Weniger Hacklerpensionen als im Vorjahr

17. Juli 2012, 17:43
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Die Pensionsreformen zeigen Wirkung. Die Zahl der Frühpensionen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Personen, die in die sogenannte Hacklerpension gingen, im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres um 24,4 Prozent gesunken, berichten die "Salzburger Nachrichten" (Mittwochs-Ausgabe). Bis zum Juni 2011 waren es 10.160 Personen, die diese Pension in Anspruch nahmen, bis zum Juni 2012 nur noch 7678 Frauen und Männern. 

Für die Hacklerpension brauchen Pensionswillige  40 bzw. für 45 Jahre Beitragsjahre, und sie müssen 55 bzw. 60 Jahre alt sein. Das Sozialministerium wertet den Rückgang als Beweis, dass die Reform der Hacklerpension Wirkung gezeigt hat. Im Zuge der Reform wurde der Nachkauf von Schul- und Studienzeiten verteuert. Ab 2014 tritt eine weitere Verschärfung in Kraft: Die notwendigen Versicherungsjahre müssen aus der aktiven Erwerbstätigkeit stammen. Krankenstandzeiten sowie Schul- und Studienzeiten werden nicht mehr angerechnet. Männer können ab 2014 außerdem erst mit 62 Jahren, Frauen mit 57 Jahren eine Hacklerpension beantragen.

Dadurch können nur noch Personen, die ab dem 16. Lebensjahr durchgehend erwerbstätig waren, diese Art der Frühpension erhalten.

Änderungen soll es auch bei der Invaliditätspension geben. An einem entsprechenden Gesetzesvorschlag wird gearbeitet. Grundsätzlich ist geplant, dass Frauen und Männer unter 50 Jahren nur noch in Ausnahmefällen eine Invaliditätspension erhalten. Das Arbeitsmarktservice soll außerdem versuchen, diese Personen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. (red, derStandard.at, 17.7.2012)

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