IWF prüft Finanzpolitik der Länder genauer

Währungsfonds zieht Schlüsse aus der Schuldenkrise und schaut genauer auf die nationalen, politischen Entscheidungen hin

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) zieht Konsequenzen aus der Schuldenkrise und ändert seine Regeln für die Kontrolle von Staaten. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte am Mittwoch in Washington, das geänderte Regelwerk sehe vor, dass der Fonds bei seinen Länderprüfungen auch untersuche, ob nationale politische Entscheidungen einen negativen Einfluss auf das gesamte Finanzsystem haben könnten.

Bisher war die Einschätzung sogenannter spillover-Effekte freiwillig. Die Schuldenkrise habe jedoch gezeigt, dass die Politik in einem Land starke Auswirkungen auf andere Staaten haben könne. Lagarde sagte, die neuen Regeln machten es dem IWF leichter, künftig effektiver auch zu nationalen ökonomischen und finanzpolitischen Entscheidungen Stellung zu beziehen. (APA, 19.7.2012)

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