Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Auf Wahlsieger Mahmud Jibril kommt eine schwere Aufgabe zu. Die Muslimbrüder wollen nicht mit ihm kooperieren.
Tripolis/Kairo - Zehn Tage hat die libysche Wahlkommission benötigt, um einen Trend offiziell zu bestätigen, der sich schon am Wahlabend abzeichnete. Danach hat die Allianz der Nationalen Kräfte (NFA) von Expremier Mahmud Jibril 39 der 80 für Parteien reservierten Sitze erobert. Auf Platz zwei folgt die Partei für Gerechtigkeit und Aufbau, die den Muslimbrüdern nahesteht, mit 17 Mandaten. Drei Sitze gingen an die Nationale Front, die aus einer Oppositionsbewegung hervorgegangen ist, die seit Jahren gegen Gaddafi gekämpft hatte. Weitere 18 Parteien mussten sich mit einem oder zwei Mandaten begnügen. 33 Frauen haben den Sprung in den 200-köpfigen Nationalkongress geschafft. Ein Frauenanteil von 16,5 Prozent ist für dieses religiös-konservative Land beachtlich, es wurde durch Quoten nachgeholfen. Die Wahlbeteiligung betrug 62 Prozent.
Trotz des klaren Vorsprungs hat Jibril nur ein Fünftel des neugewählten Gremiums hinter sich. Den Ausschlag werden die 120 Unabhängigen geben. Beobachter wagen keine Prognosen, wie sie sich entscheiden werden. Viele der Gewinner von Einzelmandaten sind bekannte lokale Persönlichkeiten - in Bengasi hat etwa der Organisator der Lokalwahlen ein Spitzenresultat erzielt - und ideologisch nicht festgelegt.
Die Muslimbrüder geben sich noch nicht geschlagen. Ihr Vorsitzender, Mohammed Sawan, hat seinen Ton gegen Jibril verschärft und ihm vorgeworfen, seine Haltung zum Islam gleiche jener Gaddafis und seine Fähigkeiten seien nur durchschnittlich. Er würde sich als Uni-Professor eignen, aber nicht als Führungsfigur für diese Zeit. Sawan hat eine Koalition mit Jibrils Allianz ausgeschlossen und will genügend Unabhängige auf seine Seite ziehen, um zu regieren.
Wirtschaftskompetenz
Jibril, dem Experten für strategische Planung, trauen seine Anhänger vor allem zu, dass er die Wirtschaft in Gang bringt. In ihrer Eigendefinition nennt sich die Allianz moderat und den Werten der Revolution wie Demokratie, Menschenrechte und Transparenz verpflichtet. Auch er wird weitere kleine Parteien und Einzelkandidaten um sich scharen können. Das wird auch der Nationalen Front zugetraut. Ihr Vorsitzender Mohammed Magariaf hat betont, offen für Zusammenarbeit zu sein.
Den Organisatoren der ersten freien Wahlen nach dem Sturz der Diktatur haben alle lokalen und internationalen Beobachter ein gutes Zeugnis ausgestellt. In etwa fünf Prozent der Wahllokale musste nachgezählt werden, und in Kufra hat die Minderheit der Tabu überhaupt erst drei Tage später gewählt. Gegen die Resultate kann nun in den nächsten 14 Tagen Einspruch erhoben werden. Eigentlich wollte der neue Nationalkongress am 7. August erstmals zusammentreten und damit die Macht vom Nationalen Übergangsrat übernehmen. Dieser Termin wird wohl nicht ganz zu halten sein. (Astrid Frefel, DER STANDARD, 19.7.2012)
Proteste nach Bombenanschlag in Bengasi – Premier Zidan warnt vor Destabilisierung
Spindelegger-Sprecher: Im Ministerrat bereits beschlossen
Außen- und Justizministerium blockiert
Autobombe explodierte nahe Spital
US-Botschafter und drei weitere Amerikaner starben im September bei Angriff auf Botschaft
Vorübergehende Maßnahme wegen Belagerung von zwei libyschen Ministerien
Milizen fordern schon seit Sonntag die Entlassung von Gaddafi-Anhängern aus dem Staatsdienst
Regierungschef Zeidan bat Al-Barghati im Amt zu bleiben
Erste Attacke auf diplomatische Vertretung in Libyens Hauptstadt - Mehrere Verletzte
Proteste gegen bewaffnete Belagerer und Gaddafi-Getreue eskalieren
Mindestens zwei Verletzte - Behörden gehen von Autobombe aus
"Hürriyet": Genug Waffen, "um einen Krieg zu beginnen"
Ägypten und Marokko liefern verhaftete Mitglieder des alten Regimes an Libyen aus
Libysche Armee berichtet von zwei Toten
Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Kanada fordern ihre Bürger zum Verlassen der Stadt auf
Al-Magariefs Wagen nach einer Sitzung des Parlaments unter Beschuss geraten
Diplomat übersteht Angriff in libyscher Hafenstadt unverletzt
Libyens Außenminister in Wien - Sorge über Sicherheitslage im Osten des Landes
Aufruf zur "Revolution" - Ehrgeiziger Zeitplan für den politischen Prozess wird nicht eingehalten
Ehemalige Milizsoldaten fordern Pilgerfahrt und Häuser, Regierung bietet Autos und Wohnungen
US-Präsident sagt Umsetzung aller Verbesserungsvorschläge zu
Früherer Gaddafi-Gegner Belhadj: Briten sollen an Auslieferung an Libyen beteiligt gewesen sein
Zwei weitere Ägypter bei Vorfall in Provinz Misrata verletzt
Miliz-Kämpfe rund um Gasförderanlage im Nordwesten
Bei dem Angriff auf das Konsulat starben Botschafter Chris Stevens und drei weitere US-Bürger
http://www.amnestyusa.org/sites/def... matted.pdf [07.12]
death and detention of tunesian fishermen
http://www.tunisia-live.net/2012/07/0... ors-death/ [2.7.]
-- es ist genau das eingetreten, was zu befürchten stand: nach oft ausufernder - aber selten tiefschürfender - berichterstattung zu den wahlen und grenzenlosem journalistischen jubel über ein sog. ergebnis, das zu interpretieren bzw. auf dessen grundlage zu arbeiten, mensch sich nach wie vor in libyen nicht recht in der lage sieht, scheint das land mit seinen schwierigkeiten wieder aus dem blick der weltöffentlichkeit verschwinden zu können/dürfen/sollen. --
on the eastern fringes of the Libyan capital, Tripoli. […] No charges were laid, however it is rumoured she was being investigated for espionage.
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/a... d=10821724 [24.7.]
The electoral system makes it difficult to predict optimal candidate or party strategies. The 80 SNTV seats, in particular, will make any form of coordination very difficult. SNTV makes effective coordination for political parties nearly impossible, as organizations would have to essentially run their own candidates against each other in every district. […] SNTV will be bad for party formation in Libya, but will greatly benefit local tribal elites.
http://ahwatalk.com/category/democracy/ [4.7.]
found in the basement of Benghazi's Tibesti Hotel. On Friday, bombs containing at least 40 kilos of explosives were found behind the Criminal Investigation Department building and the Police Patrol Department of Benghazi Directorate in Hawari.
http://www.magharebia.com/cocoon/aw... wsbrief-01 [30.7.]
gunmen stormed a jail in Benghazi and freed Islamist militant Salem al-Obeidi, the suspected killer of former rebel chief Abdel-Fattah Younis […]
http://www.huffingtonpost.com/huff-wire... /ml-libya/ [1.8.]
[…] seven [men], all members of the Iranian Red Crescent organisation, were seized at around 1 a.m. on their way back to the Tibesti hotel from the headquarters of the Libyan Red Crescent, which is based in Benghazi.
http://www.libyaherald.com/?p=11939 [31.7.]
3,4 mio Wahlberechtigte; 2,6 mio davon haben sich zur Wahl registrieren lassen. ein rundes 1/4 hat also von vorn herein gesagt: l.m.a. und von den registrierten 2,6 mio sind dann auch nur knapp 60% waehlen gegangen (sagt man uns hier). Also fuer ein Land das derart hungrig nach Demokratie war das es zig-tausende Tote (man spricht von 80.000 +) dafuer inkauf nahm --
Na, Heiner Mueller: kapiers't das oder brauchst du Nachhilfe..?
nein, das nicht.
http://en.wikipedia.org/wiki/2011... l_fighting
die auseinandersetzungen sind ruecklaeufig, libyen duerfte sich stabilisieren.
libyen wird kein 2.irak, keine totale katastrophe.
aber wie schauts denn mit der bilanz der revolution aus?
- was hat der spass (libyen und dann uns) gekostet
- wie sieht es mit der korruption aus
- wie sieht es mit den ueber 1 million gastarbeitern aus, die gefluechtet sind
- sicherheit, gefaengnissinsassen, menschenrechte?
das der super gau nicht eingetreten ist hat halt auch mit dem libyschen schulsystem und der relativ hohen bildung der menschen dort zu tun.
wirtschaftliche kosten des krieges werden bei 3-6 jahren liegen, ob es das wert war weiss man in 10 jahren.
Bei Realitätsverweigerung hilft auch keine Therapie mehr Müller. Good luck.
Schon einen Libyen-Urlaub geplant Heiner? Am Strand von Bengasi ist es sicher gemütlich, oder mal einen kleinen Abstecher zu den Oasen im Süden. Alles sehr ruhig dort, die lokalen Milizen kann man sicher mit Euros beruhigen. Man muss halt darauf stehen dauernd in Kalaschnikows zu gucken.
13. Juli, der Standard toent:
Ex-Regierungschef Jibril vor Erdrutschsieg in Libyen
18. Juli:
In Libyen beginnt die Suche nach einer Regierungsmehrheit
am 23. Juli schau ich dann mal wieder nach was aus dem 'Wahlsieger' geworden ist..
Das Land könnte zu einer Touristenattraktion vom feinsten werden. Öl plus Tourismus (der vor allem auch die Arbeitslosigkeit verringern würde) könnten Libyen zu einem wirtschaftlichen Boom verhelfen.
Ui ja da möchte ich unbedingt Urlaub machen. so eine Art Abenteuercamp - unbewaffnet durch Milizengebiet z.B. oder - mit Sandalen durch ein Minengebiet. Oder eine Stadttour durch Häuserruinen.
Ich glaube Libyen wird genauso ein Touristenmagnet wie z.B. der Irak, da ist ja schon alles mit Clubhotels zugepflastert....
Bei der Wahl in Libyen haben die Liberalen triumphiert. Doch der Sieg ist fragil. Noch immer regieren Milizen ganze Städte. Werden sie ein demokratisches Libyen überhaupt akzeptieren?
http://www.welt.de/politik/a... erung.html
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.