Mit der Rikscha auf Spenden-Tour von Kabul nach Istanbul

17. Juli 2012, 16:19
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Kanadier und Deutsche sammeln Spenden für afghanischen Zirkus

Kabul - Sie brauchen eine eigene Polizei-Eskorte, denn ihr Weg führt entlang einer der gefährlichsten Routen der Welt: Um Spenden für einen afghanischen Wanderzirkus zu sammeln, sind der Kanadier Adnan Khan und seine deutsche Freundin Annika Schmeding mit einer motorisierten Rikscha zu einer 8.000 Kilometer langen Tour von Kabul nach Istanbul aufgebrochen. Auf der zweimonatigen Reise durch Afghanistan, Pakistan und den Iran bis in die Türkei will das Paar den Zirkus bekannt machen, Geld sammeln und gleichzeitig mit Zirkusauftritten ein wenig Spaß vermitteln.

Seit vergangenem Mittwoch ist Khan von Kabul aus unterwegs, seine Freundin will erst in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad dazustoßen. Inzwischen gelang es ihm, die Grenze in die pakistanischen Stammesgebiet zu überqueren, dem Rückzugsgebiet der Taliban-Rebellen. "Es dauerte Stunden und war ziemlich witzig - ein Polizist sagte mir, er habe seit Jahren keinen Touristen-Grenzpass mehr gesehen", berichtete der 41-Jährige am Montag.

Der Journalist und die 25-jährige Anthropologin Schmeding kennen sich in der Region gut aus, immer wieder haben sie sich dort für Nichtregierungsorganisationen engagiert. Dabei stießen sie auch auf den Mobilen Mini-Zirkus für Kinder (MMCC), der seit zehn Jahren afghanische Kinder zu Akrobaten ausbildet, in jüngster Zeit aber vor großen finanziellen Schwierigkeiten steht. Ein Drittel des Personals musste schon entlassen, eine vom MMCC betriebene Schule in der westafghanischen Stadt Herat geschlossen werden. (APA, 17.7.2012)

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    Ein deutsch-kanadisches Pärchen ist mit einer motorisierten Rikscha (Symbolfoto) aufgebrochen, um auf ihrer 8.000 Kilometer langen Tour von Kabul nach Istanbul Spenden für einen afghanischen Wanderzirkus zu sammeln.

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