Leitbörsen in Fernost ohne klare Richtung

18. Juli 2012, 12:52
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Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch ohne einheitliche Linie geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio ging um 28,26 Zähler oder 0,32 Prozent auf 8.726,74 Punkte zurück. Der Hang Seng Index in Hongkong schwächte sich um 215,45 Zähler (minus 1,11 Prozent) auf 19.239,88 Einheiten ab. Indes verbuchte der Shanghai Composite ein moderates Plus von 7,91 Punkten oder 0,37 Prozent auf 2.169,10 Punkte.

Der FT-SE Straits Times Index in Singapur schloss ebenfalls mit einem positiven Vorzeichen, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Aufschlag von 2,41 Punkten oder 0,08 Prozent auf 3.017,21 Zähler. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel wiederum um 18,9 Zähler oder 0,45 Prozent auf 4.156,40 Einheiten.

Belastend hätten Aussagen des chinesischen Premierministers Wen Jiabao gewirkt, der vor einer Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation in seinem Land warnte, sagten Marktbeobachter. Teilweise habe auch die Sorge, die schwächelnde Weltkonjunktur könnte die Quartalsbilanzen der Unternehmen belasten, einen Negativimpuls gesetzt. Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Kongress am Vortag wurden indes leicht stützend gewertet.

Unter den größten Verlierern im Tokioter Nikkei-225 Index waren einige Versorgerwerte angesiedelt. Marktbeobachter verwiesen auf Berichte, wonach die Regulierungsbehörde im Kontext nuklearer Sicherheit die Energieunternehmen zur Offenlegung geologischer Verwerfungslinien auf dem Gebiet von Kernkraftwerken verpflichten könnte. Kansai Electric Power etwa gingen um 6,30 Prozent auf 758,00 Yen zurück.

Größere Abgaben gab es auch in einigen Hongkonger Immowerten zu beobachten. Unter den entsprechenden Branchenvertretern im Hang Seng Index schwächten sich Sino Land um 2,31 Prozent auf 12,70 Hongkong-Dollar ab, China Overseas Land & Investments knickten um 3,99 Prozent auf 17,82 Hongkong-Dollar ein und China Resources Land gingen als Index-Schlusslicht um 6,05 Prozent auf 14,90 Hongkong-Dollar aus der Sitzung.

Außerhalb des Hang Seng Index stach der massive Kursverlust der Huaneng-Renewables- Aktie ins Auge. Das Papier rutschte um 12,93 Prozent auf 1,01 Hongkong-Dollar ab, nachdem Management des Energieunternehmens für das erste Geschäftshalbjahr einen Gewinnrückgang um mehr als 50 Prozent angekündigt hatte.

Unter den im australischen ASX-20 gelisteten Einzelwerten waren die beiden Minentitel Rio Tinto und BHP Billiton mit Abschlägen von 3,05 Prozent auf 52,78 australische Dollar bzw. 1,98 Prozent auf 30,18 australische Dollar unter den größten Verlierern anzutreffen. Auch die beiden Finanzwerten Suncorp (minus 0,36 Prozent auf 8,37 australische Dollar) und MacQuarie (minus 2,44 Prozent auf 24,74 australische Dollar) büßten etwas Terrain ein. (APA, 18.7.2012)

 

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