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London - Kolibris sollten im Regen eigentlich Probleme haben: Große Tropfen treffen die nur wenige Gramm wiegenden Vögel wie wassergefüllte Ballons. Doch die winzigen Vögel können selbst bei schweren tropischen Regengüssen vor Blüten in der Luft stehen und behalten ihre volle Flugkontrolle. Das berichten Biologen der US-amerikanischen Universität Berkeley in den "Proceedings" der britischen Royal Society.
Ab in die Dusche
Victor Ortega-Jimenez und Robert Dudley ließen fünf kalifornische Annakolibris (Calypte anna) in einem Plexiglaswürfel fliegen, filmten ihre Bewegungen und berechneten die Kräfte, die auf die Tiere wirkten. Mit einer Dusche simulierten sie leichten, mittleren und schweren Regen.
Die Forscher stellten fest, dass leichter bis mittlerer Regen - etwa 6 bis 15 Millimeter Niederschlag pro Stunde - die Tiere kaum störte. Ihre Flügelschlagfrequenz nahm etwas ab, die Auslenkung der Flügel dafür leicht zu. Bei starkem Regen von etwa 22 Millimetern Niederschlag pro Stunde änderten die Tiere dagegen ihren Flugstil. Sie orientierten sich eher waagerecht, die Amplitude ihrer Flügelschläge nahm stark ab, die Frequenz dagegen zu. In allen Fällen behielten die Tiere die volle Kontrolle über ihre Flugbewegungen, berichten die Forscher.
Standhaft
Offensichtlich können die Tiere sowohl die störenden Effekte nassen Gefieders als auch die Kräfte, die der Regen auf sie ausübt, sehr gut kompensieren. Selbst bei extremen Duschen von 270 Millimetern pro Stunde behielten sie die Kontrolle. Dabei spiele sicher eine Rolle, dass das Gefieder Berechnungen nach etwa die Hälfte der direkten Kräfte der Tropfen elastisch abfedere, schreiben die Forscher. Zudem seien die Vögel in der Lage, sich mitten im Flug fast alle Feuchtigkeit aus dem Gefieder zu schütteln.
Letztlich sei diese Fähigkeit für die Winzlinge einfach überlebensnotwendig, schreiben die Forscher: Wegen ihres hohen Energieumsatzes kommen Kolibris nur kurze Zeit ohne Nahrung aus - und müssen deshalb auch im Regen unterwegs sein. (APA/red, derStandard.at, 20. 7. 2012)
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Auch im Link wird nicht darauf eingegangen. Es wird von Laborbedingungen gesprochen und genau das ist ist meine Kritik. Wurden die Bedingungen im Labor mit Realbedingungen verglichen? Entsprach die Tropfengröße im Labor jener bei schweren Gewittern? Man kann nur raten. Wenn sie wenigstens in einem Satz geschrieben hätten, dass die Laborbedingungen jenen von Gewittern entsprachen. Aber sie haben weder über die absolute Tropfengröße, noch über die Relation zu Realbedingungen etwas gesagt.
Man kann nur hoffen, dass die Messung und das Paper akkurater waren, als der Abstract.
nicht den volltext gesehen (weiterführender link rechts neben dem abstract)? die bedingungen und ergebnisse sind dort ausführlichst beschrieben, inkl. der tropfendurchmesser basierend auf bekannten größen bei natürlichem regen.
auch videos gibts dazu:
http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/e... /suppl/DC1
...
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