Niessl gegen Zwangsanleihen, für Millionärssteuer

18. Juli 2012, 12:24

Burgenlands Landeshauptmann will Vermögende in Österreich stärker besteuern

Eisenstadt - Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) ist für Zwangsanleihen in Krisenstaaten, aber nicht in Österreich. "Ich bin für Zwangsanleihen für Staaten wie zum Beispiel Griechenland, eventuell auch solche unter dem Schutzschirm", so Niessl am Mittwoch. Für Österreich verlangte er erneut eine Millionärssteuer sowie die Schließung von "Steuerschlupflöchern".

"Man muss das differenziert sehen", erklärte der Landeschef. In Griechenland würden Zwangsanleihen Sinn machen, "weil dort die Superreichen, die 100 Mio. oder Mrd. Euro besessen haben, kaum oder wenig Steuern bezahlt haben." Das sei seiner Ansicht nach nicht der Hauptgrund, aber mit ein Grund, weshalb der Staat pleite sei. "Zwischen Griechenland und Österreich gibt es große Unterschiede. Eine Differenzierung ist mir hier sehr, sehr wichtig".

Die Tageszeitung "Die Presse" hatte berichtet, dass sich Niessl Zwangsanleihen für Wohlhabende auch in Österreich vorstellen könnte. Das habe sein Büro der "Presse" erklärt. (APA, 18.7.2012)

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10 Postings
Stammtischgebrüll Besoffener...

.. das klingt natürlich am Stammtisch unter Besoffenen irrsinnig gut: "Schröpft die Reichen und gebt den" Armen.Die Wahrheit ist aber:
1) Wenn die Reichen tatsächlich "geschröpft" werden, gehen die Superreichen einfach ausser Landes, die Geradenoch-Reichen verarmen (können sich ihren Besitz nicht mehr leisten) --> dazu gehören übrigens auch KMUs mit ihren Grundstücken. Ergebnis: Die Superreichen sind weg, KMUs gehen in den Konkurs - Arbeitslosigkeit steigt
2) Wenn zwar gebrüllt wird, es aber wegen (1) viele, viele Ausnahmen gibt: Dies Superreichen gehen trotzdem weg, für die KMUs ändert sich nichts und d. privaten Gerade-Noch Reichen werden exemplarisch geschröpft. Ergebnis:Steuereinnahmensverluste und d. Superreichen sind trotzdem weg

Staatanleihen

also sollen die "Reichen" die oft und gerne durch Zocken an den Märkten zu Ihrem Vermögen gekommen sind, ihre Kohle wieder via Staatsanleihe bei den Banken abliefern..... Einem Staat oder dessen Bürger haben natürlich nichts davon.

Wann ist es eigentlich aus der Mode gekommen dass Staaten sich untereinander Geld leihen?

Sie wissen schon, was eine Staatsanleihe ist?

kurz gesagt: die Staaten leihen sich bei den Banken Geld für Zinsen. Zur Zeit vor allem um alte Kredite ("Staatsanleihen") zu bedienen bzw. die Zinsen für diese Kredite zu stemmen.
und jetzt?

Gerechte Steuern für alle und auf alles

Die Idee, Zwangsanleihen für Reiche zu plazieren, beweist, dass die Staaten unter extremen finanziellen Nöten leiden. Diese Maßnahmen schaffen kein Vertrauen in die Leistungskraft von Volkswirtschaften und sind meines Erachtens auch nicht notwendig, wenn alle Steuerpflichtigen gerechte Steuern bezahlen und zwar angemessen zur jeweiligen Leistungskraft. Ganz besonders wichtig wäre Grundbesitz und Geldgeschäfte genau der gleichen Steuerlast zu unterwerfen, wie Arbeitseinkommen besteuert werden. Arbeitslose Einkommen, wie Zinserträge, Erträge aus Vermietung und Verpachtung, Kursgewinne aus Beteiligungen, geringer zu besteuern als Einkommen die mit Arbeit verbunden sind, ist unsozial und ungerecht.

Warum Grundbesitz stärker besteuern?

Wenn er Erträge abwirft, dann ja, natürlich. Aber der Besitz alleine?

Der Raubzug nimmt konkrete Formen an

Reiche Menschen können ruhig eine Solidaritätsabgabe haben

Die Vermögenssteuer ist, wenn sie korrekt eingeführt wird, so eine Solidaritätsabgabe.

Der Staatsapparat könnte sich

in Solidarität üben und die Beamten auf Teile ihrer Gehälter verzichten.
z.B. Irland -25% vor 2 Jahren.

auch eine Möglichkeit

Vielleicht auch statt die Gehälter zu kürzen den Personalstand kürzen. In der Privatwirtschaft nennt man dies Gesundschrumpfen.

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