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Die Übertragung von HIV durch die Behandlung der infizierten Lebenspartner von Nichtinfizierten kann per Therapie um 96 Prozent verringert werden.
HIV und Aids sollen mittels medikamentöser Therapie zusehends zurückgedrängt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird bei der kommenden Welt-Aids-Konferenz in Washington von 22. bis 27. Juli eine Reihe von Vorschlägen für neue Richtlinien zur Behandlung der Immunschwächekrankheit machen. Diese zielen darauf ab, durch eine möglichst frühzeitige und intensive Therapie die Weiterverbreitung von Aids zu unterdrücken.
"Jedes Jahr beginnen rund eine Million mehr Menschen aus Staaten mit niedrigem beziehungsweise mittlerem Bruttoinlandsprodukt mit der Einnahme von antiretroviralen Medikamenten. Aber für jede Person, welche mit der Behandlung beginnt, stecken sich zwei mit HIV an. Eine weitere und strategisch richtige Steigerung der Verwendung der Medikamente könnte das radikal ändern. Wir haben Hinweise dafür, dass dieselben Arzneimittel, die Leben retten und (HIV-Positive, Anm.) gesund erhalten auch wirken, indem sie die Übertragung des Virus von Person zu Person stoppen beziehungsweise das Risiko reduzieren", erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.
Drei Richtlinien für die Therapie
In klinischen Studien hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass man die Übertragung von HIV durch die Behandlung der infizierten Lebenspartner von Nichtinfizierten per Therapie um 96 Prozent verringern kann. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf drei Punkte:
Resistenzen gegen die Anti-HIV-Therapie sind laut WHO offenbar nicht das größte Problem. Seit 2003 ist die Zahl der Behandelten in den ärmeren Ländern von 400.000 auf acht Millionen gestiegen. Die Resistenzrate liegt bei 6,8 Prozent. In den westlichen Industriestaaten mit breitem und frühen Zugang zur antiretroviralen Therapie liegen sie konstant bei acht bis 14 Prozent. (APA, 18.7.2012)
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