Schlechtes Mars-Wetter könnte "Curiosity"-Landung gefährden

17. Juli 2012, 20:46
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Bisher läuft alles nach Plan - So richtig heikel wird es erst bei der Ankunft

Washington - In drei Wochen ist es soweit: Der Marsrover "Curiosity" wird den Roten Planeten erreichen und - sofern das ausgeklügelte System funktioniert - auf seiner Oberfläche landen. Leicht wird es nicht: der NASA zufolge wird die Landung die größte Herausforderung in der Geschichte der Planeten-Forschung. Und selbst wenn die Technik einwandfrei funktioniert, auch problematische Wetterverhältnisse auf dem Mars könnten zur Katastrophe für das Projekt führen. "Es ist die anspruchsvollste Mission, die wir je zu einem anderen Planeten geschickt haben", sagte NASA-Manager Doug McCuistion am Montag bei einer Pressekonferenz in Washington.

Die Vorbereitungen liefen nach Plan, sagte NASA-Projektmanager Pete Theisinger. "Wir hatten bisher keinerlei Probleme mit der Ausrüstung während des Flugs. Alles ist in bestem Zustand." Auch die Stimmung innerhalb des Teams sei gut. "Sie sind alle sehr aufgeregt, schließlich arbeiten viele seit sechs oder sieben Jahren an dieser Mission. Aber sie wissen auch, dass der Erfolg nicht garantiert ist, deswegen sind sie auch ein bisschen nervös."

Hoffen auf gute Wetterverhältnisse

Sorgen bereitet der NASA vor allem die Phase zwischen Ankunft beim Mars und dem Aufsetzen auf dessen Oberfläche. "Das wird keine gemütliche Luftkissen-Landung. Auf dem Mars aufzusetzen, ist immer sehr riskant", sagte NASA-Manager Doug McCuistion. Nicht nur alle technischen Komponenten müssen funktionieren, auch die Bedingungen auf dem Mars müssen stimmen. Es dürften zum Beispiel keine Staubstürme oder Windböen den Rover bei seinem Landeanflug stören. "Das ist wie beim Domino-Spiel: Wenn ein Teil nicht richtig passt, dann fällt alles in sich zusammen."

Läuft alles wie geplant, dann soll "Curiosity" am 6. August auf dem Mars landen und dort rund zwei Jahre lang unter anderem nach Spuren von Wasser und Leben suchen. Vor rund acht Monaten war der Rover an Bord einer Atlas-Rakete von Cape Canaveral im US-Staat Florida aus gestartet. Die Mission ist mit rund 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) das bisher teuerste und technisch ausgefeilteste Mars-Projekt der NASA. (APA/red, derstandard.at, 17.7.2012)

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    Das Landegebiet für den Marsrover ist vergleichsweise winzig: "Curiosity" soll in einem Oval von nur rund 7 mal 20 Kilometer herunter kommen.

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