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Die autofreie Ringstraße gibt's in Wien einen Tag pro Jahr. Auf Dauer wäre so ein Projekt gegen die Autolobby wohl chancenlos.
Geld und Gesundheit - wenn's um diese Themen geht, dann herrscht in der Politik "Alarmstufe rot", konstatiert Dietmar Ecker, Eigentümer einer Wiener PR-Agentur. Dass ausgerechnet um das Parkpickerl ein derartiger Wirbel entstand, verwundert ihn daher nicht besonders - sind die Autofahrer doch eine besonders einflussreiche (Wähler-)Gruppe. Das lässt sich schon an der Zahl jener ablesen, die den heimischen Automobilklubs angehören. 1,8 Millionen Mitglieder hat der ÖAMTC, knapp 500.000 der ARBÖ.
Die SPÖ bringt dieses Thema in eine besondere Bredouille, muss sie doch in Wien - im Gegensatz zu den Grünen oder den beiden Oppositionsparteien - eine ziemliche große Bandbreite abdecken: Vom Innenstadtbewohner, der das Rad dem Pkw vorzieht, bis zum autoverliebten Pendler, für den das eigene Fahrzeug ein Statussymbol ist und der noch nie ein öffentliches Verkehrsmittel von innen gesehen hat. Dementsprechend lang haben die Sozialdemokraten mit sich selbst um eine Position in der Frage gerungen, nachdem man sich anfangs auf die Argumentation zurückgezogen hatte, das Ganze sei die alleinige Sache der grünen Verkehrsstadträtin. Praktischerweise - aus Sicht der Roten - ist die ja auch für unliebsame Themen wie Sommerbaustellen zuständig.
Kleines Thema, große Wellen
Dass ausgerechnet ein vermeintliches Mini-Thema wie das Parkpickerl derartige Wellen schlägt, habe aber auch mit dem verbreiteten Gefühl zu tun, "vom System überfahren zu werden", konstatiert Ecker. In Zeiten, in denen mit Milliarden zur Eurorettung jongliert wird, entstünde bei den Menschen das Gefühl, man müsse "den Mächtigen zeigen, dass das so nicht geht" - besonders bei Themen, die das unmittelbare Lebensumfeld betreffen. Zudem habe sich in Wien in den letzten Monaten einiges an Unmut kumuliert, erst zu Jahresanfang gab es eine kräftige Gebührenerhöhung.
Erfolgreich hochgeköchelt wurde das Thema von der ÖVP, die (mit beträchtlichem finanziellem Einsatz) Unterschriften für die Volksbefragung sammelte. Dass die bis dato eher schwächelnde Oppositionspartei davon nachhaltig profitieren kann, glaubt Ecker, der auch die Stadt beraten hat, aber nicht. Der Widerstand der Wiener habe mehr mit der aktuellen Grundstimmung zu tun, mit der ÖVP werde die Volksbefragung à la longue nicht assoziiert. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 18.7.2012)
Änderung soll im September in Kraft treten, ARBÖ und ÖVP begrüßen Entscheidung
Wegen Zonen-Ausweitung fließen heuer 138 Millionen Euro in die Kassen der Stadt
Der ehemalige Planungsdirektor Arnold Klotz hat in den 90er-Jahren das Wiener Parkpickerl "erfunden"
Klare Mehrheit von 78,5 Prozent dagegen - Beteiligung von rund 59 Prozent
Sollte die Entscheidungsgewalt über das Wiener Parkpickerl nach der Volksbefragung ins Rathaus wandern, hätten Bezirkschefs dennoch das letzte Wort. Stadträtin Vassilakou hofft auf deren Einsichtigkeit
Rote Bezirkschefs empfehlen, bei Volksbefragung gegen Zentralisierung der Parkraumbewirtschaftung zu stimmen
56,05 Prozent stimmten dagegen - Homole: "Schallende Ohrfeige" für Rot-Grün - Vassilakou führt Ablehnung auf VP-Desinformation zurück
Das Befragungsergebnis wird heute verkündet - 37.000 Stimmberechtigte
Autofahrer sollen besonders bei Schnee achten, ob sie Öffis Weg versperren
Dienst-Pkws brauchen Parkpickerl, Privatnutzung muss versteuert werden
Laut der Stadt handelt es sich um kein Privileg, sondern um eine "übliche Regelung"
Bezirksvorsitzender Homole gab mittels Notkompetenz Geld frei, wurde nachträglich im Ausschuss nicht genehmigt
Die Formel "Parkpickerlausweitung bringt Parkplätze plus wütende Anrainer in den Gratiszonen" wiederholt sich auch bei der Ausweitung der Ausweitung. Doch für Pickerlflüchtlinge und Pendler wird es eng in Wien - manche fühlen sich von der Stadt erpresst
Städtischer Parkpickerlkoordinator: Prozedere würde vier bis sechs Monate dauern
Warum Wien für Parkplätze im Umland zahlt und ein Verkehrsplaner das nicht Zusammenarbeit nennt
An Wochenenden und Feiertagen kann man weiterhin gebührenfrei parken
Unterlagen inklusive Stimmzettel werden noch im Jänner verschickt - Ergebnisse für Februar erwartet - Döbling will nur unter Zugzwang abstimmen lassen
Bezirksvorsteher Homole lehnt Beschlussantrag mit Verweis auf Stadtverfassung ab
Expertenrunde hat Vorschläge vorgelegt: Größere Parkzonen und Preisstaffelung möglich
Rot-grüne Mehrheit will ÖVP-Bezirksvorsteher Homole überstimmen
Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik sieht in der Ausweitung einen Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im urbanen Raum
Club sieht sich in Forderung nach Zonen bestärkt - SPÖ will gemeinsame Zone für 18. und 19. Bezirk
Umfrage: Sechs von zehn Autofahrern sehen Verbesserung seit Einführung
Anrainer können ab sofort ein Parkpickerl für erweiterte Kurzparkzonen in Penzing, Ottakring und Hernals beantragen
Warum soll ich dafür zahlen dass ich weniger autofahren darf? Autofahren ist Lebensqualität, ohne wucherne Radwege und Gehsteige auf denen die Rote Armee ihre Siegesparade abhalten könnte, mit kostenlosen Parkhäusern statt Öffi-Wildwuchs könnte jeder Strecken > 500m mit dem Auto zurück legen, mehr innerstädtische Schnellstraßen könnten für mehr Pendlerverkehr sorgen und die Mietpreise entlasten. Kleinwohnung und Fahrrad kann nicht das Ziel sein, wenn eine autofreundliche Politik Haus + PKW ermöglichen kann
Jetzt müssen Sie nur mehr im Wiener Stadtplan jene Häuserblocks ankreuzen, die abgerissen werden sollen, um die gewünschten kostenlosen Parkhäuser und die innerstädtischen Schnellstraßen zu bauen.
Ein Vorschlag wohin die Bewohner abgesiedelt werden sollen, wäre auch nicht schlecht. Wie weniger Wohnraum die Mietpreise senken soll, wäre eventuell auch noch zu erklären.
Es werden oft genug Häuser abgerissen - 10-Etagen Parkhäsuer kosten auch nicht die Welt, und nackter Beton ist nicht unbedingt das teuerste ;) Die meisten Gehsteige in Wien sind ohnehin zu breit, in den meisten Straßen würde sich bei Rückbau auf Klosterneuburger Breite eine Schrägparkmöglichkeit ergeben. Ist die Anfahrt billig und bequem ziehen auch mehr Leute aufs Land, wodurch die Immobilienpreise in Wien sinken würden.
Dass man für die Bereitstellung von öffentlichem Raum, dort wo er knapp ist, Geld verlangt ist nicht wirklich ungewöhnlich. Was aber fehlt ist eine genauere Differenzierung der Wohnbevölkerung und der Temporärparker bzgl. des Preises. Sprich das Anrainer-Parkpickerl billiger und die Kurzparktarife in diesen Zonen abgestufter und teurer, je weiter innen.
Das eigentliche Feinstaub, NOx-, CO2-, und Lärm- verursachende VERKEHRS-problem lösen Parkgebühren aber nicht wirklich oder bestenfalls schlecht indirekt. Dafür muß man entweder harte Fahrverbote (mit Ausnahmen für Berechtigte -> Bewohner) einführen, oder eine Zonencitymaut. Das ist die einzig sinnvolle Maßnahme, um dem MIV mit dem ÖPNV direkt vergleichbare Kosten zuzurechnen!
Genau das gibt es schon seit langem. Eine Zweckbindung der Einnahmen des Parkpickerl.
Die Einnahmen sind zweckgebunden für:
• Beschleunigungsprogramm öffentlicher Verkehr:
Vorrang an vielen Ampeln und die Erweiterung des Straßenbahnnetzes in Wien. Bis 2013 werden die Linien 25, 26 und D verlängert. Die nächste Ausbaustufe umfasst die Verlängerung der Linien O und 18, eine Wienerbergtangente und eine Tram in der Laaerbergstraße.
• Förderung der Verkehrssicherheit
• Park & Ride-Anlagen in Wien und im Umland
• Förderung von Wohnsammelgaragen
• Ausbau von Radabstellanlagen
• Ausweitung der City-Bike-Stationen
s. http://wien.gruene.at/parkpicke... /einnahmen
sie vergebühren damit "nur" den individuell benutzten bereitgestellten öffentlichen parkraum für fahrzeuge, allerdings leider (noch) nicht nach ökonomischen wertaspekten, sprich der knappheit bei temporärer nutzung.
was aber leider gar nicht gemacht wird, ist dem eigentlichen motorisierten individualVERKEHR, sprich dem fahren selbst, einen mit dem ÖPNV vergleichbaren benutzungs- bzw mobilitätspreis zu geben. das gelingt nur mit einer eigenen (evtl. zeitlich differenzierten) vergebührung von einfahrten in definierte cityzonen.
das parkende fahrzeug verursacht perse ja keine abgase, keinen lärm und keinen verkehr. eigentlich sollte man danach trachten, dass die fahrzeuge mehr stehen als fahren, wenn sie schon da sind.
;-)
"Die Mittel aus der Parkraumbewirtschaftung sind zweckgebunden und fließen zu 100 Prozent in das Wiener Verkehrssystem. Die Einnahmen kommen so allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zugute. In den vergangenen Jahren wurden aus diesen Mitteln sämtliche Wohnsammelgaragen der Stadt errichtet sowie neue U-Bahngarnituren gekauft. Im Bereich der Verkehrssicherheit werden mit diesen Mitteln unter anderem Entschärfungen von Unfallhäufungspunkten in der Stadt finanziert."
http://www.wien.gv.at/verkehr/p... hluss.html
Kommt halt nicht sonderlich viel zsamm, ca. 60 Mio jährlich
Für Wiener ein Parkpickerl für ganz Wien.
(Preisfrage sei später gestellt)
Flächendeckend für ganz Wien:
* Linke Seite Kurzparkzone
* Rechte Seite Wiener mit Pickerl.
Vorteile:
* Klare Regel ohne Schilderwald
* Wiener können sich innerhalb der Stadtgrenze bewegen und parken.
* Pendler, Touristen und Besucher finden auch Platz.
Herr Maier hat in dieser Straße sein Haus. Er ist Wiener. Sein Nachbar auf der anderen Straßenseite ist Herr Berger. Sein Haus steht schon in Niederösterreich. Herr Berger ist ein böser Pendler und soll gefälligst öffentlich fahren, während Herr Maier weiterhin in Wien willkommen ist, auch mit dem Auto ...
Merkt ihr nicht, wie kleingeistig und engstirnig ihr Anti-NÖ-Kampfposter hier agiert? Wenns nach euch ginge, gäbe es wohl noch den Linienwall und alle Bezirke außerhalb des Gürtels würden nicht zu Wien gehören.
Der größte Fehler nach dem Krieg war, den 26. Bezirk wieder aufzulösen und NÖ zuzuschlagen!
Herr Maier zahlt mit seinen kommunalen Abgaben in Wien die urbane Verkehrsinfrastruktur (Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Verkehrstelematik), die Herr Berger aufgrund der Stadtnähe einfach so mitbenutzt.
Speziell die Speckgürtelgemeindebewohner aus NÖ "schmarotzen" da gewaltig an der von der Stadt Wien bereitgestellten (billigen) Infrastruktur mit. Sie hinterlassen täglich ihre Abgasfahnen in der Stadt, während sie am Abend wieder in der Ruhe und der sauberen Luft sitzen.
Warum gibt es nach wie vor keine vernünftigen Umsteigehubs mit jeder Menge Gratis?-Parkplätzen an den Schnellbahnverbindungen außerhalb Wiens? Weil's nicht notwendig ist! Weil das Reinfahren nach Wien billiger und immer noch bequemer ist! Traurig, aber wahr.
Der Haken dabei: Herrn Maiers Steuern gemäß Bundeslastenausglich kommn Wien zu, Herrn Berhers Steueranteil aber MÖ, obwohl er die von Wien finanzierten Infrastruktureinrichtungen ebenso intensiv mützt. Die Parkpickerpflicht ist unter anderem eine Maßnahme gegen Steuerungerechtigkeit.
kann nicht von seinem Stadtrandwohnsitz in den sechsten Bezirk fahren und sein Auto dort den ganzen Tag abstellen, weil er, genau wie Herr Berger, kein Parkpickerl bekommt.
Das Parkpickerl verhindert auch das Binnen-Autopendeln von Wienern und diese Pendler machen einen gewissen Teil der täglich Richtung Innenstadt fahrenden Pendler aus. Auch wenn gerne versucht wird, hier einen Bundesländerkonflikt herbeizureden, es ist keiner.
Kleingeistgkeit und kleingruppenbildu g ist ja auch das was die politik gerne hat. Je mehr sich das fussvolk über sowas die köpf einhaut umso einfacher lässt es sich manipulieren und regieren acta esm alles kein wirkliches thema aber ein artikel zu rauchen und parkpickerl und schon gehts los. Obwohl ich für rotgrün WAR bin ich froh wenn das experiment bald vorbei ist. So ungut war die stimmung in der stadt noch nie. Und zur grünen schadenfreude hoffe ich nur "hochmut kommt vor dem fall"
.. ist wohl nicht die schuld von rotgrün - wenn so damische gestalten wie die övp und fpö einfach nur unzufriedenheit in der bevölkerung schüren wollen - "fürs parkpickerl zahlen aber keine parkplatzgarantie haben ..." - aber keinerlei konkrete vorschläge bringen die umsetzbar wären ...
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