Coca-Cola profitiert von Preis-Erhöhungen

Europäer trinken weniger

Atlanta - Preiserhöhungen haben beim Getränkekonzern Coca-Cola den Gewinn im zweiten Quartal gestützt. Dieser stagnierte bei der Nummer eins unter den Limonaden-Herstellern mit 2,8 Milliarden US-Dollar (2,28 Mrd. Euro) auf Vorjahresniveau. Den gestiegenen Einnahmen - der Umsatz verbesserte sich um 3 Prozent auf 13 Milliarden Dollar - standen gestiegene Kosten gegenüber.

Die Geschäftszahlen gab das Unternehmen am Dienstag in Atlanta bekannt. Konzernchef Muhtar Kent strich dabei heraus, dass es Coca-Cola gelungen sei, den Absatz weltweit zu steigern. Er legte um vier Prozent zu. Stark nachgefragt waren die süßen Getränke vor allem in Indien, Russland oder Brasilien.

In den von Schuldenkrisen geplagten Ländern Südeuropas gingen die Verkäufe hingegen zurück. Auch im Norden Europas wurde weniger Cola getrunken, was der Konzern auf das schlechte Wetter zurückführte. Coca-Cola stellt auch die Orangenlimonade Fanta, die Zitronenlimonade Sprite, Lift-Apfelsaftschorle oder Sportgetränke her und hat zudem Apollinaris- und Bonaqa-Wasser im Angebot.

Größter Rivale ist der breiter aufgestellte Nahrungsmittel-Riese Pepsi, der seine Zahlen am Mittwoch nächster Woche vorlegt. Bislang war es Coca-Cola gelungen, schneller zu wachsen. Pepsi stellt neben Limonaden, Fruchtsäften (Tropicana) und Eistee (Lipton) auch Snacks (Lay's, Doritos) und Frühstücksflocken (Quaker Oats) her und hat sich mit der deutschen Großmolkerei Müller bei Joghurts verbündet.

Coca-Cola-Chef Kent hatte Ende 2009 das Ziel ausgegeben, den Getränkeabsatz bis 2020 zu verdoppeln. Kent sieht das Unternehmen auf gutem Weg dahin, "trotz einer sehr herausfordernden und schwer vorauszusagenden Weltwirtschaft". Um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, hatte er den Vertrieb in die eigene Hand genommen und unter anderem den größten nordamerikanischen Abfüller CCE geschluckt. (APA, 17.7.2012)

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