese Politikerin. BM Schmied wird die Rahmenbedingungen definieren müssen und nicht nur Wischi-Waschi-Kann sein-möglich ist-Ankündigungen vorlegen, wie sie es bis jetzt praktiziert.
Dass ist es ja, dass alles angekündigt wird und dann vom Ministerium schlecht oder nicht vorbereitet ist. Und dass sich die Freude bei den Lehrern in sehr engen Grenzen hält, ist nur allzuverständlich, sollen sie doch abgeräumt werden, bis nichts mehr von ihnen übrig ist (ich rede jetzt auch von der Erhöhung der Lehr- und Anwesenheitspflicht).
Schmied lockt mit höherem Einstiegsgehalt, aber dafür wird die Lehrverpflichtung höher. Schmied kann dann dadurch Lehrerposten einsparen. Irgendwie muss Schmied ja zB die NMS (2 Lehrer/Klasse in Hauptfächern) finanzieren können: das geht nur durch höhere Lehrverpflichtung. Die Lehrer-Gehaltskurve flacht später ab, in Summe bleibt der Lebensverdienst gleich. Man kann sich aus dem Kopf schlagen, dass das neue Dienstrecht besser wird als das alte: in Zeiten wie diesen in denen alle sparen müssen. Das Unterstützungspersonal an Schulen in Form von Verwaltung, EDV-Administration & Co. wird kommen, da Schmied dann wieder Lehrer einsparen kann, die diese Tätigkeiten aktuell zum teuren Lehrergehalt ausüben.
Da haben Sie Recht! Aber man darf die Jungen nicht für dumm halten. Ich studiere 2 Korrekturfächer, die sogar relativ gefragt sind, im Moment. Sollte dieses Spar/Verschlechterungspaket für uns Junge durchgehen, sehe ich mich gezwungen den Beruf nicht zu ergreifen. Das neue Dienstrecht sieht eine Erhöhung bis auf 28 Stunden vor. Das ist einfach nicht machbar! Ab Oktober beginne ich eine Zusatzausbildung zur Absicherung, falls der Wahnsinn durchgeht (denke aber eher nicht, weil Wahljahr...).
In der Schweiz beträgt die Lehrverpflichtung übrigens zwischen 28-32 Stunden/Woche. Dort verdienen Lehrer aber auch mehr als bei uns. Es stellt sich die Frage, warum die Schweizer Lehrer diese Lehrverpflichtung schaffen und bei uns nicht? Die Antwort kann ich selbst liefern: weil Österreich ein Land der ewigen Suderanten ist und jede minimale Verschlechterung einfach nicht ertragen wird.
nicht abbringen von deinem beruf, geh halt in die schweiz oder nach bayern oder in der ganzen welt kommst du leicht unter www.auslandsschulwesen.de und brauchts dich nicht von Ingnoranten sekkieren lassen..
-Arbeitszeitverkürzung pro Woche um 50 % auf 10 Stunden und im Gegenzug eine Erhöhung des Gehalts ebenfalls um 50 % (mit der Begründung, wenn man mehr zuhause ist, braucht man auch mehr Geld).
Österreich verdient auch in der Bildungspoltik ein herausstechendes Merkmal.
Daher fordert die Lehrergewerkschaft, daß Österreich DAS Land wird mit den meisten Ferienwochen (und schulfreien Tagen).
Gleichzeitig bleibt die Forderung, daß die LehrerInnen automatisch als Akademiker eingestuft werden und in etwa mit den Bezügen der Gruppe 8 entlohnt werden (über 5.000 Euros pro Monat).
Auch sollte obligatorische Begleitungen von LehrerInnen in der Schule angedacht werden, weil sie sich ja vor den pösen Schülern fürchten könnten..
"Es würde mich freuen, wenn es vonseiten der Lehrergewerkschaft mit mehr Motivation und mehr Freude vorangehen würde"
was soll denn diese volksschulpädagogik mit hang zur manipulation?
sie hätte gerne gegenvorschläge...ja die bekommt sie ja auch, diese nennt man dann forderungen. so ist das in verhandlungen...
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